Darum gehts
- Influencerin Emma W. alias Wemmse (22) begeistert mit Schweizerdeutsch-Videos international
- Sie verdient zwischen 85'000 und 500'000 Franken, bleibt aber bodenständig
- Fabian Egger erzielte 2025 sechsstellige Einnahmen, Loris Zimmerli sichert sich ab
Das Geschäft als Influencerin oder Influencer in der Schweiz kann durchaus lukrativ sein. Selbst, wenn man nicht die grossen Werbedeals an Land zieht beziehungsweise sich bewusst dagegen entscheidet, wie es Emma W. alias Wemmse (22) macht.
Die Baslerin gehört inzwischen zu einer festen Grösse in der Schweizer Welt der Content Creator und macht inzwischen sogar international Schlagzeilen, wie beispielsweise bei den Österreichern.
Auf charmante Art bringt sie unseren österreichischen und deutschen Nachbarn Schweizerdeutsch bei. Dadurch wurden inzwischen sogar Unternehmen wie Schweiz Tourismus auf die junge Frau aufmerksam. Sie drehte mit Roger Federer und erreicht über eine Million Menschen auf Tiktok.
Über Geld spricht man nicht
Wemmse ist allerdings nicht nur Influencerin, sondern auch angehende Lehrerin. Die Schülerinnen und Schüler wissen inzwischen teilweise, wer sie online ist. Das führt zu Fragen. Besonders interessiert sind die Kinder an der finanziellen Situation ihrer Lehrerin. «In der Schweiz fragt man nicht direkt nach dem Lohn», sagt sie im Klassenzimmer bestimmt. Im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger» wird sie dann aber etwas konkreter, um dennoch vage zu bleiben. «Weniger als eine Bundesrätin, mehr als der Median», lautet ihre Antwort. Das lässt einen grosszügigen Spielraum für die Fantasie, denn da bedeutet: Wemmse verdient im Jahr zwischen 85'000 Franken und 478'000 Franken. «Ich könnte noch viel mehr verdienen, nehme aber nicht alles an», erklärt sie. Wie sehr das Geschäft als Influencerin ihre Kasse wirklich klingeln lässt, behält sie also für sich. Die Ausbildung als Lehrerin macht sie, um von Social Media unabhängig zu bleiben und sich «nicht auf dem Erfolg» auszuruhen.
Das lukrative Geschäft der Influencer
Nicht ganz so zurückhaltend, wenn es um das Thema Einnahmen geht, ist Fabian Egger (27), einigen wohl besser bekannt als «Der Praktikant». Egger kam zu Ruhm, indem er Aktivitäten, Restaurants und Hotels in der Schweiz testete und dabei auf Video festhielt, was es an den einzelnen Orten zu erleben gibt. Das zahlte sich mit der Zeit aus, Unternehmen wurden auf ihn aufmerksam und buchen ihn nun, um für sie zu werben. Mit seinen Videos erreicht Fabian Egger inzwischen ein Millionenpublikum. Da zahlt sich aus. Vergangenes Jahr flatterte so ein Betrag im sechsstelligen Bereich auf sein Konto, wie der Zürcher im Livestream des Schweizer Influencers Mejor Francisco verriet. Wie viel er pro Auftrag verlangt, verrät Egger dann aber doch nicht.
Dass es nicht schlecht ist, einen Plan B zu haben, weiss etwa auch Influencer Loris Zimmerli (29). «Ich lebe aktuell meinen Traum, das ist das Wichtigste. Ich habe mir etwas Tolles aufgebaut. Und wenn es mal doch nicht mehr so laufen sollte, habe ich ja mit meinen Ausbildungen (Logistik und KV, Anm. d. Red.) ein gutes Rückgrat», verriet er vergangenes Jahr gegenüber Blick.