«Ziel ist es, dass der Feind uns nicht angreift»
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Blocher zur Neutralität:«Ziel ist es, dass der Feind uns nicht angreift»

Erste GFS-Trendumfrage zeigt 54 Prozent Nein
Blocher muss um seine Initiative bangen

Die Neutralitäts-Initiative von SVP-Doyen Christoph Blocher stösst beim Stimmvolk auf Ungnade. Gemäss der ersten GFS-Trendumfrage sagen derzeit 54 Prozent Nein und nur 42 Prozent Ja.
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SVP-Doyen Christoph Blocher kämpft für ein Ja zur Neutralitäts-Initiative.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Umfrage: Gegner der Neutralitäts-Initiative haben die Nase vorn
  • 54 Prozent sagen Nein – 42 Prozent Ja
  • Beim der Ernährungs-Initiative liegen beide Lager fast gleich auf
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Über 2 Millionen Franken investiert SVP-Doyen Christoph Blocher (85) aus dem eigenen Hosensack in den Abstimmungskampf für die Neutralitäts-Initiative. Aus dem Fenster geworfenes Geld, wenn es nach der neusten Umfrage geht: 54 Prozent der Stimmberechtigten wollen das SVP-Begehren derzeit ablehnen, nur 42 Prozent stimmen ihm zu. Der Rest ist unentschlossen, wie die erste GFS-Trendumfrage im Auftrag der SRG zeigt.

Eine Mehrheit findet Blochers Ansinnen, die Neutralität strikter auszulegen, nur im eigenen Lager. Satte 86 Prozent der SVP-Anhängerschaft wollen die Initiative annehmen. Bei den anderen Parteien stösst die Idee auf massive Ablehnung. Mit 86 Prozent Nein schicken die SP-Sympathisanten die Initiative bachab, und auch im Freisinn ist das Njet mit 64 Prozent deutlich. 

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Interessant: Blocher vermag nicht einmal die eigenen Altersgenossen zu überzeugen. Bei den Seniorinnen und Senioren ist die Ablehnung mit 60 Prozent Nein sogar überdurchschnittlich hoch. Auf Zustimmung hoffen darf er aber im Tessin, wo das Ja-Lager derzeit auf 55 Prozent zählen kann. Auch Geringverdienende tendieren stärker zum Ja.

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Patt bei Ernährungs-Initiative

Bei der Ernährungs-Initiative zeigt sich aktuell ein Patt. Die Gegner liegen mit 49 Prozent Nein leicht vor den Befürwortern mit 47 Prozent. Der Rest ist unentschlossen. 

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Auf viel Goodwill stösst die Initiative, die den Netto-Selbstversorgungsgrad hierzulande auf mindestens 70 Prozent schrauben will, bei den Grünen mit 84 Prozent Ja-Anteil. Auch bei der SP- und der GLP-Anhängerschaft findet die Forderung mit 64 bzw. 55 Prozent eine Mehrheit. 

Die bürgerlichen Parteien hingegen lehnen die Initiative deutlich ab: mit 69 Prozent Nein-Anteil bei der FDP, 62 Prozent bei der SVP und 58 Prozent bei der Mitte.

Frauen und Junge im Ja-Lager

Auf positive Resonanz stösst das Begehren derzeit bei den Frauen, die mit 55 Prozent zustimmen würden, während die Männer in ähnlichem Ausmass Nein sagen. Bei den Jungen kommt die Initiative ebenfalls besser an als bei der älteren Generation.

Auch die Landesteile driften in dieser Frage auseinander: Während die Deutschweiz von zwingend mehr pflanzlicher Ernährung mehrheitlich nichts wissen will, findet sich in der Romandie und im Tessin eine Mehrheit dafür.

Auf den grossen Coup am 27. September dürfen die Initianten trotz der derzeitigen Ausgangslage nicht hoffen, nimmt die Zustimmung zu Volksinitiativen erfahrungsgemäss doch tendenziell ab, je näher der Abstimmungstermin rückt. 

GFS Bern befragte für die erste SRG-Trendumfrage zwischen 3. und 16. August 17’212 Stimmberechtigte. Der statistische Fehlerbereich beträgt +/–2,8 Prozentpunkte. 

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