Darum gehts
- Donald Trump überrascht über Buhrufe gegen Vize J. D. Vance in Italien
- Pfiffe für Vance und Israels Team bei Olympischer Eröffnung in Mailand
- Hunderte Studenten protestierten gegen ICE-Anwesenheit vor Start der Winterspiele
US-Präsident Donald Trump (79) hat sich über die Buhrufe gegen seinen Vize J. D. Vance (41) bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Italien überrascht gezeigt. Vor Journalisten verwies er darauf, dass die Leute seinen republikanischen Parteifreund mögen würden.
Fairerweise müsse man aber sagen, dass der US-Vizepräsident zurzeit in einem anderen Land unterwegs sei – «in diesem Land (den USA) wird er nicht ausgebuht», betonte Trump.
Diese Behauptung stimmt allerdings nicht. Allein in der US-Hauptstadt Washington wurde Vance im vergangenen Jahr mehrmals öffentlich ausgebuht, zum Beispiel beim Besuch eines Konzertes im Kennedy Center, einem renommierten Kulturhaus, das Trump kurz nach seinem Amtsantritt unter seine Kontrolle gebracht hat.
Auch Pfiffe für Israel
Im legendären Fussballstadion San Siro von Mailand verfolgten am Freitag Zehntausende Zuschauer die Eröffnungsshow mit der üblichen Parade der Athleten. Parallel dazu wurde erstmals an gleich drei weiteren Orten gefeiert – in Cortina, der zweiten Gastgeberstadt, sowie in Predazzo und Livigno. Pfiffe und Buhrufe kamen auf, als Israels Team ins Stadion kam. Und gebuht wurde auch, als Vance beim Einzug des US-Teams gross auf den Videoleinwänden zu sehen war. Trumps Stellvertreter verfolgte die Zeremonie auf der Ehrentribüne.
Vance war am Donnerstag in Mailand angekommen und hatte bei seinem Besuch unter anderem Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni getroffen. Aus Protest gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE bei Olympia waren vor der Eröffnungsfeier mehrere Hundert Studenten durch Mailand gezogen.