Darum gehts
Sieger: ZSC Lions
Am vorletzten Sonntag hatten die ZSC Lions – mitten in ihrer zweiten Krise diese Saison – ihr Weihnachtsessen. Und siehe da: Kaum wird es mal etwas besinnlich oder (feucht-)fröhlich oder beides, wird die laufende Krise mit Siegen bei Leader Davos und gegen die SCRJ Lakers kurzerhand weggespült. Wenn es im Sport immer so einfach wäre, würden Weihnachtsessen schon bald zum Ganzjahres-Business.
Sieger: Bern
Für den SCB stand in der vergangenen Woche viel auf dem Spiel. Hätte das Ehlers-Team die beiden Heim-Derbys in den Sand gesetzt, wären die Play-Ins in weite Ferne gerückt. Dank der Siege gegen Biel (6:2) und die SCL Tigers (5:1) bleibt man mit einem Rückstand von einem beziehungsweise zwei Punkten in Tuchfühlung mit der kantonalen Konkurrenz. Wenn die ausländischen Stürmer Fahrt aufnehmen, ist der SCB konkurrenzfähig: Leitwolf Merelä ist endlich zurück, Bemström traf in 3 Spielen 5-mal, Aaltonen war in den Derbys an 3 und Ejdsell gar an 5 Treffern beteiligt. Beim 1:3 in Lugano fehlte er allerdings angeschlagen. Der Schwede sollte nach der Nati-Pause wieder einsatzfähig sein.
Verlierer: Biel
Die Seeländer sorgten letzte Woche für ein arges Missverhältnis. Ihr Schussverhältnis in den drei Spielen gegen Bern, die SCRJ Lakers und Lausanne: 95:66. Die effektive Torausbeute: 5:10. Und die daraus resultierenden Punkte: 2:7. Missverhältnisse dieser Art sind höchst unpraktisch, wenn man sich gerade im heissen Kampf um einen Play-In-Platz befindet und einem der allmählich Fahrt aufnehmende Kantonsrivale SCB im Nacken liegt.
Verlierer: Davos
Nachdem sich der souveräne Leader für die beiden Auswärtsniederlagen gegen Servette mit einem 6:2-Sieg revanchiert hatte, konnte er in den Spielen gegen die ZSC Lions (2:3 n.P.) und Fribourg (0:4) nicht mehr überzeugen. Gegen Gottéron hatte das Holden-Team gar keinen Stich. Dass Lemieux anstelle des verletzten Asplund, der nach der Pause wieder verfügbar sein sollte, ist dabei kein Vorteil. Doch der Vorsprung auf den ersten Verfolger Lausanne beträgt noch 12 Punkte.
Sieger: Lugano
Trainer Mitell verbessert Punkt für Punkt. Nach der Defensive reparierte er die Offensive - und zuletzt wurde auch das Powerplay, in dem es zuvor harzte, effizient. Am Sonntag gegen den SCB fielen alle drei Tore in Überzahl. Wie davor schon Schlegel beim 4:1-Sieg gegen Kloten glänzte Goalie van Pottelberghe dabei mit einer Abwehrquote von über 96 Prozent.
Verlierer: Servette
In NHL-Manier begab sich Servette letzte Woche auf einen Roadtrip, brachte die Auswärtspartien im entlegenen Davos und Ambri in einem Aufwisch innert 24 Stunden hinter sich – Hotelübernachtung inklusive. Ökologisch und für das eigene Energie-Management ist dies absolut sinnvoll. Doch wenn man dann in diesen Partien mit 2:6 und 2:5 abgewatscht wird, stellt sich die Frage, ob dies wirklich Anreize zur Nachahmung schafft.
Verlierer: Ajoie
Die Verhältnisse sind wieder zurechtgerückt worden. Nachdem Ajoie in den letzten Wochen regelmässig Siege eingefahren hatte und an dieser Stelle unter der Rubrik Sieger auftauchte, wurden dem Ireland-Team jetzt die Flügel gestutzt: 1:5 gegen Fribourg und 1:6 in Genf. Die Jurassier sind wieder mit Abstand (10 Punkte hinter Kloten) Letzter.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 41 | 50 | 87 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 41 | 39 | 77 | |
3 | Genève-Servette HC | 43 | 10 | 76 | |
4 | HC Lugano | 41 | 31 | 74 | |
5 | Lausanne HC | 43 | 19 | 71 | |
6 | ZSC Lions | 41 | 22 | 70 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 41 | -9 | 64 | |
8 | SCL Tigers | 42 | 5 | 59 | |
9 | EV Zug | 41 | -15 | 58 | |
10 | SC Bern | 41 | -13 | 53 | |
11 | EHC Biel | 41 | -20 | 51 | |
12 | EHC Kloten | 41 | -18 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 41 | -40 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 42 | -61 | 34 |












