Sie zeigte 51 Paraden
Nati-Keeperin Maurer hat sich den freien Tag verdient

Bei der 0:4-Niederlage gegen Kanada hat die Nati defensiv überzeugt. Dennoch feuerten die Favoritinnen 55 Schüsse auf unseren Goalie Saskia Maurer ab. Die Emmentalerin zeigt sich um Mitternacht nach dem Spiel unbeeindruckt.
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Nati-Trainer Colin Muller treibt seine Spielerinnen zu einer Top-Leistung an gegen die Favoritinnen aus Kanada.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Saskia Maurer beeindruckt mit starker Leistung gegen Favorit Kanada
  • 51 Paraden und 92,7% Fangquote bei 55 Schüssen auf ihr Tor
  • Maurer macht mit ihren Auftritten Andrea Brändli die Nummer 1 streitig
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

In der Goalie-Hierarchie wäre sie vermutlich hinter Andrea Brändli die Nummer 2 gewesen. Doch Saskia Maurer macht ihr den Platz zwischen den Nati-Pfosten mehr als streitig mit ihren Leistungen im 4:3-Penaltysieg gegen Tschechien und der 0:4-Niederlage gegen Kanada.

Maurer (24) kommt in den beiden Spielen innerhalb von 30 Stunden zum Einsatz, weil Brändli (28, Frölunda) nicht fit ist. Wer eins und eins zusammenzählen kann, ahnt den Grund. Zur Erinnerung: Am Freitag wird die ganze Nati nach dem Tschechien-Match isoliert, weil der positive Norovirus-Test einer Spielerin vorliegt, die die ganze Woche bereits in einem Einzelzimmer verbracht hat.

«Die nächste Situation die wichtigste»

Der bärenstarke Auftritt Maurers im Duell gegen die Kanadierinnen löst im Netz in deren Heimat eine Lobeswelle aus. Auch kanadische Medien wollen mit der SCB-Keeperin um Mitternacht noch sprechen. Im Mittelpunkt stehen Zahlen. Das Schussverhältnis aus Sicht der Schweizerinnen ist 6:55. Ergo hat Maurer mit 51 Saves geglänzt, was einer Fangquote von 92,7 Prozent entspricht. Wie sie sich auf ein Duell mit erwartungsgemäss vielen Schüssen eingestellt hat? «Das ist eine mentale Frage. Auf solche Spiele habe ich viele Jahre hingearbeitet.»

Die Emmentalerin bleibt unbeeindruckt – auch weil sie solche Kräfteverhältnisse aus ihren beiden College-Jahren an der University of St. Thomas in Minnesota kennt. Ebenso das Spiel auf dem kleineren Eisfeld. «Die nächste Situation ist einfach die wichtigste», erklärt Maurer ihre Gedanken während des Schusseuerwerks der vierfachen Olympiasiegerinnen. Ob sie sich auf den freien Sonntag freue, wird die Torhüterin von einem kanadischen Journalisten gefragt. «Und wie», sagt sie lächelnd, den habe sie sich auch verdient.

Die zwei weiteren Gruppenspiele stehen am Montag (USA) und Dienstag (Finnland) an. Gegen die Finninnen zu punkten, ist wichtig für die Nati im Hinblick auf die Platzierung innerhalb der Gruppe. In den Top 3 würde ein Viertelfinalgegner aus der schwächeren Gruppe B winken. Mit diesem Turniermodus dreht sich für die Schweizerinnen alles nur um dieses eine Duell, um die Chance auf eine Olympia-Medaille zu wahren.

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