Kommentar zum Machtkampf beim FCSG
Warum das über den Haufen geworfen wird, versteht keiner

Eigentlich wurde die St. Galler Cup-Party schon kurz nach Schlusspfiff mit Matthias Hüppis Aussagen gecrasht. Nun tobt der Machtkampf in aller Öffentlichkeit – und es wird noch dreckig, meint Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Mit Matthias Hüppi als Präsident hat der FCSG endlich wieder einen Titel geholt.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
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Emanuel GisiSportchef

Sonntagnachmittag, Berner Wankdorfstadion, kurz nach 16 Uhr. Der FC St. Gallen ist am Ziel seiner Träume. Grün-Weiss feiert den Cupsieg, den ersten Titel seit 26 Jahren. Ein Moment für die Ewigkeit.

Eigentlich dürften sie in der Ostschweiz noch nicht wieder nüchtern sein. Doch der Kater hat die fussballverrückte Region schneller eingeholt, als ihr lieb sein kann. 

Denn die Crew um Präsident und Galionsfigur Matthias Hüppi, die den St. Gallern zunächst Wirtschaftlichkeit, Stabilität und Identifikation gebracht hat und am Ende auch noch den Cup-Gewinn, soll ausgetauscht werden. Gegen ihren Willen, wohlgemerkt. 

Weshalb genau? Das können die Anstifter des Putsches, die Aktionäre Patrick Thoma und Roland Gutjahr, der Öffentlichkeit bislang nicht schlüssig erklären.

Klar ist: Ohne Kampf wird diese Geschichte nicht über die Bühne gehen. Wer sich ein bisschen im Schweizer Fussball auskennt, weiss, welche Bedeutung der FCSG in der Ostschweiz hat. Glauben Sie nicht? Nun, am Dienstagmorgen sah sich sogar die St. Galler Kantonsregierung bemüssigt, sich zu den drohenden Umwälzungen an der Klubspitze zu äussern. Sie tat dies mit äusserster Besorgnis.

Und diese Besorgnis ist verständlich. Hüppi hat diesen Klub nicht nur geführt, er hat ihn neu erfunden. Er tingelte über die Dörfer, warb für seine Idee und lebte den Verein mit einer Leidenschaft, die man nicht kaufen kann. Weshalb nun kein Mensch in St. Gallen verstehen kann, dass dieses Erfolgsmodell über den Haufen geworfen werden soll.

Thoma und Gutjahr mögen sich am Ende kraft ihrer Aktienpakete und Allianzen im Aktionariat durchsetzen. Die Seele des Vereins gehört ihnen nicht. Denn die kann man mit einem Putsch nicht erobern. Und diejenigen, die darum kämpfen, werden dies mit allen Mitteln tun. Es dürfte noch richtig dreckig werden in den nächsten Wochen in St. Gallen.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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