Im Gegensatz zur hiesigen National League wird in der NHL um die Spielerlöhne kein Geheimnis gemacht. Gleich nach der Vertragsunterzeichnung wird nebst der Dauer auch das Salär bekannt gegeben. Im Fall von Nico Hischier sind dies fünf Jahre und 58,5 Millionen Dollar, was umgerechnet rund 48 Millionen Franken entspricht – ein Rekord-Deal, der Hischier zum bestbezahlten Schweizer NHL-Star macht.
Sein Devils-Teamkollege, Stürmerstar Jack Hughes, sagte dazu unlängst: «Nico hat sich diesen Vertrag so was von verdient. Er verdient jeden Cent.» Es sei ein wichtiger Schritt gewesen für die Mannschaft, den Captain zu verlängern.
Hischier selbst hat sich an den offenen Umgang mit Geld gewöhnen müssen. Der 27-Jährige ist der Nummer-1-Draft der New Jersey Devils und hält dem Team seit 2017 die Treue. Mit seiner Persönlichkeit auf und neben dem Eis gibt er der Franchise ein Gesicht.
1. Nico Hischier (New Jersey, 2027-32) 11,7 Mio. Dollar/Saison
2. Roman Josi (Nashville, 2020-28) 9,059
3. Timo Meier (New Jersey, 2023-31) 8,8
4. Kevin Fiala (Los Angeles, 2022-29) 7,875
5. Nico Hischier (New Jersey, 2020-27) 7,25
6. J.J. Moser (Tampa Bay, 2026-34) 6,75
7. Timo Meier (San Jose, 2019-23) 6,0
8. Nino Niederreiter (Minnesota, 2017-22) 5,25
9. Mark Streit (Philadelphia, 2013-16) 5,25
10. Kevin Fiala (Minnesota, 2021-22) 5,1
1. Nico Hischier (New Jersey, 2027-32) 11,7 Mio. Dollar/Saison
2. Roman Josi (Nashville, 2020-28) 9,059
3. Timo Meier (New Jersey, 2023-31) 8,8
4. Kevin Fiala (Los Angeles, 2022-29) 7,875
5. Nico Hischier (New Jersey, 2020-27) 7,25
6. J.J. Moser (Tampa Bay, 2026-34) 6,75
7. Timo Meier (San Jose, 2019-23) 6,0
8. Nino Niederreiter (Minnesota, 2017-22) 5,25
9. Mark Streit (Philadelphia, 2013-16) 5,25
10. Kevin Fiala (Minnesota, 2021-22) 5,1
Mit Blick hat der Walliser übers Thema Geld gesprochen.
Blick: Schweizer mögen es nicht, über Geld zu reden. Warum, denken Sie, ist das so?
Nico Hischier: Eine sehr gute Frage. Für viele Menschen ist es ein heikles Thema. Vielleicht, weil sie dann daran gemessen werden, kann ich mir vorstellen. Wir Schweizer sind etwas zurückhaltender, nicht nur bei diesem Thema. So ist unsere Kultur. Ich habe kein Problem damit.
Sie mussten sich anpassen. Als NHL-Spieler kann jeder Ihren Lohn googeln. Hat sich Ihr Verhältnis zu Geld verändert, seit Sie in der NHL sind?
Ich glaube nicht. Ich kam in die NHL, weil ich gerne Hockey spiele. Natürlich war mir bewusst, dass ich jetzt mein Hobby zum Beruf mache und sehr, sehr gut dafür entschädigt werde. Es ist ein Traum, den ich immer noch lebe. Das Finanzielle gibt mir Sicherheit und Stabilität, dafür bin ich sehr dankbar. In der heutigen Welt helfen finanzielle Mittel in gewissen Situationen und vereinfachen sie. Aber wie ich durchs Leben gehe, verändert sich nicht aufgrund meines Verdiensts. Es gibt Wichtigeres im Leben, das mich glücklich macht. Ich orientiere mich an anderen Werten.
Sie wurden als Teenager mit so hohen Summen konfrontiert.
Schon damals hat man überall immer wieder gehört, dass Geld nicht glücklich macht. Natürlich kann es helfen, Dinge kurzfristig zu verbessern, aber langfristig ist man innerlich deshalb nicht zufriedener. Für meine Karriere war Geld nie die treibende Kraft.
Plötzlich wusste jeder, was Sie verdienen. Hat es das schwieriger gemacht für Sie, mit Geld umzugehen?
Nein, ich war einfach zufrieden, dass ich Hockey spielen darf in New Jersey. Ich hatte kein Bedürfnis, mir etwas Verrücktes zu kaufen. Meine Eltern haben mich bodenständig erzogen. Und ich weiss ein gutes Beraterteam hinter mir, das mich in finanziellen Angelegenheiten oder Anlage-Fragen unterstützt. Ich bin kein Materialist, der sich nur etwas kauft, weil er es kann. Mir muss etwas gefallen, dann gönne ich es mir auch mal.
Sie investieren Geld. Haben Sie sich in diese Thematik eingefuchst?
