Darum gehts
- Grosseinsatz der Polizei bei Aarauer Pferderennbahn nach Schüssen
- Polizei bestätigt mehrere Schussabgaben – ein Todesopfer und fünf Verletzte
- Todesopfer ist 22-jährige Italienerin
- Die Fahndung nach unbekannter Täterschaft läuft weiter
- Tatortbegehung am Sonntagabend
Was wir bisher wissen
Im Aarauer Schachen fielen an einer Rave-Party Schüsse – das wissen wir bisher.
Was passiert ist
Kurz nach 2.30 Uhr am Sonntagmorgen wurden im Rahmen des Aarauer Rave bei der Pferderennbahn Schüsse abgegeben. Die Kapo Aargau ging mit einem Grossaufgebot vor Ort. Neben der Polizei sind auch zahlreiche Rettungskräfte, das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) des Kantons Aargau und ein Superpuma der Armee im Einsatz sowie weitere Kantonspolizeien. Auch die deutsche Polizei beteiligt sich laut DPA an der Fahndung.
Augenzeugen hielten die Schüsse zunächst für ein Feuerwerk. Mittlerweile ist bekannt, dass die Täterschaft aus zwei verschiedenen Waffen feuerte. Die ersten Schüsse fielen gemäss Polizeiangaben um 2.33 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war die Musik bereits abgestellt, viele Besucher waren bereits auf dem Heimweg. Über 100 Personen waren noch vor Ort.
Gab es Verletzte oder Tote?
Laut dem aktuellen Stand der Kapo forderten die Schüsse ein Todesopfer und fünf zum Teil schwer verletzte Personen. Alle haben ihren Wohnsitz in der Schweiz. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 22-jährige Italienerin. Sie erlag noch vor Ort ihren Verletzungen.
Mindestens eine der verletzten Personen ist sehr schwer verletzt. Alle fünf Verletzten befinden sich im Spital, es handelt sich um vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 31 Jahren. Die vier Männer sind Schweizer Staatsangehörige, bei der Frau handelt es sich um eine Deutsche. Gemäss Einschätzung der Polizei handelt es sich um zufällige Opfer.
Was ist mit der Täterschaft?
Zur Täterschaft ist bisher nicht viel bekannt. Die Fahndung läuft weiterhin auf «Hochtouren». Ob es sich um eine Person oder mehrere Beteiligte handelt, ist nicht klar. Auch das Motiv ist weiterhin unklar.
Wie geht es nun weiter?
Die Kapo erklärte, man bleibe mit einer erhöhten Präsenz über Aarau hinaus im Einsatz. Das Gelände rund um die Pferderennbahn, das Schwimmbad und den Sportplatz ist grossräumig gesperrt. Die Polizei bittet die Bevölkerung, dem Gebiet fernzubleiben. Ein Ende des Grosseinsatzes ist gemäss Polizei noch nicht absehbar.
Vier Schweizer und eine Deutsche verletzt
Nach den tödlichen Schüssen am Aarauer Rave in der Nacht auf Sonntag ist nun auch klar, welche Staatsangehörigkeit die fünf Verletzten haben. Zuerst hiess es vonseiten der Kapo Aargau, zwei der Personen im Spital seien italienische Staatsangehörige – nun korrigiert die Polizei diese Angaben.
Es würde sich um vier Schweizer und eine Deutsche handeln. Dass jemand eine schweizerisch-italienische Doppelbürgerschaft innehat, ist nicht ausgeschlossen. Alle Verletzten sind ausser Lebensgefahr.
Tatortbegehung am Sonntagabend
Aktuell können sich Medienvertreter bei einer Tatortbegehung mit der Kantonspolizei Aargau selbst ein Bild vor Ort machen. Auch Blick-Reporter Devin Schürch ist vor Ort. Erste Bilder zeigen verschiedene Perspektiven auf das Veranstaltungsgelände.
Zunächst wird die Seite des Veranstaltungsgeländes nahe des Rave-Ortes begangen.
Unter dem schrägen Dach wurde der Rave veranstaltet. Kurz nach Ende der Veranstaltung fielen die Schüsse.
Auf der anderen Seite des Geländes erhielt Reporter Devin Schürch Einblick auf die Tribüne für die Pferderennen.
Bundespräsident Parmelin drückt seine Anteilnahme aus
Am Sonntagabend hat sich Bundespräsident Guy Parmelin (66) auf X mit einer Botschaft gemeldet und drückt seine Anteilnahme aus.
