Schweizerin verliert den Ski und stürzt
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Bei Sprung in Qualifikation:Schweizerin Höfflin verliert den Ski und stürzt

«Es war schrecklich!»
Heftiger Sturz und Tränen-Drama um Olympiasiegerin Höfflin

Da hat sie Glück im Unglück: Sarah Höfflin stürzt in der Slopestyle-Qualifikation schwer. Sie hat sich aber wohl nicht schwerer verletzt, kann zum zweiten Run antreten. Und verpasst die Final-Quali letztlich nur knapp.
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Sarah Höfflin verliert bei einem Sprung einen Ski.
Foto: keystone-sda.ch
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Nicola AbtReporter Sport

Es sind herzzerreissende Szenen, die sich im Zielbereich der Slopestyle-Anlage in Livigno abspielen. Olympiasiegerin Sarah Höfflin (35) kann irgendwann nicht mehr hinsehen. Minutenlang liegt sie auf Rang zwölf – genau jenem Platz, der für den Final reichen würde.

Dann kommt die Kanadierin Naomi Urness als eine der letzten Starterinnen und verdrängt Höfflin aus den Top 12. Bei der Schweizerin fliessen Tränen, Betreuer und Teamkolleginnen nehmen sie in den Arm. «Diese Warterei war schrecklich», sagt Höfflin einige Minuten später.

Dieses bittere Aus steht sinnbildlich für die letzten schwierigen Wochen.

Heftiger Sturz im ersten Run

Im Dezember stürzte Höfflin schwer. «Es brauchte viele Sessions mit dem Psychologen, um das zu verarbeiten.» Ausgerechnet an den Olympischen Spielen folgte dann das nächste Missgeschick. Im ersten Run verliert sie kurz vor dem Sprung einen Ski.

Nur mit einem an den Füssen fliegt sie meterhoch durch die Luft. Bei der Landung knallt es heftig. Im Zielraum halten die vielen Schweizer-Fans den Atem an. Höfflin verliert auch ihren zweiten Ski, kann danach aber eigenständig runterfahren. «Das war ein Bindungsproblem. Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe.» Bereits im Training sei ihr das Gleiche passiert.

Der zweite Versuch musste also sitzen. «Ich hatte kein richtiges Vertrauen mehr in meine Bindung. Zudem waren Knie und Schulter etwas angeschlagen.» Trotzdem zeigt Höfflin einen soliden Lauf, der letztlich nur ganz knapp nicht reichte.

Aus Schweizer Sicht bleibt dennoch etwas Positives. Mathilde Gremaud dominiert die Qualifikation. Auch Giulia Tanno überzeugt und qualifiziert sich als Zehnte für den Final. Für Höfflin ist der Traum vom Slopestyle-Final geplatzt. Ihre Olympischen Spiele sind aber noch nicht vorbei. Der Big-Air-Wettkampf steht noch an. «Darauf freue ich mich sehr», sagt sie und richtet den Blick nach vorne.

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