RTS-Moderator holt zum WM-Rundumschlag aus
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Während Spanien Pokal bekommt:RTS-Moderator holt zum WM-Rundumschlag aus

«Das System fault im Kern»
Spaniens Liga-Boss fordert Infantino-Rücktritt

Der Widerstand gegen Infantino wächst. Kritik gibts vom Chef der spanischen LaLiga, aus der britischen Politik und von der Uefa. Dennoch scheint die Wiederwahl des Fifa-Präsidenten unvermeidlich.
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Fifa-Boss Gianni Infantino hat bei weitem nicht nur Freunde.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • LaLiga-Boss Javier Tebas fordert am 21. Juli Infantinos Rücktritt
  • Über 200 von 211 Verbänden unterstützen Infantino trotz Kritik
  • DFB verweigert als einziger Verband Unterstützungsschreiben für Wiederwahl
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Gianni Infantino (56) hat viele Gegner. Seit Jahren einer ihrer grössten ist LaLiga-Boss Javier Tebas (63). In einem Interview mit der «Gazzetta dello Sport» am Rande von Spaniens WM-Final fordert er den Rücktritt des Fifa-Präsidenten. «Seine Zeit ist abgelaufen, er muss gehen», so der spanische Funktionär.

Die Trinkpausen? «Eine Lüge für Werbepausen.» Der Fall Balogun? «Ein Beweis, dass wir von einer Institution regiert werden, die tut, was sie will, die nur ihre eigenen Interessen verfolgt.» Auch die Aufstockung der WM ist Tebas ein Dorn im Auge. «Das ergibt keinen Sinn. Der Fussball ist nicht nur die WM. Die nationalen Ligen stützen diesen Sport. Der Fussball mit Tausenden Jobs wird zerstört, für ein 40-tägiges Ereignis, das nur eine Minderheit der Spieler involviert. Klar spielen die besten Spieler dort, aber das tun sie auch in unseren Ligen», erklärt er.

Seit Jahren kritisiert Tebas vehement Infantino und die Fifa. Als 2021 Pläne für eine europäische Super League, bestehend aus lauter Top-Klubs, publik wurden, behauptete er, Infantino würde dabei «mithelfen» und die Abspaltung «fördern», obwohl die Fifa in einem Statement bekräftigte, sie würde einen solchen Parallel-Wettbewerb nicht anerkennen. Auch die aufgestockte Klub-WM, die die Fifa im Sommer 2025 durchführte, kritisierte Tebas aufgrund des überladenen Spielplans und der Überlastung der Spieler scharf.

«Er hat die Unterstützung des Systems»

Die WM-Vorkommnisse brachten das Fass nun zum Überlaufen und führten zur deutlichen Wortwahl Tebas'. Seiner Rücktrittsforderung hängt er jedoch umgehend ein grosses Aber an. «Er hat die Unterstützung des Systems, der Verbände. Es gibt keinen Gegenkandidaten.» Das System faule im Kern, erklärt er. «Ich habe in diesen Tagen in den USA mit vielen gesprochen, die gegen Infantino sind. Sie sagen es, aber tun nichts. Ich weiss nicht, was schlimmer ist, Schweigen oder Mittäterschaft. Denn diejenigen, die schweigen, sind sich des Schadens am Fussball vollkommen bewusst.» 

Indem er seine Ohnmacht im Kampf gegen Infantino zum Ausdruck bringt, trifft Tebas einen Punkt. Berichten des «Guardian» zufolge haben bereits über 200 der 211 Landesverbände – nicht bindende – Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl eingereicht. Die englische Football Association (FA) habe dies bereits lange vor der WM getan. Der Deutsche Fussball-Bund hingegen hat als bisher einziges Fifa-Mitglied bekanntgegeben, kein Unterstützungsschreiben unterzeichnet zu haben. 

Uefa-Boss Ceferin boykottierte den WM-Final

Es dürfte aber der eine oder andere europäische Verband unter den Gegnern sein, wie zum Beispiel Schweden oder Norwegen, die ihn bereits 2023 nicht unterstützten. Dass die WM das Verhältnis zwischen Europa und dem Weltverband nicht gefördert hat, deutet auch die Abwesenheit von Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (58) beim WM-Final an. Die BBC und andere Medien sprechen von einem Boykott aufgrund der Rot-Begnadigung des US-Amerikaners Folarin Balogun (25), die die Uefa scharf kritisierte, und der verweigerten Einreise des somalischen Schiedsrichters Omar Artan (34). Als Reaktion hatte die Uefa Artan die Leitung des Supercups zwischen PSG und Aston Villa im August zugesichert.

Aus denselben Gründen hat unlängst auch der Vorsitzende der britischen Liberaldemokraten, Ed Davey (60), die weitreichende Forderung nach einem Austritt der FA und der Uefa aus der Fifa formuliert. Es formiert sich Widerstand. Dass Infantinos Wiederwahl am Fifa-Kongress im März verhindert wird, scheint dennoch unwahrscheinlich.

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