Bundespräsident Parmelin fiebert bei von Allmens Sieg mit
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«Ich habe es sehr genossen»:Bundespräsident Parmelin fiebert bei von Allmens Sieg mit

«Er war sehr offen und nah»
Bundespräsident Parmelin feiert Olympia-Gold mitten in Schweizer Fans

Im House of Switzerland in Mailand gastierte für die Männer-Abfahrt der höchste Schweizer. Bundespräsident Guy Parmelin verfolgte zusammen inmitten der Schweizer Fans die Krönung von Franjo von Allmen. Und beantwortete Blick-Fragen.
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Guy Parmelin feiert den Sieg von Franjo von Allmen mit Fans im House of Switzerland in Mailand. Die ganze Zeit seine Sitznachbarin: Fan Pascale (l.).
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Guy Parmelin verfolgte in Mailand den Olympiasieg von Franjo von Allmen
  • Gemischte Gefühle wegen Odermatt und Monney auf den Plätzen 4 und 5
  • Bundespräsident war bei Auftaktsieg der Frauen-Eishockey-Nati
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Grégory Beaud aus Mailand

200 Kilometer von Bormio entfernt verfolgte Guy Parmelin die Krönung von Franjo von Allmen. Der Bundespräsident fieberte in Mailand im House of Switzerland inmitten der Schweizer Fans vor der Grossleinwand mit den Skistars mit. Fan Pascale sass neben dem Romand. «Das war nicht geplant, als wir uns hingesetzt haben, um das Rennen zu schauen», sagt sie lachend, «aber es war eine schöne Überraschung.»

Vor dem Rennen hatte der Winzer aus Bursins VD ein feines Näschen für eine gute Prognose. «Ich hoffe, wir können einen Schweizer Titel mit einem Glas Chasselas feiern», lachte er, bevor er sich zurücklehnte und das Rennen sehr aufmerksam verfolgte. An Parmelins Seite konnte Pascale einen geselligen Moment mit dem höchsten Schweizer erleben. «Er war sehr sympathisch und offen», wundert sie sich fast. «Wir konnten uns austauschen, und ich war sehr erstaunt, wie gut er sich mit Sport auskennt.»

«Ich habe ein Glas Weisswein abgelehnt»

Da er sehr volksnah war, wollte Parmelin unbedingt bis zur Startnummer 30 vor dem Grossbildschirm bleiben und dabei gleichzeitig das zeitlich festgelegte Protokoll eines Staatsoberhauptes einhalten. «Man wollte mir vor dem Ende des Rennens ein Glas Weisswein anbieten», erzählt er Blick.

«Aber ich habe Nein gesagt. Ich wollte sichergehen, dass der Sieg feststeht, bevor ich mich freue.» Parmelin nahm sich auch Zeit, um den Wünschen der anwesenden Schweizer Fans nachzukommen und Fotos und Selfies zu machen. «Ich konnte es nicht lassen», lachte Pascale. «Diese Gelegenheit bietet sich nicht jeden Tag.»

Parmelins geteilte Emotionen

Nach der Dreifach-Führung von Monney, Odermatt und von Allmen blieb den Schweizer Fans allerdings «nur» die Goldmedaille von Franjo von Allmen. «Wie es der Freiburger Alexis Monney, der Fünfter wurde, sehr treffend gesagt hat: An Olympischen Spielen zählen nur die ersten drei», konstatiert Guy Parmelin. «Nach diesem Rennen bin ich zwiegespalten. Natürlich habe ich mich über den Olympiasieg gefreut, gleichzeitig teile ich aber auch die Enttäuschung der Schweizer auf den Plätzen vier und fünf, Marco Odermatt und Alexis Monney.»

Bleibt die Frage, ob der Waadtländer kein Problem damit hat, seinen Status des höchsten Schweizers mit dem Berner Olympiasieger zu teilen. Parmelin lacht herzlich: «Ich glaube, er hat im Moment andere Sorgen. Einerseits muss er diesen grossartigen, wirklich beeindruckenden Sieg feiern. Dazu gratuliere ich ihm herzlich. Andererseits muss er den Blick bereits wieder nach vorne richten und darauf achten, nicht zu viel Energie zu verlieren.»

«Es fühlt sich natürlich an»

Die Schweizer Fans schätzen es, dass sich Parmelin mitten unter die Menschen mischt. «Das zeigt, dass er ein nahbarer Mensch ist», sagt Fabrice, der bis zum Wochenende in Mailand weilt. «Ich hatte erwartet, viele Polizisten und einen strengen Sicherheitsdienst zu sehen. Aber ich konnte mich sogar ein wenig mit ihnen unterhalten.»

Für den Bundespräsidenten ist diese Nähe Teil seiner Art, Politik zu leben. «Es fühlt sich natürlich an, aber ich bin nicht der Einzige», sagt er. «Am Freitag war ich beim Frauen-Hockeyspiel zwischen der Schweiz und Tschechien und traf dort meinen Amtskollegen Petr Pavel. 2024 gewannen seine Tschechen gegen unsere Schweizer den WM-Final in Prag. Ich verabredete mich mit ihm für das diesjährige Endspiel in Zürich für die Revanche. Er war damit nicht einverstanden», so Parmelin schmunzelnd.

Rückkehr zum Hockey-Final?

Die Frauen-Nati hat in Mailand das Auftaktspiel gegen die Tschechinnen nach dem Penaltyschiessen 4:3 gewonnen. Parmelin: «Alle fragen mich, ob ich bleiben werde, aber das ist nicht möglich, es sei denn, der Bundesrat, das Parlament oder die Kommissionen beschliessen, während der Olympischen Spiele in Mailand statt in Bern zu tagen. Aber ich wünsche den Schweizer Sportlerinnen und Sportlern für den weiteren Verlauf der Olympischen Spiele alles Gute.»

Lachend macht er dennoch ein Versprechen: «Wenn die Schweiz den Final des Eishockeyturniers spielt, werde ich versuchen, zurückzukommen. Vielleicht motiviert sie das ja.»

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