Darum gehts
- Im FC St. Gallen eskaliert ein Machtkampf nach dem Cupsieg
- Vier Verwaltungsräte treten zurück, Präsident Hüppis Zukunft ist ungewiss
- Kleinaktionär Thurnheer droht, seine 10 Aktien bei Hüppis Absetzung zu verkaufen
Die St. Galler Euphorie nach dem gewonnenen Cup ist schnell verpufft. In der Chefetage tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen dem Aktionariat und der Klubführung. Am Pfingstmontag macht Blick publik, dass mit Marwin Hitz ein neuer Verwaltungsrat installiert werden soll, ein paar Stunden später nennt das «St. Galler Tagblatt» drei weitere Namen, die den VR komplettieren sollen. Ex-SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker, Martina Wüthrich, eine Juristin aus dem Kanton Thurgau, und Treuhänder Urs Baumer sollen neben Hitz ins Gremium dazustossen.
Die bisherigen Verwaltungsräte Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer sowie Benedikt Würth haben daraufhin ihren Rücktritt angeboten. Auch die Zukunft von Präsident Matthias Hüppi ist noch offen. Am Mittwochvormittag gibts eine Pressekonferenz mit Hüppi sowie Philipp Bienz und Reto Preisig, Aktionäre der FC St.Gallen Event AG. Auch wurde bereits eine Petition für den Verbleib von Hüppi ins Leben gerufen.
Kumpel unterstützt Hüppi
Nun hat Hüppi auch einen prominenten Unterstützer erhalten. FCSG-Kleinaktionär und TV-Legende Bernard Thurnheer (76) springt seinem Ex-SRF-Kollegen und Kumpel zur Seite. Gegenüber Blick sagt der ehemalige Moderator: «Ich bin radikal für Matthias Hüppi. Die Nachricht von seiner möglichen Absetzung schockiert mich zutiefst, es ist ein Skandal.»
Hüppi sei für Thurnheer nicht nur ein Ex-Moderationskollege, sondern ein guter Freund und der beste Präsident in der Geschichte des FC St. Gallen. Thurnheer fragt sich: «Was ist bloss in die gefahren, die Hüppi absetzen wollen? Ich finds schleierhaft und total unbegreiflich.»
Der 76-Jährige spekuliert über die Beweggründe: «Das einzige Szenario, das ich mir vorstellen kann, ist, dass ausländische Investoren am FC St. Gallen interessiert sind. Da gehts dann um Millionen und Mitspracherecht. Aber das ist eine Spekulation.» Zum Schluss stellt der Kleinaktionär nochmals fest: «Ich stehe wie eine Eins hinter Matthias Hüppi. Meine zehn FC-St.-Gallen-Aktien würde ich verkaufen, falls sie ihn absägen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |
