Darum gehts
- AHV erzielt 2025 Betriebsgewinn von 4,4 Milliarden Franken
- IV mit 213 Millionen Franken Verlust und 10,28 Milliarden Schulden bei der AHV
- Von Compenswiss verwaltetes Vermögen wächst 2025 um 4,6 auf 50,7 Milliarden Franken
Die drei Sozialversicherungen schliessen das Geschäftsjahr 2025 mit unterschiedlichen Ergebnissen ab. Die AHV als wichtigstes Sozialwerk verzeichnet nicht nur ein positives Umlageergebnis von 1844 Millionen Franken, sondern schreibt unter dem Strich einen Betriebsgewinn von 4,4 Milliarden Franken.
Die insbesondere auch dank der guten Performance der Finanzmärkte im Jahr 2025, die hauptsächlich von Aktien, Gold und Wechselkurseffekten getragen wurde, wie der Ausgleichsfonds Compenswiss mitteilt. Dieser erwirtschaftete letztes Jahr eine Nettorendite von 6,34 Prozent.
Mitverantwortlich für den positiven Saldo sind auch frühere Reformen. Mit dem Inkrafttreten der Steuerreform und AHV-Finanzierung (Staf) im Jahr 2020 wurde die Mehrwertsteuer zugunsten der AHV um 0,3 Prozentpunkte angehoben. Mit der AHV-Reform 21 wurde die Mehrwertsteuer per 2024 weitere 0,4 Prozentpunkte erhöht und seit 2025 wird das Frauenrentenalter schrittweise angehoben. Das schenkt finanziell ein.
Insgesamt verzeichnete die AHV rund 58 Milliarden Franken an Einnahmen, während für Rentenleistungen etwas über 53 Milliarden fällig wurden. Die Ausgaben werden dieses Jahr aber deutlich ansteigen, wird im Dezember doch zum ersten Mal die 13. AHV-Rente ausbezahlt. 4,2 bis 5 Milliarden Franken wird diese jährlich kosten. Das Parlament wird in der Sommersession entscheiden, ob und wie es die 13. AHV-Rente finanzieren will.
Sorgenkind IV
Immer mehr zum Sorgenkind wird die IV. Ihr Umlageergebnis ist mit 209 Millionen Franken negativ, das Betriebsergebnis ist mir 213 Millionen Franken im Minus. Die Rentenleistungen belaufen sich auf fast 11 Milliarden Franken – Tendenz steigend.
Im Vorjahr verzeichnete die IV noch ein Plus von über 300 Millionen Franken. Davon ist nun nichts mehr zu sehen. Zudem hat die IV immer noch Schulden bei der AHV: satte 10,28 Milliarden Franken. Kein Wunder also, plant Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider (62) eine neue IV-Revision.
Alles gut bei der EO
Als eigentliche Musterschülerin zeigt sich die Erwerbsersatzordnung (EO) mit einem positiven Umlageergebnis von 179 Millionen Franken und einem Betriebsgewinn von 305 Millionen Franken für die EO. Über diese Sozialversicherung wurden 23,1 Milliarden Franken an Leistungen ausbezahlt.
Insgesamt stiegen die Einnahmen aus den drei Sozialversicherungsbeiträgen für alle drei Sozialwerke um 1,4 Prozent. Per 31. Dezember 2025 belief sich das von Compenswiss verwaltete Vermögen auf 50,7 Milliarden Franken – gut 4,6 Milliarden mehr als im Vorjahr.