Darum gehts
- Spanien reagiert sportlich auf Attacken während WM-Final gegen Argentinien
- Zlatan Ibrahimovic kritisiert milde Reaktionen und propagiert harte Gegenwehr
- Ibrahimovic zeigte nach einem brutalen Rachefoul 2021 keine Reue
Die Spanier bleiben im Moment des grösstmöglichen Triumphs trotz massiver Attacken seitens der unterlegenen Argentinier ruhig. Captain Rodri (30), der auf seinem Jubellauf von Nahuel Molina (28) unsportlich auf die Brust geschlagen wird, behält die Nerven.
Er stellt den Übeltäter zur Rede, lässt sich aber nicht zu einer Rache-Tätlichkeit hinreissen. Dasselbe gilt für Teamkollege Eric Garcia (25), der ihm zu Hilfe eilt, belässt es bei Worten und einem sanften Schubser. Und auch Gavi (21), der schlussendlich von Thiago Almada (25) und Leandro Paredes (32) das Gröbste abbekommt, sieht von körperlichen Angriffen ab.
Dass die Weltmeister so sportlich auf die Angriffe reagierten, verdient Respekt, würden wohl die meisten sagen. Nicht aber Zlatan Ibrahimovic (44)!
«Er (Paredes, Anm. d. Red.) kann froh sein, dass es auf dem Rasen keine Spieler wie mich hatte. Wenn ich da gewesen wäre, hätte ich ihm eine Kopfnuss gegeben und auch Rot kassiert», erklärt der Schwede im WM-Studio des US-Senders «Fox Sports». «Das war extrem unprofessionell von ihm», fügt er an, obwohl er seinerseits eine unprofessionelle Reaktion propagiert.
Zlatan Ibrahimovic ist es zuzutrauen
«Ibra» hat wahrlich kein Verständnis für die milden Reaktionen der Spanier: «Ich weiss nicht, was die spanischen Spieler da machen, sie sehen einfach zu, wie ein anderer Spieler einen Teamkameraden verprügelt.» Dass Heisssporn Ibrahimovic, der in seiner Karriere 16-mal des Platzes verwiesen wurde, in der Tat anders reagiert hätte, wirkt glaubwürdig.
In der WM-Quali 2021 setzte er beispielsweise zu einem brutalen Bodycheck gegen Spaniens Cesar Azpilicueta (36) an und zeigte im Anschluss keine Reue. «Ich würde es wieder tun. Hundertprozentig. Das bin ich», erklärte er damals. «Ich habe es absichtlich gemacht und schäme mich nicht, das zu sagen. Denn er hat etwas Dummes gegenüber einem meiner Mitspieler gemacht.» Für das Brutalo-Foul gabs übrigens nur Gelb.