Als 18-Jähriger haben mich Investments noch gar nicht interessiert (grinst). Deshalb gibt es Leute, denen ich in diesen Dingen vertraue. Die haben mich früher schon darin unterstützt. Mittlerweile ist es aber auch Thema in der Garderobe, wir tauschen uns aus, was gerade läuft. Natürlich gibt es immer wieder verschiedene Anfragen. Da muss man sich jeweils selber ein Bild machen. Ich bin aktuell bei Sensopro (Schweizer Fitness- und Gesundheitsunternehmen, die Red.) eingestiegen. Durch Zufall, weil ich vor einigen Jahren in einem Gym eines der Geräte ausprobiert habe. Dadurch entstand der Kontakt. Für mich persönlich ist immer wichtig, dass ich hinter dem Produkt stehen kann, weil ich mich bewusst dafür entscheide. Ich investiere ja nicht nur, sondern bin aktiver Begleiter. Um mich persönlich weiterzuentwickeln, sind solche Engagements auch wichtig. Ich bekomme Einblicke ins Unternehmertum, darin bin ich momentan noch ein absoluter Rookie.
Nico Hischier (27) stammt aus Naters VS. Mit 15 wechselte er vom EHC Visp zum SC Bern, wo er sein NL-Debüt gab. In der nordamerikanischen Junioren-Liga entwickelte sich der Center bei den Halifax Mooseheads weiter. 2017 wurde er im NHL-Draft von den New Jersey Devils als erster Schweizer als Nummer 1 gewählt und debütierte noch in der gleichen Saison. Als Rookie schaffte Hischier auf Anhieb 52 Skorerpunkte (20 Tore).
2019 unterschrieb der Walliser einen Siebenjahres-Vertrag über 50,75 Millionen US-Dollar, den er jetzt mit seinem neuen Fünfjahres-Vertrag über 58,5 Mio. US-Dollar sogar noch übertroffen hat. Vor seinem Comeback nach einer Fussverletzung wurde Hischier im Febuar 2021 zum Devils-Captain ernannt. Er ist nach Mark Streit (NY Islanders) und Roman Josi (Nashville) erst der dritte NHL-Schweizer mit dem C auf der Brust. In seiner bisherigen Zeit mit New Jersey schaffte der Stürmer mit dem Team dreimal die Playoffs.
Sein WM-Debüt gab der NHL-Star bereits mit 19 Jahren, die Heim-WM 2026 in Zürich war das siebte Turnier von Hischier. Bereits seit 2020 gehört er – wenn er dabei ist – zum Leader-Team, führte die Nati schon zweimal als WM-Captain an. Mittlerweile ist er dreifacher WM-Silberheld (2024, 2025, 2026).
Nico Hischier (27) stammt aus Naters VS. Mit 15 wechselte er vom EHC Visp zum SC Bern, wo er sein NL-Debüt gab. In der nordamerikanischen Junioren-Liga entwickelte sich der Center bei den Halifax Mooseheads weiter. 2017 wurde er im NHL-Draft von den New Jersey Devils als erster Schweizer als Nummer 1 gewählt und debütierte noch in der gleichen Saison. Als Rookie schaffte Hischier auf Anhieb 52 Skorerpunkte (20 Tore).
2019 unterschrieb der Walliser einen Siebenjahres-Vertrag über 50,75 Millionen US-Dollar, den er jetzt mit seinem neuen Fünfjahres-Vertrag über 58,5 Mio. US-Dollar sogar noch übertroffen hat. Vor seinem Comeback nach einer Fussverletzung wurde Hischier im Febuar 2021 zum Devils-Captain ernannt. Er ist nach Mark Streit (NY Islanders) und Roman Josi (Nashville) erst der dritte NHL-Schweizer mit dem C auf der Brust. In seiner bisherigen Zeit mit New Jersey schaffte der Stürmer mit dem Team dreimal die Playoffs.
Sein WM-Debüt gab der NHL-Star bereits mit 19 Jahren, die Heim-WM 2026 in Zürich war das siebte Turnier von Hischier. Bereits seit 2020 gehört er – wenn er dabei ist – zum Leader-Team, führte die Nati schon zweimal als WM-Captain an. Mittlerweile ist er dreifacher WM-Silberheld (2024, 2025, 2026).
Charity ist auch ein Thema für Sie?
Ich versuche, jedes Jahr irgendwo zu spenden oder mich zu beteiligen an sozialen Projekten, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Benachteiligten oder nicht so privilegierten Menschen helfen zu können, ist mir wichtig.
Erinnern Sie sich noch, wofür Sie Ihr erstes Taschengeld gespart haben?
Vermutlich für einen neuen Stock (lacht), oder ein Skateboard war es auch einmal. Aber wie viel ich damals pro Monat bekommen habe, daran erinnere ich mich nicht, da müsste man meine Eltern fragen. Als ich als 15-Jähriger von Visp zu Bern wechselte, bekam ich Essensgeld.
Vater Rino Hischier tritt hinzu und sagt: «Du hast in deinen Sommerferien mit Sommerjobs immer dein eigenes Geld dazu verdient.»
Wie tönt das für Sie, wenn man Ihnen sagt: Sie sind ein Millionär?
Es ist einfach so. Ich verstehe es, eben weil unsere Verträge öffentlich sind. Ich nehme das locker, obwohl es mir persönlich lieber wäre, man würde mich nicht so nennen.
Wie viel Geld müsste man Ihnen bieten, dass Sie eine Saison lang aussetzen würden?
Eine fiese Frage. Für kein Geld der Welt natürlich.
