500 Menschen gedenken verstorbener Maria S. (†22)
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Trauermarsch in Aarau:500 Menschen gedenken verstorbener Maria S. (†22)

Kritik an Einsatz in Aarau
Waren die Krankenwagen nach dem Amoklauf zu spät am Tatort?

Ein Amoklauf in Aarau erschüttert die Schweiz: Ein Täter schoss in der Nacht auf Sonntag 40-mal in eine Menschenmenge, tötete eine Frau. Jetzt gibt es Kritik an der Polizei und Rettungskräften.
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Nach dem Amoklauf in Aarau kommt Kritik am Vorgehen der Einsatzkräfte auf.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Amoklauf in Aarau: Mann schiesst am 30. August 40 Mal, 1 Tote
  • Kritik an Polizei: Ambulanz wartete fast eine Stunde 600 Meter entfernt
  • Überlebende Alexa S.: Erst um 4:20 Uhr ins Spital gebracht
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Mattia JutzelerRedaktor News

Die Bestürzung nach dem Amoklauf in Aarau hat die Schweiz auch fast eine Woche nach der Tat noch immer fest im Griff. In der Nacht auf Sonntag um etwa 2:30 Uhr gab ein Mann 40 Schüsse in eine feiernde Menschenmenge nach einer Technoparty ab. Die 22-jährige Maria S. verstarb, sechs weitere Menschen wurden verletzt. Stunden später konnte die Polizei den mutmasslichen Täter, Julien G. (43) aus dem Kanton Jura, verhaften.

Nun kommt jedoch Kritik am Vorgehen der Einsatzkräfte auf. Ein anonymer Augenzeuge erzählte der «Aargauer Zeitung», die Krankenwagen seien in der Nacht des Geschehens viel zu spät am Tatort gewesen. «Die Polizei kann noch so behaupten, die Ambulanz sei schnell vor Ort gewesen», sagte der Augenzeuge der Zeitung. «Die Ambulanz war vorne am Anfang der 30er-Zone.»

Krankenwagen «irgendwann» angekommen

Tatsächlich haben die Krankenwagen lange an der Einfahrt, rund 600 Meter vom eigentlichen Tatort entfernt, gewartet. Diesen Standort bestätigen der «Aargauer Zeitung» unabhängige Quellen aus dem Kreis der Rettungskräfte. Als die Polizei das Gelände freigab, wären stattdessen Rettungssanitäter und Notfallärztinnen zu Fuss zum Tatort geeilt, um sich um die Verletzten zu kümmern. Wann genau die Ambulanz aufs Gelände gelassen wurde, ist unklar.

Die Schilderungen passen auch zum Bericht von Alexa S. (24). Sie wurde bei dem Amoklauf verletzt. Im Interview mit Blick erzählte sie, dass «irgendwann» auch die Krankenwagen angekommen seien. «Sie durften wegen der Gefahr nicht aufs Gelände, weil ja der Schütze noch frei herumlief. Die beiden Helfer sind dann mit mir nach vorne, wo ich in die Ambulanz gestiegen bin.» Erst gegen 4.20 Uhr, also fast zwei Stunden nach dem Amoklauf, sei Alexa ins Spital gefahren worden.

War die Einfahrt blockiert?

Die Polizei begründete ihr Vorgehen bei einer Medienkonferenz am Mittwoch mit der unübersichtlichen Situation am Tatort. «Erst wenn das Gelände gesichert ist, können wir die Rettungskräfte durchlassen», so Einsatzleiter Matthias Schildknecht.

Laut den Quellen aus dem Kreis der Rettungskräfte sei die Zufahrt zum Tatort sogar von Fahrzeugen der Polizei versperrt gewesen. Ob das jedoch tatsächlich stimmt, bleibt offen. Die Kantonspolizei wollte dazu keine Stellung nehmen.

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