Darum geht es bei der Neutralitäts-Initiative
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Initiative erklärt:Wie streng soll die Schweizer Neutralität künftig sein?

Zweite GFS-Trendumfrage zeigt 63 Prozent Nein
Neutralitäts-Initiative wird für Blocher zum Debakel

Die Neutralitäts-Initiative von SVP-Doyen Christoph Blocher stösst beim Stimmvolk auf Ungnade. Gemäss der zweiten GFS-Trendumfrage sagen derzeit 63 Prozent Nein und nur 34 Prozent Ja.
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Die letzten Umfragen sagen für die Abstimmungen vom 27. September zweimal ein Nein voraus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Umfrage: Gegner der Neutralitäts-Initiative haben die Nase deutlich vorn
  • 63 Prozent sagen Nein – 34 Prozent Ja
  • Bei der Ernährungs-Initiative zeichnet sich ein klares Nein ab
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Bei der Schlacht von Marignano 1515 erlitten die eidgenössischen Truppen gegen das französische Heer eine verheerende Niederlage. SVP-Doyen Christoph Blocher (85) erkennt in dieser «eine der Wurzeln» der Schweizer Neutralität.

Die neusten Umfragen zeigen nun: Die Neutralitäts-Initiative wird für Blocher zum eigenen Marignano. Für die Befürworter zeichnet sich ein eigentliches Debakel ab. 63 Prozent der Stimmberechtigten lehnen das SVP-Begehren derzeit ab, nur 34 Prozent stimmen ihm zu. Der Rest ist unentschlossen, wie die zweite GFS-Trendumfrage im Auftrag der SRG zeigt.

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Im Vergleich zur ersten Umfrage legt das Nein-Lager um 9 Prozentpunkte zu, die Ja-Seite verliert 8 Prozentpunkte. Eine neue Tamedia-Umfrage zeichnet ein ähnliches Bild: Die SVP-Initiative wird mit 68 Prozent Nein abgelehnt.

Nur SVP-Basis dafür

Eine Mehrheit findet Blochers Ansinnen, die Neutralität strikter auszulegen, nur im eigenen Lager. 77 Prozent der SVP-Anhängerschaft wollen die Initiative annehmen.

Bei den anderen Parteien stösst die Idee auf massive Ablehnung. Mit 96 Prozent Nein schicken die GLP-Sympathisanten die Initiative bachab, bei der SP sagen 92 Prozent und bei den Grünen 88 Prozent Nein. Auch bei Mitte und Freisinn ist das Njet mit 80 bzw. 64 Prozent deutlich.

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Das Nein hat sich über alle befragten Gruppen hinweg akzentuiert. Blocher vermag auch die eigenen Altersgenossen nicht zu überzeugen. Bei den Seniorinnen und Senioren ist die Ablehnung mit nun 67 Prozent Nein sogar überdurchschnittlich hoch. Gleich hoch ist die Ablehnung bei den Auslandschweizern.

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Durfte Blocher aufgrund der ersten Umfrage zumindest im Tessin auf ein Ja hoffen, ist der Vorsprung auch dort geschmolzen. Eine relative Mehrheit von 48 Prozent sagt zwar Ja, doch das Nein-Lager liegt mit 47 Prozent nur noch knapp dahinter.

Nein zu Ernährungs-Initiative

Eine Schlappe zeichnet sich auch für die Freunde der Ernährungs-Initiative ab. Nach einem Patt in der ersten Trendumfrage zeichnet sich nun mit 64 Prozent Ablehnung ein deutliches Nein ab. Das Ja-Lager kommt auf nur noch 33 Prozent. Der Rest ist unentschlossen.

Auf viel Goodwill stösst die Initiative, die den Netto-Selbstversorgungsgrad hierzulande auf mindestens 70 Prozent schrauben will, nur noch bei den Grünen mit 78 Prozent Ja-Anteil. Die SP-Anhängerschaft stimmt der Initiative nur noch mit einer relativen Mehrheit von 49 gegen 47 Prozent zu.

Bei der GLP-Basis hat der Wind gedreht: Die Gegner haben nun mit 52 Prozent Nein-Anteil die Nase vorn. Die bürgerlichen Parteien lehnen die Initiative nun noch deutlicher ab: mit 86 Prozent Nein-Anteil bei der FDP, 81 Prozent bei der SVP und 76 Prozent bei der Mitte.

GFS Bern befragte für die zweite SRG-Trendumfrage zwischen dem 2. und 9. September 12'916 Stimmberechtigte. Der statistische Fehlerbereich beträgt +/–2,8 Prozentpunkte.  

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