«Lieber Fussballverband, wenn du Boteli verlierst, dann …»
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«Komm dann nicht weinend zu uns»
Sion-Star Boteli wird heftig kritisiert – doch er wehrt sich

Winsley Boteli läuft künftig für die Schweizer Nati auf. Der Sion-Stürmer wird im Nations-League-Aufgebot von Murat Yakin stehen. In sozialen Medien erntet er heftige Kritik aus dem Kongo – zu der er nun Stellung nimmt.
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U21-Nationalspieler Winsley Boteli wird seine Nati-Laufbahn bei der Schweiz fortsetzen.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Winsley Boteli entscheidet sich für Schweizer Nati statt Kongo
  • Kritische Kommentare in sozialen Medien nach seiner Entscheidung für die Schweiz
  • Boteli spielt seit 15 Jahren in Schweizer U-Nachwuchsauswahlen und will Weg fortführen

Winsley Boteli (20) hat sich für die Schweizer Nati entschieden. Wie Blick weiss, wird der Sion-Shootingstar definitiv im nächsten Nations-League-Aufgebot von Murat Yakin (51) stehen, das am 17. September im Haus des Fussballs verkündet wird.

Für seine Entscheidung für die Schweiz und gegen die Demokratische Republik Kongo wird Boteli in den sozialen Medien teils heftig angegangen. «Die Schweiz liebt dich nur, weil du gut spielst. Wir lieben dich, weil unser Blut in dir fliesst. Also komm und spiel für dein Land», kritisiert etwa ein kongolesischer User. Mehrere Follower drohen zudem damit, Boteli in den sozialen Medien zu entfolgen, wenn er nicht für den Kongo spielen werde.

«Komm dann nicht weinend zu uns»

«Bei der Schweiz bist du nur eine Auswahl, bei uns kannst du zum Helden werden.» «Eines Tages wirst du es bereuen, dann ist es aber viel zu spät.» «Das bedeutet dein Karriereende, den Kongo darf man niemals verraten» und «Komm dann nicht plötzlich weinend zu uns, weil du nicht den Kongo gewählt hast», lautet eine weitere Auswahl aus den Kommentaren, die sich unter dem letzten Instagram-Post des Sturmjuwels tummeln.

Ein Follower kritisiert die Aussagen, die Boteli im Interview beim «Le Nouvelliste» gegeben hat und bezeichnet ihn als «arrogant, so über dein Heimatland zu sprechen». «Warum sollte ich wechseln, wenn ich seit meinen ersten Jugendauswahlen mit meinen Freunden das Schweizer Trikot trage? Ich sehe keinen Grund, meine sportliche Nationalität plötzlich zu wechseln. Es ist keine Entscheidung, sondern eine natürliche Wahl. Ich habe in der Schweiz mit dem Fussballspielen angefangen und bin hier aufgewachsen», hat sich der 20-jährige Youngster gegenüber der Walliser Tageszeitung zu seiner Wahl geäussert. 

Boteli nimmt selbst Stellung zur Kritik

Am Freitag nimmt Boteli in einer Instagram-Story schliesslich Stellung. Er habe mit seinem Interview in keiner Weise implizieren wollen, dass die Demokratische Republik Kongo ihn ignoriert oder links liegen gelassen habe. «Ich möchte einfach erklären, dass ich bis auf die letzte Zeit nie mit dem kongolesischen Team Kontakt hatte und dass die Schweiz daher immer meine einzige Option auf der internationalen Bühne war», erklärt Boteli, der sämtliche Nachwuchsstufen für die Schweizer U-Auswahlen bestritten hat.

Boteli sei aber «stolz und glücklich» gewesen, als ihn das kongolesische Team schliesslich kontaktiert habe. «Ich habe mir Zeit genommen, ernsthaft über diese Möglichkeit nachzudenken, weil ich Kongolese bin. Mein Ursprung ist Teil meiner Identität. Der Kongo hat immer einen wichtigen Platz in meinem Herzen», so der Doppelbürger. 

«Bin stolz auf meine beiden Länder»

Seine Entscheidung sei keine Entscheidung gegen den Kongo, sondern eine Entscheidung, die Geschichte mit der Schweiz fortzusetzen, die im Alter von 15 Jahren begonnen hat. «Ich wurde in der Schweiz geboren und bin dort aufgewachsen. Ich habe die Schweiz seit meinem 15. Lebensjahr vertreten. Dies ist der Weg, den ich seit Anfang meiner internationalen Karriere gehe, und ich habe die Entscheidung getroffen, diesen Weg weiterzugehen», begründet Boteli, warum er definitiv für die Schweizer Nati auflaufen wird. 

«Ich bin stolz auf meine beiden Länder und was sie für mich repräsentieren. Ich werde immer grossen Respekt für sie haben», schliesst Boteli seinen Post ab.

Damit dürfte Boteli bald erstmals in der A-Auswahl der Schweiz fungieren. Für den kommenden Zusammenzug für die Nations-League-Spiele gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien wird er nach Blick-Informationen im Aufgebot von Murat Yakin stehen.

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