Das steckt dahinter
Chinese mit über 2000 Ameisen im Gepäck erwischt

Ein Chinese wurde am Flughafen Nairobi festgenommen. Im Gepäck: 2248 geschützte Ameisen. Was steckt dahinter?
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Mit so vielen Ameisen im Gepäck wurde der Chinese erwischt.
Foto: KWS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chinese Mann in Nairobi mit 2000 geschützten Gartenameisen erwischt
  • Ameisen in Reagenzgläsern und Toilettenpapier versteckt transportiert
  • Kenya Wildlife Service warnte 2025 vor steigender Ameisennachfrage
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Johannes HilligRedaktor News

Drogen, Medizin und Alkohol: Am Flughafen wird viel geschmuggelt – sogar Tiere. Ein chinesischer Staatsbürger ist am Jomo Kenyatta International Airport (JKIA) in Nairobi (Afrika) festgenommen worden, weil er versuchte, rund 2000 Ameisen ausser Landes zu schmuggeln. Er wollte die geschützten Insekten nach China bringen, wie die BBC berichtet.

Die Behörden entdeckten die lebenden Ameisen bei einer Routinekontrolle im Gepäck des Verdächtigen. Laut Staatsanwalt Allen Mulama wurden «1948 Gartenameisen in speziellen Reagenzgläsern verpackt» und weitere «300 lebende Ameisen in drei Rollen Toilettenpapier» versteckt aufgefunden. Der Schmuggler hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäussert.

Bedeutung der Ameisen für das Ökosystem ist enorm

Die Gartenameisen, wissenschaftlich als Messor cephalotes bekannt, stehen unter dem Schutz internationaler Biodiversitätsabkommen. Ihr Handel ist streng reguliert. Der Kenya Wildlife Service (KWS) warnte bereits 2025 vor der steigenden Nachfrage nach diesen Ameisen, insbesondere auf den exotischen Heimtiermärkten in Europa und Asien. Sammler halten die Tiere illegal in Terrarien.

Die Ermittler vermuten, dass der Chinese mit einem internationalen Schmuggelring in Verbindung steht. Die Bedeutung der Ameisen für das Ökosystem ist enorm. Die KWS betonte, dass die Entfernung dieser Art aus ihrem natürlichen Lebensraum die Bodenqualität und die Biodiversität gefährden kann. 

Nicht nur Ameisen werden geschmuggelt. Immer wieder kommt es zu kuriosen Versuchen – auch in der Schweiz.

Teekannen-Schmuggler

Im Dezember 2024 versuchte ein Mann chinesische Antiquitäten im Wert von 71'000 Euro (64'000 Franken) über die Grenze von der Schweiz nach Deutschland zu schmuggeln. Bei einer Kontrolle entdeckten Zöllner des Hauptzollamts Singen filigran bemalte Schälchen und eine Teekanne. «Die 15, teils über 100 Jahre alten, Antiquitäten waren sorgfältig in Luftpolsterfolie verpackt im Kofferraum eines in Belgien zugelassenen BMWs verstaut», wie der deutsche Zoll mitteilte.

Der Fahrer hatte die Antiquitäten in der Schweiz erworben und war, ohne sie beim Zoll anzumelden, nach Deutschland eingereist. Aufgrund der Nichtanmeldung der Waren wurde gegen den Fahrer ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.

Ekel-Koffer an deutschem Flughafen

Anfang des Jahres entdeckten Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen etwas Übelriechendes. Als ein Reisender nach seinen Türkei-Ferien seinen Koffer durch den anmeldefreien Zollbereich zog, stieg den Beamten direkt ein ekelerregender und penetranter Gestank aus dem Gepäck in die Nase. 

Eingewickelt in Plastiktüten hatte der Reisende aus Belgien ein ganz spezielles Souvenir transportiert: einen Wildschweinschädel samt Unterkiefer und enormen Hauern! 

Die Haar- und Fleischreste am Tierschädel verfaulten und stiessen einen beissenden Gestank aus. Der gebürtige Türke, der aus Kayseri nach Düsseldorf eingereist war und seinen Heimweg nach Belgien antreten wollte, erklärte, dass es sich um eine Jagdtrophäe aus den Ferien handle. 

Zwergspitz-Schmuggel

Am Grenzübergang Gondo erschienen im September 2025 eine Schweizerin (26) und eine Serbin (48) am Zoll und meldeten die Einfuhr der Tiere an. Sie legten die Tierpässe sowie angebliche Kaufverträge aus Griechenland vor. Doch den Zöllnern kam die Geschichte schnell seltsam vor – zu Recht. In Wahrheit stammen die Tiere aus Serbien.

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