Darum gehts
- Franjo von Allmen gewinnt Olympia-Gold in der Abfahrt
- Er ist erst der fünfte Schweizer, der diesen Titel holt
- Mit seinem Sieg bleibt der Abfahrts-Olympiasieger ein Schweizer
Am 9. Februar 2025 krönt sich Franjo von Allmen (24) zum Abfahrts-Weltmeister. 363 Tage später lässt sich der Berner die nächste Goldmedaille umhängen. Dieses Mal bei den Olympischen Spielen. Er holt sie sich mit einer sensationellen Fahrt auf der Stelvio in Bormio (It).
Mit erst 24 Jahren hat er zwei der wichtigsten Titel in der Königsdisziplin gewonnen. Einzig die kleine Kristallkugel fehlt ihm noch. Nach dem jüngsten Triumph gehört er zu einem ganz besonderen Kreis. Seit 1948 werden Olympiasieger in der Abfahrt gekrönt, von Allmen ist der fünfte aus der Schweiz.
Der erste, der diesen Titel für die Schweiz gewonnen hat, ist Bernhard Russi (77). 1972 triumphierte er in Sapporo (Jp) – vor Landsmann Roland Collombin (74). 16 Jahre später gabs erneut einen Schweizer Doppelsieg, als Pirmin Zurbriggen (63) vor Peter Müller (68) Abfahrtsgold holte.
Langes Warten nach Zurbriggen
Danach ging das lange Warten los. Erst 2010 in Vancouver (Ka) setzte sich wieder ein Schweizer die Olympia-Krone in der Abfahrt auf. Keiner kam an Didier Défago (48) vorbei. Er ist übrigens der einzige Schweizer Abfahrts-Olympiasieger, der nicht auch noch WM-Gold in dieser Disziplin gewonnen hat.
Nach Défago holte Beat Feuz (38) den Sieg 2022 in Peking. Nun folgt auf den Berner der nächste Berner. Dass der Abfahrtstitel zweimal hintereinander von einem Athleten aus dem gleichen Land gewonnen wird, hat historischen Charakter.
Davor ist das erst einmal der Fall gewesen. Den Schweizern vorgemacht haben es die Österreicher. Franz Klammer (72) siegte 1976 in Innsbruck (Ö), vier Jahre später tat es ihm Leonhard Stock (67) in Lake Placid (USA) gleich.
