Fans feiern Hockey-Nati mit «Venus vo Bümpliz»
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Gänsehaut-Moment im Stadion:Fans feiern Hockey-Nati mit «W.Nuss vo Bümpliz»

Nati fertigt die Deutschen ab
Hischiers Songwunsch sorgt für Gänsehaut-Moment bei Ehrenrunde

Die Nati bringt die Fans an der Heim-WM ein weiteres Mal zur Ekstase und nimmt mittlerweile auch Einfluss auf den DJ. Nichts zu feiern hat nach dem 1:6 dagegen der deutsche Nationaltrainer Harold Kreis – er muss sich harten Fragen stellen.
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Die Fans feiern die Nati nach dem 6:1-Sieg gegen Deutschland und singen «W. Nuss vo Bümpliz».
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Nati feiert 6:1-Sieg gegen Deutschland zur «W.Nuss vo Bümpliz»
  • Nino Niederreiter glänzt mit zwei Assists, darunter spektakuläre Vorlage im Sitzen
  • Deutschland-Trainer Kreis muss sich kritischen Fragen stellen

Nati feiert zur «W.Nuss vo Bümpliz»

Es ist zur Tradition geworden, dass die Nati nach ihren Siegen an der Heim-WM noch eine Ehrenrunde dreht. Nach dem 6:1-Kantersieg gegen Deutschland erfolgt dies zum Mundart-Klassiker «W. Nuss vo Bümpliz» von Patent Ochsner, der vom DJ gespielt wird – die Fans singen lauthals mit. Ein weiterer Gänsehaut-Moment. Die «W.Nuss von Bümpliz» sei der Wunsch von Nico Hischier gewesen, verrät Roman Josi hinterher. Allerdings war dies auch ganz im Sinn von ihm selbst, denn er verehrt Patent Ochsner genauso. «Es war vor einigen Jahren eines der besten Konzerte, das ich je erlebt habe. Den ganzen Tag hat es auf dem Gurten damals geregnet, doch beim Auftritt von Patent Ochsner war es für eine halbe Stunde schön», erinnert sich der Nati-Captain zurück.

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Kein Genuss für Cadieux

Bei der Abreibung für Deutschland waren einige herrlich herauskombinierte Traumtore der Nati dabei. Konnte diese auch Nati-Trainer Jan Cadieux auf der Bank geniessen? «Mir war schon bewusst, dass es schöne Tore waren. Aber in den Gedanken bin ich jeweils immer schon beim nächsten Wechsel – ich bin nicht dafür da, zu geniessen», sagt er mit einem Schmunzeln.

«Ich versuche, jedes Spiel zu geniessen»
1:30
Malgin nach Gala-Auftritt:«Ich versuche, jedes Spiel zu geniessen»

Niederreiter mit der Heugabel

Als die Schweizer minutenlang gegen die Deutschen zaubern im Mitteldrittel, trägt sich auch Nino Niederreiter endlich in die Skorerliste ein mit zwei Assists. Besonders sehenswert: seine Vorbereitung von Bertschys 3:0. Vor dem Tor auf dem Eis liegend, spielt der Churer NHL-Stürmer (Winnipeg) den Puck noch irgendwie zum Torschützen. Nach dem 6:1-Kantersieg sagt der 33-Jährige grinsend: «Wie mit der Heugabel habe ich die Scheibe noch ausgegraben. Ich wusste, Bertschy sollte irgendwo dort stehen und es ging super auf. Genau das hat unsere Linie noch gebraucht, es war noch nicht unser Turnier bis jetzt. Aber wir wussten, wenn wir so weiterfahren, können wir auch erfolgreich sein.»

Kreis im Kreuzfeuer der Medien

Kritischen Fragen der deutschen Medien muss sich nach der Klatsche gegen die Schweiz der deutsche Bundestrainer Harold Kreis stellen. Etwa, weshalb er nicht versucht habe, das Schweizer Tor-Feuerwerk mit einem Timeout zu durchbrechen? «Das machte wenig Sinn, weil es in dieser Zeit gleich zwei Commercial-Breaks gegeben hat», entgegnet der ehemalige ZSC- und Lugano-Meistertrainer. Und weshalb er Goalie-Debütant Jonas Stettmer, der sein erstes Länderspiel bestritt, nicht erlöst habe? Kreis dazu: «Das haben wir zwar überlegt, fanden wir aber nicht zielführend, denn Jonas hat ein gutes Spiel gemacht.» Gut war für Kreis auch der Start der Partie, man sei auf Augenhöhe gewesen, bis man die Schweizer mit Eigenfehlern zum Toreschiessen eingeladen habe: «Die haben jeden Riss bei uns genutzt.»

Stucki legt Cooly aufs Kreuz

Während den Commercial-Breaks, wegen denen Harold Kreis also auf sein Timeout verzichtet hat, wird das Publikum in der Swiss Life Arena jeweils unterhalten. Einmal sogar mit dem früheren Schwingerkönig Christian Stucki, der ein grosser Hockeyfan ist und mit der Nati mitfiebert. Stucki liess es sich nicht nehmen, WM-Maskottchen Cooly zur Begeisterung und Belustigung der Zuschauer aufs Kreuz zu legen.

