Darum gehts
- Dieses Wochenende eignet sich das Wetter besonders zum Wandern und Schwimmen
- Die Temperaturen auf 2'000 Höhenmetern liegen zwischen 12 und 15 Grad
- Vorsicht vor Waldbrand
Erst Rekordhitze, dann tropische Nächte, jetzt Trockenheit: Das Wetter hält die Schweiz weiterhin in Atem. Daran änderten auch die kräftigen Niederschläge zur Wochenmitte wenig. Und dennoch ist Besserung in Aussicht, besonders für diejenigen, die es am Wochenende in die Natur zieht.
«Dieses Wochenende ist die Wetterlage stabil. Die Quellwolken haben jetzt einen dekorativen Charakter», sagt Meteorologe Michael Eichmann von Meteo News.
Freie Bahn für ein Wanderwochenende
Mit Blick auf die Wetterprognose bietet sich eine Wanderung das ganze Wochenende an. «Wir haben auf 2000 Meter haben Höchstwerte von 12 bis 15 Grad. Das ist in dieser Höhenlage sehr angenehm», erklärt Eichmann. Dennoch: «Auch bei diesen Temperaturen kommt man ins Schwitzen, wenn man den Berg rauf geht.»
Der Meteorologe hebt hervor, dass die Luft aktuell grundsätzlich trocken ist. Für Wanderfans hat das einen besonderen Vorteil. «Wenn die Luft trocken ist, hat das eine positive Auswirkung auf die Fernsicht.» Die Chance, dieses Wochenende ein schönes Bild vom einen oder anderen Bergpanorama zu schiessen, ist somit relativ hoch.
Das empfiehlt die Blick-Redaktion
- Wer hoch hinaus will, sollte sich die Dar-Wanderung in Les Diablerets in den Waadtländer Alpen anschauen. Zudem hat die Region aufgrund der Hitze einen neuen Bergsee: «Le Bain du Diable», der sich jeweils zwischen Mai und Juli bildet.
- Aufgrund der trockenen Luft eignet sich ein Ausflug zur Schynigen Platte im Berner Oberland derzeit besonders. Der Aussicht auf das ikonische Trio Eiger, Mönch und Jungfrau steht wetterbedingt nichts im Weg.
Vorsicht vor Waldbränden
Was wäre eine Wanderung ohne ein Schlangenbrot oder eine Bratwurst? Wer bereits das Sackmesser gezückt hat, sollte aufpassen. «Die Waldbrandgefahr ist momentan auf Stufe 3-4, im Zentralwallis gar auf Stufe 5», sagt Eichmann.
Wo Waldbrandgefahr herrscht, ist laut dem Meteorologen kantonal geregelt, weshalb seine Empfehlung lautet, sich im Vorfeld bei den kantonalen Richtstellen zu infomieren. Ob die Kantone aufgrund der Regenfälle zurückschrauben werden, ist momentan unsicher. Er rät deshalb: «Mit offenen Augen durch den Wald gehen.»
Am Wochenende ist Badewetter angesagt
Auch dieses Wochenende ist das Wetter wieder auf der Seite der Badefans. «Samstag haben wir Höchstwerte von 27 bis 28 Grad. Es ist zwar kein Hitzewert, aber es lohnt sich trotzdem zu baden», so Eichmann. Da die Schweiz sich auf viel Sonne freuen darf am Wochenende, herrscht Badewetter.
Die Regenfälle sprechen dieses Wochenende gegen kaum einen Badeort. Zwar sind die Wasserstände vorübergehend angestiegen, bis zum Wochenende dürften sie sich aber wieder normalisieren. «Grundsätzlich hat sich der Wasserstand aufgrund des Regens erhöht. Bis am Wochenende ist die Gefahr wieder eingeebnet, da noch zwei bis drei Tage dazwischenliegen», erklärt der Meteorologe.
Wer Wind nicht mag, sollte den Sonntag meiden
Doch wie sieht es am Sonntag aus? Wer schnell friert, sollte sich auf etwas ungemütlichere Bedingungen einstellen. «Am Sonntagnachmittag kann ein Westwind mit Böen von 40 bis 45 km/h aufkommen. Wer dann aus dem Wasser steigt, dürfte die Temperaturen deutlich kühler empfinden», sagt Eichmann.
Bei der Wahl des Badeorts gibt es laut Meteorologen keine Einschränkungen. Hier kommt es darauf an, welche Wassertemperaturen man bevorzugt. Aber: «Bergseen sind sicherlich die bessere Abkühlung», so seine Empfehlung.
Das empfiehlt die Blick-Redaktion
- Wer wirklich kalte Gewässer mag, sollte sich den Glattalpsee in Schwyz anschauen. Der Bergsee liegt auf rund 1853 m ü. M. Aufgrund dessen liegt seine Wassertemperatur zwischen zehn und 15 Grad.
- Der Seelisbergsee in Uri ist ebenso prächtig wie der Glattalpsee, aber um einiges wärmer. Wer schnell kalt bekommt, wird die Wassertemperaturen bis zu 24 Grad schätzen.