Von Pommes bis Krokodil
Die verrücktesten Schmuggel-Fälle der Schweiz

Von Tonnen Pommes über 100 Quintillionen Dollar‑Scheine bis zum Krokodilkopf im Koffer: Schweizer Zollbeamte stossen immer wieder auf skurrile Schmuggel-Fälle. Dabei werden selbst Brotlaibe, Panettoni und ein Mini-Unterseeboot zum Versteck.
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2025 machte das BAZG einen kuriosen Fund von Banknotenfälschung. (Symbolbild)

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zoll findet 2026 in Basel überladene Lieferwagen mit Fast-Food-Schmuggel
  • Tonnenweise Pommes und Nuggets ohne Kühlung und Einfuhrabgaben entdeckt
  • Zwei Fahrer verzeigt, beschlagnahmte Ware umfasst mehrere Tonnen Lebensmittel
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Bei Zollkontrollen im Raum Basel stiessen die Mitarbeitenden des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) kürzlich auf einen spektakulären Fast-Food-Schmuggel. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden mehrere Tonnen Pommes Frites und Chicken Nuggets in zwei Lieferwagen sichergestellt. Die Fahrzeuge waren überladen, die Kühlkette wurde missachtet und die Einfuhrabgaben nicht entrichtet. Zwei irakische Fahrer wurden verzeigt und die Lebensmittel beschlagnahmt.

Es ist nicht der erste skurrile Schmuggelversuch, der den Zöllnern auffällt. Diese Fälle zeigen, wie kreativ Schmuggler manchmal werden können:

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100 Quintillionen Dollar

Im vergangenen Jahr vermeldete das BAZG am Flughafen Zürich einen kuriosen Fund: Bei einer Kontrolle im Frachtbereich entdeckten die Beamten angebliche simbabwische Banknoten im Wert von «One Hundred Quintillion Dollar», versehen mit dem Hinweis «24K Gold».

Doch von Gold war keine Spur. Statt eines Schatzes fanden die Zollbeamten Kunststoffscheine mit goldfarbener Beschichtung, ein klarer Fall von Banknotenfälschung. 

Krokodilkopf im Koffer

Auch dieser Fund hat das Zeug zum skurrilsten Schmuggelfall der vergangenen Jahre: Bei der Gepäckkontrolle eines Rückkehrers aus Thailand entdeckten die Bazg-Mitarbeiter im Februar 2025 den Kopf eines artengeschützten Siam-Krokodils im Koffer eines Reisenden.

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Der Krokodilkopf gehört zu einer geschützten Art, deren Handel streng verboten ist. Eine entsprechende Bewilligung fehlte selbstverständlich, weshalb die Zollbehörde das Tierteil sicherte und dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen übergab.

Brotlaib als Schatztruhe

Am 19. November 2025 stoppten Zollbeamte am Grenzübergang St. Margrethen SG ein Auto mit französischem Kontrollschild. Der Fahrer und Beifahrer, beide Rumänen, wurden kontrolliert und die Beamten machten einen skurrilen Fund: Schmuck, Uhren und ein Goldvreneli, teilweise versteckt in einem Brotlaib.

Die Beute, so der Verdacht, stammte aus einem Einbruchdiebstahl in Zürich. Das BAZG beschlagnahmte die Schmuckstücke und übergab die Verdächtigen samt Deliktsgut der Kantonspolizei St. Gallen zur Weiterleitung an die Zürcher Behörden.

66 Panettoni und Mozzarella über die Grenze geschmuggelt

Am Grenzübergang Brusata TI stoppte der Zoll Ende 2025 einen Italiener mit über 100 Kilogramm unverzollter Lebensmittel. Der Food-Truck-Unternehmer hatte 66 Panettoni, 28 Kilogramm Mozzarella, 5 Kilogramm Frischfleisch, rund zehn Focaccia-Brote und 164 Liter Öl in seinem Fahrzeug geschmuggelt. Der 51-Jährige war ohne Warendeklaration mit seinem Lieferwagen in die Schweiz eingereist. 

Ein Unterseeboot am Luganersee

Dieser Fall ist fast schon historisch: Am Luganersee entdeckten italienische Grenzwächter im November 1947 ein kleines Unterseeboot, kaum drei Meter lang, das bis zu 450 Kilogramm Ware transportieren konnte. Der Antrieb erfolgte über Fusspedale, die direkt mit der Bootsschraube verbunden waren. Schon damals zeigten Schmuggler also erstaunliche Einfälle, um ihre Ladung unbemerkt über die Grenze zu bringen.

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