Schweiz oder Kongo?
Sion-Shootingstar Winsley Boteli hat sich entschieden

Aufatmen bei der Fussball-Schweiz. Winsley Boteli wird für die Nati spielen. Wie Blick weiss, wird er voraussichtlich bereits Teil des nächsten Aufgebots sein.
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Sions Boteli will für die Nati spielen.
Foto: Toto Marti
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Tobias WedermannFussballchef

Sion-Juwel Winsley Boteli (20) will für die Nati spielen. Wie «Le Nouvelliste» berichtet, hat sich Boteli für die Schweiz und gegen die Demokratische Republik Kongo entschieden.

«Warum sollte ich wechseln, wenn ich seit meinen ersten Jugendauswahlen mit meinen Freunden das Schweizer Trikot trage? Ich sehe keinen Grund, meine sportliche Nationalität plötzlich zu wechseln. Es ist keine Entscheidung, sondern eine natürliche Wahl. Ich habe in der Schweiz mit dem Fussballspielen angefangen und bin hier aufgewachsen», wird Boteli im Bericht zitiert.

«Ich war noch nie im Kongo. Ich bin stolz, dass mich zwei Länder wollten. Aber die Schweiz ist meine Nummer 1 und es war nie ein Thema», stellt er auch im Interview mit SRF klar. Und weiter: «Es war nicht schwierig. Ich bin stolz auf meine Wurzeln, aber mein Ziel war schon immer, mit der Schweiz etwas zu erreichen.»

Boteli wird im Nati-Aufgebot stehen

Wie Blick bereits berichtet hat, ist man auch beim Schweizerischen Fussballverband stets optimistisch gewesen, dass Boteli sich nicht von der Schweiz abwendet. Murat Yakins Assistenztrainer Davide Callà sowie auch U21-Nati-Coach Alex Frei waren in den letzten Wochen im Austausch mit Boteli. «Ich stehe in Kontakt mit den Trainern. Ich warte auf die Auswahl», bestätigt auch der 20-Jährige.

Nun muss er in der kommenden Woche nur noch im Aufgebot von Yakin stehen, das der Nati-Trainer am 17. September im Haus des Fussballs verkündet für die vier Nations League Spiele im kommenden Zusammenzug gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien. Und Blick weiss: Boteli wird voraussichtlich und wenig überraschend in diesem Aufgebot stehen.

Der Sion-Stürmer ist bisher der Mann der Super-League-Saison. In sechs Liga-Spielen traf er bereits fünfmal, hinzukommen sieben Tore in sechs Quali-Spielen zur Conference League. Die Walliser hätten ihren Shootingstar für 30 Millionen an Galatasaray verkaufen können.

Doch Boteli bleibt – zumindest bis im Winter – in der Super League. Und darüber hinaus in der Schweizer Nati.

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