«Ich bin tief betroffen über die tragischen Ereignisse der vergangenen Nacht in Aarau. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie und Angehörigen des jungen Opfers. Meine Gedanken sind auch bei allen Verletzten, denen ich eine rasche und vollständige Genesung wünsche. In diesen schweren Stunden gilt meine ganze Anteilnahme allen Menschen, die von diesem tragischen Ereignis betroffen sind», schreibt Parmelin.
Wonach wird schweizweit gefahndet?
«Nach Hinweisen, Meldungen und Bildern», präzisiert Leupold. Dabei stehe man auch in Kontakt mit anderen Polizeibehörden, um den flüchtigen Täter zu lokalisieren.
Auch die unverletzten Personen seien befragt worden als mögliche Auskunftspersonen. Zudem seien auch die wenigen Videos, die zirkulierten, ausgewertet worden.
Wo fielen die Schüsse zuerst?
«Wir haben noch keine gesicherten Erkenntnisse, wo zuerst geschossen wurde. Wir wissen nur, dass an zwei verschiedenen Orten geschossen wurde», sagt der Polizeikommandant. Damit ist noch unklar, ob die Schüsse nahe des Raves bei der Pferderennbahn zuerst erfolgten oder die Schüsse bei den Fahrenden.
Fahrzeuge hätten für die Flucht der Täter eine Rolle gespielt, betont Leupold.
Aus dem Publikum wird gefragt, ob auch Fahrende verletzt wurden. Diese Frage kann der Polizeikommandant verneinen. Zwar sei in der Nähe der Fahrenden geschossen worden, die Fahrenden seien jedoch glücklicherweise nicht verletzt worden.
Stehen die Verletzten in Verbindung miteinander?
«Wir sehen im Moment keine Verbindung zwischen den Verletzten. Wir gehen davon aus, dass es sich um Zufallsopfer handelt», sagt Leupold auf die Frage aus dem Publikum hin.
Munition von zwei Waffen gefunden – was heisst das zur Anzahl der Täter?
«Ein Täter kann auch aus zwei Waffen schiessen, vielleicht nicht gleichzeitig», sagt Leupold auf eine Frage aus dem Publikum zur gefundenen Munition von zwei Waffen am Tatort. Dieser Hinweis könne daher nicht erklären, ob es sich um einen oder mehrere Täter handle.
Wie viele Täter gibt es?
Aus dem Publikum wird eine Frage gestellt, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Und auch nach dem konkreten Motiv wird gefragt.
Leupold erklärt, dass bislang noch keine Hinweise zum Motiv vorliegen. Er verweist auf die drei Hypothesen.
Zum Täter sei noch nichts bekannt. Deshalb könnten auch keine Angaben gemacht werden, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt.
Staatsanwaltschaft äussert sich
Ermittelt werde wegen vorsätzlicher Tötung, erklärt der leitende Oberstaatsanwalt Umbricht. Die Leitung der Ermittlungen obliegt momentan jedoch noch der Polizei. Die Staatsanwaltschaft wolle deshalb einen Antrag stellen, um ebenfalls die Leitung der Ermittlungen übernehmen zu können.
Munition von zwei verschiedenen Waffen gefunden
«Die umfangreichen Ermittlungen und Einsatzaktionen finden seit der Nacht im hohen Masse statt», betont Schildknecht. Auch in der kommenden Nacht werden die Untersuchungen am Tatort und der Suche nach dem flüchtigen Täter weitergeführt.
Er präzisiert die Untersuchungen am Tatort: «Am Tatort wurde Munition von zwei verschiedenen Waffen gefunden. Zum einen Hülsen, die typischerweise in Pistolen und Maschinenpistolen gefunden werden, sowie eine andere Hülsen-Art, wie sie bei Langgewehren, beispielsweise bei Sturmgewehren, eingesetzt werden.»
Beim Aarauer Rave auf der Pferderennbahn sind am frühen Sonntag Schüsse gefallen. Die Kantonspolizei Aargau bestätigte gegenüber Blick einen laufenden Grosseinsatz. Laut ersten Infos ist eine Person gestorben, fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. «Die Fahndung nach der unbekannten Täterschaft läuft. Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat sind noch unklar», schreibt die Kapo weiter.
