Kongo-Aufgebot und England-Angebot
Jetzt könnte die Nati auch Winsley Boteli verlieren

Sion-Shootingstar Winsley Boteli wird von der Demokratischen Republik Kongo umworben. Während der SFV zuversichtlich bleibt, locken englische Topklubs mit Millionenangeboten. Präsident Constantin will standhaft bleiben.
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Winsley Boteli ist aktuell der Mann der Stunde im Schweizer Fussball.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Winsley Boteli erzielt 10 Tore in 10 Spielen für Sion
  • Kongo will Boteli für Länderspiele im September, SFV bleibt zuversichtlich
  • Crystal Palace bietet bis 20 Mio. Franken, Sion-Präsident lehnt Verkauf ab

Er trifft und trifft und trifft. Mit zehn Toren in den ersten zehn Saisonspielen ist der 20-jährige Stürmer Winsley Boteli aktuell einer der heissesten Namen im Schweizer Fussball und weit über die Landesgrenzen hinaus.

Seit Tagen wird heftig spekuliert, ob der FC Sion ihn trotz Interesses und Offerten aus Topligen halten kann. Doch jetzt ist die Akte Boteli nicht nur im Wallis ganz oben auf der Prioritätenliste, sondern auch beim Schweizerischen Fussballverband. Die Demokratische Republik Kongo will Boteli laut Blick-Informationen im September für die Länderspiele aufbieten.

Eine entsprechende Kontaktaufnahme von Nationaltrainer Sébastien Desabre gab es bereits, und beim Rückspiel der Conference-League-Playoffs gegen Ajax Amsterdam, bei dem Boteli mit drei Toren brillierte, sass der 50-Jährige im Stadion. Um den Mann der Stunde zu überzeugen, möchten der Präsident der Republik und der Sportminister den Stürmer sowie seine Familie im September in die Demokratische Republik Kongo einladen, um ihre Einrichtungen zu besichtigen und ihnen das Projekt vorzustellen. 

SFV verbreitet Zuversicht

Droht nach dem erwarteten Nationenwechsel von Alessandro Romano zu Italien gleich das nächste Doppelbürger-Fiasko innert wenigen Tagen für die Nati? Der 20-jährige Romano soll gemäss italienischen Medienberichten bereits einem Aufgebot von Roberto Mancini zugestimmt haben, Nati-Coach Murat Yakin flog am Wochenende kurzfristig nach Sardinien, um das noch abzuwenden. Ausgang offen.

Wie aus dem Umfeld des Verbands zu hören ist, soll die Situation bei Winsley Boteli allerdings deutlich weniger alarmierend sein als bei Romano. Der Genfer spielte in allen U-Nationalteams der Schweiz und gehörte zuletzt zum fixen U21-Kader.

Botelis U21-Nati-Trainer und Rekordnationaltorschütze Alex Frei sei in stetigem Austausch mit dem Sion-Stürmer, zuletzt besuchte auch Yakins Assistenztrainer Davide Callà den 20-Jährigen im Wallis. Rund um den SFV wird versichert, dass man in der Angelegenheit Boteli sehr zuversichtlich sei, zumal die Situation im Nati-Sturm durchaus einen Shootingstar vertragen könnte. Ob Murat Yakin Boteli dann auch für die Nations League Ende September nominieren wird, soll in den kommenden zwei Wochen entschieden werden. Bei der aktuellen Torquote wäre alles andere durchaus eine Überraschung.

Grosses Interesse aus der Premier League

Unklar ist derweil auch, ob es auf Klubebene noch zu einer Überraschung kommt. Diverse Topklubs haben Boteli in den vergangenen Tagen intensiv beobachtet. Crystal Palace aus der Premier League soll bereit sein, zwischen 16 und 20 Millionen Franken Ablöse zu bezahlen. Christian Constantin wie auch Sportchef Barth Constantin wollten zuletzt trotz derartigen Summen nichts von einem Abgang wissen.

Nach dem Lugano-Spiel vom Sonntag liess Boteli selbst allerdings nochmals aufhorchen: «Ich kann nicht bestätigen, dass ich bei Sion bleibe, ich bin ja nicht Gott.» Und: «Wir werden sehen, was passiert. Im Moment bin ich hier und sehr glücklich. Ich bin nur etwas enttäuscht, den Fans keinen Sieg beschert zu haben.»

Der Sion-Präsident bestätigt gegenüber Blick, dass es Interessenten aus England gebe. Doch Christian Constantin macht vor dem Ende des europäischen Transferfensters auch eine klare Ansage: «Winsley Boteli wird die Saison bei uns beenden, basta! Wie ich es gesagt habe. Ein paar Millionen stellen mein Leben nicht auf den Kopf.»

Bereits vor ein paar Wochen zeigte sich Constantin unbeeindruckt angesichts der möglichen Ablösesummen. «Ich habe bereits gesagt, dass ich mit 20 Millionen 10 Tage lang die laufenden Rechnungen bezahlen kann. Dann sind es mit 16 Millionen halt 7 Tage. Bei einem 100-Millionen-Angebot sieht es anders aus, aber das wird nicht passieren.»

Vater Boteli arbeitet jetzt beim FC Sion

Der 69-Jährige versichert zudem, dass man in einem guten Austausch mit Botelis Berater und seinem Vater sei. Letzterer arbeitet inzwischen gar beim FC Sion. «Wir haben ihn in unserer Organisation ein bisschen eingespannt, damit er die Entwicklung seines Jungen hautnah miterleben kann. Er hilft in der Logistik aus, zum Beispiel als Chauffeur», so Constantin.

Mit dem Vater habe man zudem eine klare Abmachung. «Wir haben Winsleys Vater versprochen, dass wir seinen Sohn gross herausbringen, wenn er reif ist. Das ist er noch nicht.» Vielmehr rechnet Constantin damit, dass die Ablösesumme nach der laufenden Saison und der Entwicklung noch höher sein wird. «Und es wird wohl auch nicht lange gehen, bis ihn Murat erstmals aufbietet.» Damit wäre dann auch das Doppelbürger-Thema vom Tisch.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
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4
10
12
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
5
10
11
3
FC Basel
FC Basel
5
3
10
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
4
1
7
5
FC Sion
FC Sion
4
1
6
6
FC Thun
FC Thun
4
-5
6
7
FC Zürich
FC Zürich
5
-5
6
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
5
-1
5
9
FC Luzern
FC Luzern
5
-4
5
10
Servette FC
Servette FC
4
-1
4
11
FC Vaduz
FC Vaduz
5
-2
3
12
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
4
-7
1
Meisterschaftsrunde
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