Gegen Lugano schwer verletzt
Bittere Diagnose von Verteidiger Montolio ist da

Thun steht vor dem ganz grossen Coup. Klappts am Samstag gegen Basel mit dem Titel? Hier kommen die Infos zum womöglich grössten Tag der 128-jährigen Vereinsgeschichte. Darunter auch die Diagnose der Montolio-Verletzung. Das Thun-Inside.
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Bitterer Moment in der Thuner Euphorie des Endspurts: Genis Montolio verletzt sich.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Diagnose da: So stehts um die Montolio-Verletzung
  • Thun vor dem nächsten Meisterball: Das ist die Ausgangslage vor dem Basel-Spiel
  • Matoshi: «Der letzte Schritt ist einer der schwierigsten, aber ...»
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die Ausgangslage

Thun, die Stadt mit rund 45'000 Einwohnern, steht ganz kurz davor, den Schwergewichten der Liga den Meister zu zeigen. 11 Punkte Vorsprung hat Thun bei 12 noch möglichen Punkten. Doch vergibt das Team von Lustrinelli wie am letzten Wochenende weitere Matchbälle, könnte plötzlich das heisse Endspiel in St. Gallen in der letzten Runde vor der Tür stehen. Thun will alles daran setzen, den Sack vorher zuzumachen. «Der letzte Schritt ist einer der schwierigsten, aber gleichzeitig auch der schönste», sagt Valmir Matoshi (22) zu Blick. Für ihn wäre ein Titel besonders speziell. Er ist in Thun aufgewachsen und hat seit der Jugend nie für einen anderen Verein gespielt.

Die News der Woche

Was man im Berner Oberland befürchtet hat, hat sich nun bestätigt: Genis Montolio hat sich gegen Lugano einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Der Klub rechnet mit einem Ausfall von «mehreren Monaten». Der Verteidiger werde sich in den kommenden Tagen einer Operation unterziehen und sich dann in die Reha begeben.

Die grosse Frage

Behält Thun die Nerven? Das Szenario, dass Thun in den nächsten drei Spielen nur einen Punkt holt und St. Gallen dreimal in Folge gewinnt, gibts. Dann könnten die Ostschweizer den Spiess in der allerletzten Runde im Direktduell noch umdrehen. Bedingung für die grösste Meisterwende in der Geschichte des Schweizer Fussballs ist, dass St. Gallen noch alles gewinnt. Sobald Thun zwei Punkte holt oder St. Gallen zwei Punkte vergibt, ist alles entschieden. Weil Thun in der 128-jährigen Vereinsgeschichte noch nie einen Titel geholt hat, wird das Bangen dennoch etwas grösser sein als bei gestandenen Serienmeistern.

Gesagt ist gesagt

«Es war überwältigend. So etwas habe ich noch nie erlebt. Dass wir gar kein Spiel haben, aber dennoch so viele Fans mit uns im Stadion mitfiebern. Das war eine sehr schöne Geste.» Das sagt Valmir Matoshi über das Volksfest am letzten Sonntag mit den Angehörigen und 4000 Fans in der Stockhorn-Arena. Vergibt Thun am Samstag den Meisterball, kommts am Sonntag zur zweiten Auflage des Szenarios «Public Viewing im Stadion».

Mögliche Aufstellung

Steffen; Fehr, Bamert, Bürki, Heule; Bertone, Käit; Imeri, Matoshi; Ibayi, Rastoder.

Wer fehlt?

Montolio, Ziswiler (beide verletzt).

Neben dem Platz

Kitschiger könnte der Zeitpunkt des Thuner Meistertitels auch für Stadtpräsident Raphael Lanz (57) nicht sein. Die Planung der Meisterfeier in der Innenstadt gehört zu seinen letzten Amtshandlungen nach 15 Jahren als Thuner Stadtpräsident. Per Anfang Juni wechselt er in den Berner Regierungsrat. «Der Meistertitel wäre in der Tat ein sehr besonderes Ereignis und für mich eine sehr glückliche Fügung zum Abschluss meiner Amtszeit», sagt er zu Blick. Seit Jahren besuche er regelmässig die Heimspiele, er habe die Höhen und Tiefen des FC Thun während seiner Amtszeit hautnah miterlebt.

Hast du gewusst, dass ...

... Thun seit über 20 Jahren erstmals wieder zwei Spiele in Folge gegen den FCB gewonnen hat? Am 1. Februar gab es den 2:1-Auswärtssieg im Joggeli, vor zwei Wochen den 3:1-Heimsieg. Zuletzt gelang das Kunststück im Herbst 2004. Damals besiegte Thun den FCB zuerst 4:1 in der Liga, zwei Monate später 5:4 nach Penaltyschiessen im Cup-Achtelfinal. 

Aufgepasst auf

Leonardo Bertone (32). In den sozialen Medien kursierten nach seinem Traumtreffer in den Winkel im vergangenen Februar Fotomontagen mit ihm im Basel-Trikot – zusammen mit der Frage, wie es denn wäre, würde der Thuner Mittelfeld-Star für den FCB auflaufen. Zu seiner Zukunft antwortete Bertone im Blick-Interview klipp und klar auf die Frage, ob er in Thun bleibe: «Ja sicher, ich habe einen Vertrag hier, und nächste Saison steht noch etwas Aufregendes vor der Tür. Diese Saison geniessen und dann wieder angreifen.»

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 34 Runden:

  1. Bertone 4,7
  2. Franke 4,5
  3. Montolio 4,5

Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Fedayi San.

VAR: Hüseyin Sanli.

Der Gegner

Basel kämpft immer noch um Europa. Was Trainer Stephan Lichtsteiner dazu sagt? Hier erscheint das Basel-Inside.

35

Runde

Sa., Lausanne – Luzern, 18 Uhr
Sa., Winterthur – FCZ, 18 Uhr
Sa., Basel – Thun, 20.30 Uhr
So., St. Gallen – Sion, 14 Uhr
So., GC – Servette, 16.30 Uhr
So., Lugano – YB, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
34
37
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
63
3
FC Lugano
FC Lugano
34
13
60
4
FC Sion
FC Sion
34
18
55
5
FC Basel
FC Basel
34
4
53
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
34
4
43
2
Servette FC
Servette FC
34
2
43
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
34
-7
42
4
FC Zürich
FC Zürich
34
-21
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
34
-53
19
Relegation Play-Offs
Abstieg
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