Die Medaillen
GOLD Franjo von Allmen (Sz) 1:51,61
SILBER Giovanni Franzoni (It) +0,20
BRONZE Dominik Paris (It) +0,50
Das Rennen
Die erste Medaillen-Entscheidung ist gefallen! Und Gold geht an die Schweiz. «Das ist der Sieg», sagt SRF-Experte Beat Feuz um 11.50 Uhr. Wer den Olympiasieger von 2022 zu dieser Aussage bewegt? Franjo von Allmen. Der Weltmeister zeigt von oben bis unten eine entfesselte Fahrt, kommt ohne Fehler durch. Und setzt sich sieben Zehntel vor Marco Odermatt an die Spitze. Damit liegen nach acht Athleten drei Schweizer vorne. Gibts den totalen Triumph? Daran kann nur noch die Konkurrenz etwas ändern.
Die ersten beiden Angriffe von Vincent Kriechmayr und Nils Allègre wehrt das Trio ab. Doch dann kommen die Italiener. Und wie! Giovanni Franzoni und Dominik Paris lassen die Gastgeber jubeln – aber an von Allmen kommen sie nicht vorbei. Dafür verdrängen sie Odermatt (4. Platz, +0,70) und Monney (5. Platz, +0,75) vom Podest. Nichts wirds aus dem Dreifach-Sieg. Gold hingegen ist uns nicht mehr zu nehmen. Der vierte Schweizer Stefan Rogentin zieht einen ganz schwachen Tag ein und verliert sehr viel Zeit (23. Platz, +2,57). So holen zwei Italiener bei ihren Heimspielen ihre jeweils erste Olympiamedaille. Besonders ist das für Paris, der mit 36 womöglich letztmals bei Olympischen Spielen dabei ist.
Und von Allmen krönt sich ein Jahr nach dem WM-Titel in der Königsdisziplin auch zum Olympiasieger. Und das mit 24 Jahren. Beeindruckend! Damit hat auch SRF-Experte Feuz mit seiner Aussage recht behalten – auch wenn er vor dem Rennen noch auf einen anderen Schweizer Sieger getippt hat. Gegenüber Blick ernannte er Odermatt zu seinem Nachfolger und setzte von Allmen auf Rang 2.
1. Von Allmen (Schweiz), 1:51,61
2. Franzoni (Italien), +0,20
3. Paris (Italien), +0,50
4. Odermatt (Schweiz), +0,70
5. Monney (Schweiz), +0,75
6. Kriechmayr (Österreich), +0,77
7. Hemetsberger (Österreich), +0,97
8. Allegre (Frankreich), +1,19
9. Crawford (Kanada), +1,39
10. Negomir (USA), +1,59
11. Casse (Italien), +1,67
12. Hrobat (Slowenien), +1,69
13. Bennett (USA), +1,84
14. Alexander (Kanada), +1,88
15. Haaser (Österreich), +1,89
16. Cater (Slowenien), +1,90
17. Schieder (Italien), +1,96
18. Cochran-Siegle (USA), +2,02
19. Morse (USA), +2,07
20. Lehto (Finnland), +2,22
21. Jocher (Deutschland), +2,40
22. Alphand (Frankriech), +2,45
23. Zabystran (Tschechien), +2,78
24. Rogentin (Schweiz), +2,57
25. Read (Kanada), +2,95
26. Babinsky (Österreich), +3,12
27. Elezi Cannaferina (Frankreich), +3,29
28. Seger (Kanada), +3,35
29. Pfiffner (Liechtenstein), +4,05
30. Szollos (Israel), +5,42
31. Alessandria (Monaco), +5,54
32. Opmanis (Lettland), +7,63
33. Shepiuk (Ukraine), +8,50
34. Comerford (Irland), +12,79
DNF: Muzaton (Frankreich), Sejersted (Norwegen)
1. Von Allmen (Schweiz), 1:51,61
2. Franzoni (Italien), +0,20
3. Paris (Italien), +0,50
4. Odermatt (Schweiz), +0,70
5. Monney (Schweiz), +0,75
6. Kriechmayr (Österreich), +0,77
7. Hemetsberger (Österreich), +0,97
8. Allegre (Frankreich), +1,19
9. Crawford (Kanada), +1,39
10. Negomir (USA), +1,59
11. Casse (Italien), +1,67
12. Hrobat (Slowenien), +1,69
13. Bennett (USA), +1,84
14. Alexander (Kanada), +1,88
15. Haaser (Österreich), +1,89
16. Cater (Slowenien), +1,90
17. Schieder (Italien), +1,96
18. Cochran-Siegle (USA), +2,02
19. Morse (USA), +2,07
20. Lehto (Finnland), +2,22
21. Jocher (Deutschland), +2,40
22. Alphand (Frankriech), +2,45
23. Zabystran (Tschechien), +2,78
24. Rogentin (Schweiz), +2,57
25. Read (Kanada), +2,95
26. Babinsky (Österreich), +3,12
27. Elezi Cannaferina (Frankreich), +3,29
28. Seger (Kanada), +3,35
29. Pfiffner (Liechtenstein), +4,05
30. Szollos (Israel), +5,42
31. Alessandria (Monaco), +5,54
32. Opmanis (Lettland), +7,63
33. Shepiuk (Ukraine), +8,50
34. Comerford (Irland), +12,79
DNF: Muzaton (Frankreich), Sejersted (Norwegen)
Das gab zu reden
Drei von sechs Abfahrten hat Marco Odermatt diesen Winter gewonnen, zweimal ist er zudem auf Platz 2 gefahren. An den Olympischen Spielen kann er sich wie vor vier Jahren den Traum von der Abfahrtsmedaille nicht erfüllen. Als Vierter schrammt er am Podest vorbei. Und es bleibt dabei: Odermatt holt bei Grossanlässen Gold oder keine Medaille. Auch bei Vincent Kriechmayr wird's nichts. Der 34-jährige Österreicher, der wohl letztmals an Olympia dabei ist, ist sieben Hundertstel langsamer als Odermatt. Während der Schweizer immerhin schon Riesenslalom-Gold daheim hat, fehlt dem Doppel-Weltmeister von 2021 Olympia-Edelmetall in seiner Sammlung. Eine Chance hat Kriechmayr im Super-G noch – oder fährt er allenfalls auch in der Team-Kombi? Eine Teilnahme dort zieht auch Odermatt in Betracht, der danach noch Super-G und Riesenslalom als weitere Chancen hat.
Das gab zu reden II
Der letzte Abschnitt und die Franzosen – das passt nicht wirklich. Erst rutscht Maxence Muzaton kurz vor dem Zielsprung weg und legt eine lange Rutschpartie hin. Immerhin scheint er sich nicht ernsthaft verletzt zu haben, denn er steht schon Sekunden später wieder auf. Dann folgt Nils Alphand. Und auch er hat wenige Meter vor Schluss Probleme. Er kann einen Sturz vermeiden, handelt sich so aber einen riesigen Rückstand ein.
Die Bedingungen
Kaiserwetter zum Auftakt der Wettbewerbe im Ski alpin. Der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Die Piste ist griffig, teils etwas von Schlägen gezeichnet.
So gehts weiter
Der erste Medaillensatz bei den Männern ist vergeben. Die zweite Entscheidung steht am Montag auf dem Programm. Dann wird die Team-Kombi ausgetragen, die aus Abfahrt (10.30 Uhr) und Slalom (14 Uhr) besteht.
