«Hüppi hat diese Granate beim Cupfinal gezielt gezündet»
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Machtkampf beim FCSG:«Hüppi hat diese Granate beim Cupfinal gezielt gezündet»

Druck aus der Kabine
FCSG-Spieler machen sich für Hüppi stark

Die Gegner von Matthias Hüppi spüren massiven Gegenwind. Sowohl Sponsoren als auch die St. Galler Regierung sprachen sich gegen einen Führungswechsel aus. Nun zeigen sich auch Mannschaft und Staff solidarisch mit ihrem Präsidenten.
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Matthias Hüppi erfährt viel Unterstützung.
Foto: Pius Koller

Es ist ein Foto, das mehr als tausend Worte sagt: FCSG-Präsident Matthias Hüppi, wie er sich vor dem wichtigsten Spiel seines Lebens auf der Ersatzbank sitzend mit Malamine Efekele unterhält. Der junge französische Stürmer ist in dieser Saison bloss eine Randfigur, verpasst den Cupfinal verletzt. Trotzdem nimmt sich Hüppi Zeit. Weil für den Präsidenten alle wichtig sind. Vom Reservisten über den Materialwart bis hin zum Buschauffeur. 

Umso heftiger muss das Herz von Hüppi bluten, weil sein Klub nur wenige Stunden nach dem grössten Sieg der letzten 26 Jahre vor der schwersten Zerreissprobe seiner jüngsten Geschichte steht.

Bis spät in die Nacht auf Mittwoch verhandelte Noch-Präsident Matthias Hüppi (68) mit den Aktionären, die ihn aus dem Amt drängen wollen. Am Mittwochmorgen will sich Hüppi in einer Pressekonferenz erklären. Kann er sich am Ende doch durchsetzen? Oder ziehen die aufmüpfigen Aktionäre um Patrick Thoma und Roland Gutjahr den Putsch durch?

Blick hat erfahren: Nicht nur Hüppi kämpft für seinen Verbleib. Auch im Trainerstab beobachtet man die Situation angespannt. Dem Vernehmen nach soll man sich im Team von Coach Enrico Maassen ernsthafte Gedanken darüber machen, ob es unter einer neuen Klubführung weitergehen kann. Hüppi stand in der letzten Saison «wie eine Wand» hinter Maassen, verteidigte ihn durch alle Böden. An jeder Pressekonferenz ist der Präsident präsent. Als wolle er dem Coach sagen: «Du bist nicht allein.» 

Druck aus der Kabine

Auch aus der Kabine kommt Druck: Mehrere Führungsspieler sollen am Dienstag direkt auf Aktionäre eingewirkt haben. Seine Solidarität mit der aktuellen Klubführung zeigt manch einer aus dem Kader auch in den sozialen Medien. So postete Captain Lukas Görtler Cupparty-Fotos mit dem gesamten Verwaltungsrat – auch ein Statement.

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Der Gegenwind für die Putschisten ist enorm: Fans rufen zum offenen Widerstand auf, drohen mit Kündigung von Saisonkarten und mit Protestaktionen. Bei den Unternehmen der Grossaktionäre häufen sich derweil die von Espen-Fans abgegebene Ein-Stern-Bewertungen auf Google, eine Petition für Hüppis Verbleib sammelte bis am frühen Mittwochmorgen deutlich über 30’000 Unterschriften – und sogar Hüppis alter SRF-Kollege Beni Thurnheer meldete sich im Blick zu Wort und stärkte dem alten Wegbegleiter den Rücken.

Dagegen gibt der von den Grossaktionären als Hüppi-Nachfolger portierte Stefan Kölliker kein präsidiales Bild ab. Der Ex-SVP-Regierungsrat des Kantons St. Gallen meldete sich in einem SRF-Interview mit einem blassen Auftritt zu Wort. Zwar wechselte Kölliker auf seinem Whatsapp-Profil kurzerhand das Foto aus und posiert nun strahlend vor dem FCSG-Teambus. Ob das aber reicht, um die Herzen zu gewinnen? 

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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