Darum gehts
- Terrorattacke in Berlin fordert ein Todesopfer und 29 Verletzte.
- Sicherheitsdispositiv für schweizerische Pride-Events wird überprüft und angepasst.
- Kantonspolizei Aargau: Sicherheitsrisiken bereits vor Ereignis in Berlin erkannt.
Die Terrorattacke von Samstagnacht in Berlin schockiert noch immer – auch in der Schweiz. Nachdem Abdul Ballout (†21) mit einem Mini-Van in eine Menschenmenge am Rande der CSD-Feierlichkeiten raste, wobei eine Frau ihr Leben verlor und 29 weitere Personen verletzt wurden, stellt sich die Frage nach der Sicherheit bei Schweizer Pride-Events.
«Es ist ein Stich ins Herz der queeren Community», erklärte Adrian Knecht, der Co-Präsident der Schwulenorganisation Pink Cross, am Sonntag gegenüber Blick. Hierzulande stehen noch einige offizielle Veranstaltungen der queeren Community an – unter anderem die Pride in Aarau AG und die Khur Pride in der Bündner Kantonshauptstadt. Die Ereignisse in Berlin fliessen in die Planung beider ein.
Entsprechende Anpassungen werden überprüft
«Das Sicherheitsdispositiv für die im September in Aarau geplante Pride-Veranstaltung wurde von der Kantonspolizei Aargau in enger Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Aarau bereits vor dem Ereignis in Berlin erarbeitet und festgelegt», erklärt Polizeisprecherin Sarah Furrer von der Kapo Aargau.
Die polizeiliche Lagebeurteilung soll bereits im Vorfeld gezeigt haben, dass im Zusammenhang mit der geplanten Kundgebung «bestimmte Sicherheitsrisiken bestehen». Diese habe man in der Einsatzplanung berücksichtigt. Auch die Ereignisse in Berlin werde man «im Rahmen der laufenden Lagebeobachtung in die fortlaufende Beurteilung der Sicherheitslage einbezogen.»
Auch bei der Khur Pride beschäftigt die Veranstalter das Geschehene. Wie die Stadtpolizei erklärt, würde man sich in ständigem Kontakt befinden. «Wir werden in nächster Zeit zusammensitzen und die geplante Route der Veranstaltung analysieren. Daraus werden wir ableiten, ob aufgrund der geltenden Sicherheitslage zusätzliche Sicherheitsmassnahmen nötig sind.»