Franjo von Allmen
Nach der Siegerehrung mit feuchten Augen: «Es macht Freude, wenn Olympia so nah von daheim ist und viele Bekannte live dabei sind. Und wenn es dann auch noch so läuft, macht das schon etwas mit einem. Könnte wieder in die Richtung gehen, dass es wieder zu Boden geht. Aber mit Bedacht, denn es stehen noch weitere Rennen an.»
Auf die Frage, wieso er die Goldmedaille nicht mehr um den Hals trägt: «Die Medaille ist im Safe. Ich habe sie direkt zurückgebracht, denn ich kenne mich. Die verliere ich sonst. Ich bin ein bisschen ein Chaot. Wenn man ohne Nervosität ans Rennen geht, macht es das Ganze einfacher und man kann sich aufs Skifahren konzentrieren.»
Direkt nach dem Rennen: «Ich bin extrem nervös. Ans Rennen bin ich sehr cool und locker rangegangen. Alles hat gepasst. Aber jetzt bin ich extrem nervös. Ein paar Sektoren können schneller sein, aber alles zusammengesetzt war es eine sehr gute Fahrt. Mit so viel Vorsprung ins Ziel zu kommen – das hätte ich nicht gedacht. Aber Franzoni und Paris kommen schon sehr nah an mich ran. Ich probier so locker wie möglich auf dem Leaderthron zu sitzen, aber ich bin schon etwas auf Nadeln.»
Marco Odermatt
«Es ist schon scheisse, bei Olympia Vierter zu werden. Das ist etwa der blödste Platz, den man haben kann. Ich bin eigentlich sehr zufrieden gewesen, wie ichs gefahren bin, ich bin ins Ziel gekommen und dachte, es sei richtig gut gewesen. Ich weiss nicht, wo ich hätte schneller fahren können. Von dem her ists dann wieder einfach, wenn andere mit einer guten Fahrt schneller sind. Wieso ich unten so viel Zeit verloren habe, dafür hab ich noch keine Erklärung. Über San Pietro bin ich weit gesprungen, das zeigt, dass man schnell ist. Schlussendlich ist von oben bis unten immer was liegen geblieben. Abhaken, es sind noch zwei, drei grosse Chancen da. Aber logisch, der tut schon weh. Abhaken und genau anschauen. Ich habe keinen Bock gemacht und wäre sonst vorne dabei. Bezüglich Teamkombi ist es noch etwas früh, um zu sagen, ob ich fahre oder nicht. Das schauen wir noch an.»
Alexis Monney
«Oben habe ich wieder viel Zeit verloren und einen Fehler gemacht. Manchmal gehts nicht so wie wir wollen. Das ist einfach so. Da muss ich nicht zu viel überlegen. Denn ich kann schnell Skifahren, das müsste ich einfach auf der ganzen Strecke machen. Ich habe noch zwei Chancen. Ich habe mich auf mich konzentriert, das war die gute Variante. Klar wusste ich, dass es möglich ist. Aber das heisst nicht, dass es immer klappt. Eine Enttäuschung ist da, aber Fünfter ist trotzdem nicht schlecht. Das ist mein Bestresultat in diesem Winter.»
Dominik Paris
«Es macht mir viel Freude – auch dass sich die Schweizer Fans mitfreuen. Schön, dass ich nun etwas zurückgeben kann. Hier eine Medaille zu gewinnen, ist schön. Dieser habe ich lange nachgefiebert. Ich bin froh, konnte ich einen so guten Lauf zeigen. Für von Allmen hats nicht gereicht. Er hat einen Hammerlauf hingelegt im unteren Teil. Da merkt man halt, die Jungen haben das letzte Bisschen mehr Courage. Logisch ärgert man sich, wenn die Drei aufleuchtet, man ist Rennfahrer und will siegen. Aber jetzt fühlt sich die Bronzemedaille gut an. Dieses Ziel noch zu erreichen, ist schön.»