Der Vorfall sei auf die «Pferderennbahn lokalisiert», so Vanessa Rumpold, Mediensprecherin der Kantonspolizei Aargau. «Es ist noch nicht klar, was genau vorgefallen ist», so Rumpold. Bestätigen kann die Polizei zur Zeit lediglich «mehrere Schussabgaben bei einer grösseren Personengruppe». Im Einsatz stehen auch das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) des Kantons Aargau und ein Superpuma der Armee. Dieser ist jedoch ohne Scheinwerfer unterwegs.
Polizei spricht von «Sonderlage»
Auf X bestätigte die Polizei kurz vor 6 Uhr noch, dass es «mehrere Opfer» gibt. Nun ist klar: Eine Person ist tot. Kurz nach 7 Uhr erklärte Pascal Wenzel, Mediensprecher der Kapo Aargau, es handle sich derzeit um eine «Sonderlage».
Die Fahndung dauert an. Das Schwimmbad in der Nähe des Schachen bleibt zudem am Sonntag geschlossen, das Gelände um die Pferderennbahn und den Sportplatz ist gesperrt. Die Polizei bittet die Bevölkerung, dem Gebiet fernzubleiben. Die Polizei zeigt vorsorglich über Aarau hinaus erhöhte Präsenz.
Zur Identität der Täterschaft tappt die Polizei offenbar im Dunkeln. Wenzel erklärt, man könne aufgrund des laufenden Einsatzes keine genaueren Angaben machen. Personen, die über Videos oder Bilder des Ereignisses verfügen, werden gebeten, diese der Polizei zur Verfügung zu stellen.
Eine Leserin erklärte gegenüber Blick, ihre Freundin habe den Vorfall vor Ort miterlebt. Sie haben sich unter dem DJ-Pult versteckt – ein weiterer Leser war ebenfalls vor Ort und dachte zuerst, es habe sich um Feuerwerk gehandelt.
«Wiederholt Schüsse»
Der Vorfall ereignete sich offenbar kurz nach 2.30 Uhr. Ein Leserreporter berichtete von «wiederholten Schüssen». In einem Video, das Blick vorliegt, ist um 2.35 Uhr Serienfeuer zu hören.
Offenbar stehen «sehr viele» Polizeiautos und Ambulanzen im Einsatz. Das Gebiet um die Pferderennbahn ist grossräumig abgesperrt, auch die Feuerwehr ist vor Ort. Bei der Umfahrung des Sperrgebiets führt die Polizei Personenkontrollen durch.
Zeitgleich fand am Samstagabend «Musig i de Altstadt Aarau» (Mida) statt. Beim Zusammenräumen der Bühne sei man über einen grösseren Vorfall bei der Konkurrenzveranstaltung auf der Pferderennbahn informiert worden, so ein Mitglied des Mida-Organisationskomitees zu Blick. Auch er habe pausenlos Alarmsirenen von Notfahrzeugen gehört.
Am einfachsten erreichst du uns via Blick-App. Klicke unten auf das Kamera-Icon in der Navigation und lade deine Bilder, Videos oder Text-Inputs hoch. Die Blick-App gibts für iPhones und Android-Handys.
Du kannst uns auch schriftlich per Whatsapp auf die Nummer 079 813 8041 oder via Mail an redaktion@blick.ch erreichen.
Bitte gib immer deinen Namen und deine Handynummer an, damit wir dich für Nachfragen erreichen können. Auf Wunsch bleibt deine Anonymität garantiert und dein Name erscheint nicht im Artikel.
Wichtig: Bitte beachte, dass du bei Unfällen zuerst Erste Hilfe leistest und die Rettungskräfte alarmierst. Behindere auf keinen Fall Helfer und Blaulicht-Organisationen bei der Arbeit. Respektiere auch die Privatsphäre.
Am einfachsten erreichst du uns via Blick-App. Klicke unten auf das Kamera-Icon in der Navigation und lade deine Bilder, Videos oder Text-Inputs hoch. Die Blick-App gibts für iPhones und Android-Handys.
Du kannst uns auch schriftlich per Whatsapp auf die Nummer 079 813 8041 oder via Mail an redaktion@blick.ch erreichen.
Bitte gib immer deinen Namen und deine Handynummer an, damit wir dich für Nachfragen erreichen können. Auf Wunsch bleibt deine Anonymität garantiert und dein Name erscheint nicht im Artikel.
Wichtig: Bitte beachte, dass du bei Unfällen zuerst Erste Hilfe leistest und die Rettungskräfte alarmierst. Behindere auf keinen Fall Helfer und Blaulicht-Organisationen bei der Arbeit. Respektiere auch die Privatsphäre.