Bertschy freut sich für Biasca

Attilio Biasca kam als 13. Stürmer gegen Deutschland zu seinen ersten WM-Einsätzen. Dies freut auch seinen Fribourg-Teamkollegen Christoph Bertschy: «Ich mag es ihm mega gönnen und hab ihm auf dem Eis auch schon gratuliert. Es ist eine sehr schöne Story für uns Fribourger, er hat sich das mit seiner starken Saison verdient.» 

«Ich nehme es nicht für selbstverständlich»
1:33
Biasca über sein WM-Debüt:«Ich nehme es nicht für selbstverständlich»

Berra wurde gemeldet

Nach seiner überstandenen Krankheit stand Meistergoalie Reto Berra am Montag erstmals auf dem Eis. Und alles scheint beim 38-Jährigen wieder in bester Ordnung zu sein. Denn noch am gleichen Tag wurde er offiziell gemeldet, womit Kevin Pasche, der im Training für den Fribourg-Keeper ausgeholfen hatte, nun nicht mehr benötigt wird. Noch nicht registriert sind weiterhin Verteidiger Lukas Frick und Stürmer Nicolas Baechler.

Deutsche Fans mit Sportsgeist

Die deutschen Fans nahmen die Schlappe gegen den Nachbarn mit bemerkenswerter Gelassenheit und viel Sportsgeist hin. Einige filmten sogar mit ihren Handys die Feierlichkeiten der Schweizer Fans. Auch von Schweizer Seite war nichts von jener Aggressivität zu spüren, wie man sie vom Liga-Betrieb kennt. Die deutschen Spieler wurden zwar ausgepfiffen, als sie aufs Eis kamen, und es gab auch Pfiffe, als der deutsche Aggressivleader und NHL-Star Moritz Seider als bester Spieler seines Teams (bei den Schweizern war es Roman Josi) ausgezeichnet wurde, doch auf Häme wurde verzichtet. Kein «ihr könnt nach Hause fahren!» oder sonstige Provokationen. Dafür wurde munter mitgesungen und mitgeschunkelt, wenn zum Beispiel der Italo-Evergreen «Tornerò» erklang. 

WM-Kader und Spiele der Nati

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz, 16.20 Uhr
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien, 20.20 Uhr
23. Mai: Schweiz – Ungarn, 16.20 Uhr
26. Mai: Schweiz – Finnland, 20.20 Uhr

Viertelfinals: 28. Mai 16.20 Uhr und 20.20 Uhr in Freiburg und Zürich
Halbfinals: 30. Mai 14.20 Uhr und 18.20 Uhr in Zürich
Spiel um Platz 3: 31. Mai 15.20 Uhr in Zürich
Final: 31. Mai 20.20 Uhr in Zürich

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz, 16.20 Uhr
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien, 20.20 Uhr
23. Mai: Schweiz – Ungarn, 16.20 Uhr
26. Mai: Schweiz – Finnland, 20.20 Uhr

Viertelfinals: 28. Mai 16.20 Uhr und 20.20 Uhr in Freiburg und Zürich
Halbfinals: 30. Mai 14.20 Uhr und 18.20 Uhr in Zürich
Spiel um Platz 3: 31. Mai 15.20 Uhr in Zürich
Final: 31. Mai 20.20 Uhr in Zürich

Wartezeiten am Bahnhof Altstetten

Mit einem 6:1-Sieg gegen den Erzrivalen Deutschland im Gepäck lässt sich das für Schweizer Fans, die aus dem ganzen Land angereist waren, leichter verkraften: Am Bahnhof Altstetten bei der Zürcher Swiss Life Arena bildete sich ein Stau der Menschenmenge, die zu den Zügen wollte. Aus Sicherheitsgründen wurden die 10’000 Fans kanalisiert zur Bahnhofshalle geführt und per Lautsprecher aufgefordert, Ruhe zu bewahren.

Noch näher dran an der Schweizer Hockey-Nati

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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
9
9
2
Finnland
Finnland
3
9
9
3
Österreich
Österreich
2
5
6
4
Lettland
Lettland
2
0
3
5
USA
USA
3
-2
3
6
Ungarn
Ungarn
2
-5
0
7
Großbritannien
Großbritannien
2
-7
0
8
Deutschland
Deutschland
3
-9
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
3
12
9
2
Tschechische Republik
Tschechische Republik
3
3
7
3
Slowakei
Slowakei
2
4
6
4
Norwegen
Norwegen
2
3
3
5
Schweden
Schweden
3
1
3
6
Slowenien
Slowenien
2
-3
2
7
Italien
Italien
2
-9
0
8
Dänemark
Dänemark
3
-11
0
Playoffs
Abstieg
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