Dieses Video entstand drei Minuten vor den Schüssen
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Party war in vollem Gang:Video entstand drei Minuten vor den Schüssen

Alexa S. (24) ist das deutsche Opfer am Aarauer Rave
«Ich wurde zweimal in meinem linken Hüftspeck angeschossen»

Sie wollte feiern und liegt nun im Spital: Die Deutsche Alexa S. ist eine der Verletzten der Rave-Schiesserei in Aarau. Die 24-Jährige wollte gerade nach Hause gehen, als sie von hinten getroffen wurde.
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Alexa S. (24) aus Reichenburg SZ ist zweimal angeschossen worden.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Aarauer Rave sind am Sonntag fünf Personen verletzt worden, eine getötet
  • Opfer Alexa S. wurde zweimal in die Hüfte geschossen
  • Polizei fand zwei Kaliber, Täter verhaftet, weitere Ermittlungen laufen
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Qendresa LlugiqiReporterin News

Alexa S.* (24) liegt im Spital. Dort versucht sie seit dem frühen Sonntagmorgen, das Geschehene Revue passieren zu lassen. Nur: «Es ist schwierig, alles ging so schnell», sagt die 24-Jährige aus Reichenburg SZ am Montag zu Blick. Die Deutsche ist eine der fünf Verletzten der Rave-Schiesserei in Aarau. Ihr Leben verloren hat die Italienerin Maria S.*

Alexa S. erinnert sich: Gegen 16 Uhr kam sie mit ihren Eltern und einem Freund der Familie auf dem Partygelände im Aarauer Schachen an. «Die Stimmung war toll, wir haben gefeiert», sagt S. «Es war einer der besten Raves, die ich je besucht habe!»

Ihre Eltern verlassen gegen 23 Uhr die Party. Kurz nach 2 Uhr macht sich Alexa S. auf den Weg nach draussen, um nach Hause zu gehen. «Plötzlich hörten wir Schüsse und Schreie. Jemand rief, wir sollten runtergehen.»

Sie sei auf den Boden gegangen und habe sogleich Schutz gesucht. «In dem Moment habe ich nicht begriffen, dass es mich erwischt hat, ich war voller Adrenalin», sagt S. «Erst später realisierte ich, dass ich blute.»

Zwei Männer seien ihr zu Hilfe geeilt. «Sie haben sich um mich gekümmert. Ich bin ihnen so dankbar!»

Mehrmals verhört

Irgendwann einmal seien auch die Krankenwagen angekommen. Nur: «Sie durften wegen der Gefahr nicht aufs Gelände. Die beiden Helfer sind dann mit mir nach vorne, wo ich in die Ambulanz gestiegen bin», so S. Gegen 4.20 Uhr sei sie ins Spital gefahren worden.

S. sagt mit einem Augenzwinkern: «Ich wurde zweimal in meinem linken Hüftspeck angeschossen. Es sind zwei Streifschüsse.» Sie verarbeite das Ganze mit Humor, schliesslich habe sie Glück im Unglück gehabt. Auch verbessere sich ihr Zustand: «Alles verheilt gut. Am Dienstag werden die Drainagen gezogen. Am Mittwoch ist die Entlassung geplant.» Im Spital sei sie mehrere Male von der Polizei verhört und auch vom Gerichtsmediziner besucht worden.

«Wieso macht jemand so etwas?»

Nachdenklich erklärt S.: «Auch jetzt noch habe ich nicht wirklich realisiert, was da passiert ist oder wer auf uns geschossen hat. Ich bin einfach nur froh, sind meine Eltern vorher gegangen und dass ihnen nichts passiert ist.» In Gedanken sei sie auch bei den anderen Verletzten – und bei der Toten, Maria S. «Es tut mir so leid um sie!»

Dass am Montag die Meldung über eine Verhaftung erfolgte, erleichtert S. Sie gibt jedoch zu: «Durch die zwei verschiedenen Kaliber, die entdeckt wurden, habe ich im Hinterkopf immer noch zwei Täter gespeichert. Ich hoffe bloss, dass sie den Richtigen haben und er wirklich alleine gehandelt hat.»

Was sie beschäftige: «Wieso macht jemand so etwas? Egal, was im Leben falsch läuft, man kann sich doch Hilfe holen und muss andere nicht verletzen.»

* Namen bekannt 

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