Darum gehts
- Thuner Meister-Balkon gefunden? Nein! Das steckt dahinter
- Der neue Platz hat zwar einen Balkon, aber es wird eine Bühne aufgestellt
- Wenn Thun den Coup schafft, warten gleich mehrere Feiern
«Hilfe, wir haben keinen Meisterbalkon!» So lautet der Titel der Blick-Reportage im März in der Stadt von Bald-Meister Thun. Tatsächlich ist der Rathausplatz, auf dem Thun vor einem Jahr den Aufstieg feierte, balkonlos.
Bierernst gemeint ist der Hilferuf natürlich nicht. Und doch sagt Stadtpräsident Raphael Lanz (57) beim Treffen auf ebendiesem Platz verheissungsvoll: «Wer weiss, falls es so weit kommen sollte, werden uns die richtigen Massnahmen schon einfallen.»
Im Trubel der letzten Tage geht fast unter, dass Thun eine Lösung für die offizielle Feier mit dem Meisterkübel gefunden hat. Ort des Geschehens nach dem letzten Heimspiel soll am Tag darauf – dem 15. Mai – nicht mehr der Rathausplatz sein, sondern der Stadthofplatz. Und siehe da: Der neue Standort hat einen geräumigen Balkon.
Hat Thun somit den Meister-Balkon gefunden? Nein! «Die Spieler des FC Thun werden den Balkon nicht benützen, es wird eine Bühne aufgebaut», lässt Stadtpräsident Lanz auf Blick-Anfrage verlauten.
Grund für den Wechsel an den neuen Ort in der Innenstadt ist ein anderer. «Wir gehen von einem sehr hohen Interesse aus und haben unterschiedliche Varianten für die offizielle Feier in Absprache mit dem FC Thun geprüft. Der Stadthofplatz beziehungsweise das ganze Obere Bälliz erwies sich aus sicherheitstechnischen Gründen als die beste Variante, damit dem erwarteten Ansturm besser Rechnung getragen werden kann.»
Es geht um mehr Platz, bessere Fluchtwege und eine grosse Sichtbarkeit für viele Zuschauer. Der Balkon wäre ohnehin nur gegen den Platz zwischen Fluss und Häusern gerichtet und nicht nach vorne hin zur offenen, geräumigen Strasse, wo sich mehr Leute versammeln können.
Balkon-Bilder mit dem Meisterkübel wie bei den Feiern auf dem Barfüsserplatz in Basel oder dem Helvetiaplatz in Zürich wird es also nicht geben. Kantonsrivale YB hat bewiesen, dass es auch ohne geht. Die Berner liessen es vor dem Bundeshaus jeweils auf einer grossen Bühne krachen.
Kübel solls ausgerechnet bei YB-Duell geben
Sollte Thun die 11 Punkte Vorsprung auf St. Gallen bei 12 möglichen Punkten nicht doch noch verspielen, wird es übrigens gleich mehrere Feiermöglichkeiten geben. Vor dem erwähnten Abschluss am 15. Mai kommt davor auch der historische Rathausplatz nicht zu kurz. Er wird der Treffpunkt an jenem Abend sein, an dem der Titel fix wird. Sei es am Samstag nach der Rückreise aus Basel, am Sonntag nach einem erneuten Volksfest in der Stockhorn-Arena für das Public Viewing des St.-Gallen-Spiels gegen Sion oder bei darauffolgenden Meisterchancen.
Ein weiteres Highlight für die Thuner soll das letzte Heimspiel der Saison am Donnerstag, 14. Mai, werden. Ausgerechnet nach dem Duell gegen Kantonsrivale YB wartet der Meisterkübel direkt im Stadion. Am Tag darauf dann wie erwähnt die Feier für den ersten Titel der 128-jährigen Vereinsgeschichte in der Innenstadt. Aber zuerst muss Thun noch die Nerven behalten und den Coup ins Trockene bringen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |

