«Bei Prüfungen kann man sich nicht konzentrieren»
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Sollte es Hitzefrei geben?«Bei Prüfungen kann man sich nicht konzentrieren»

Schweiz glüht weiter
Bis zu 38 Grad in Basel – auch Zürich wird zum Hotspot

Diese Woche wird die Schweiz von einer Hitzewelle heimgesucht. Die wichtigsten Entwicklungen an der Wetterfront erfährst du im Ticker.
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Diese Woche wird es richtig heiss in der Schweiz.
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Blick Newsdesk
23.06.2026, 16:09 Uhr

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06:51 Uhr

Bis zu 38 Grad in Basel – auch Zürich wird zum Hotspot

Die Schweiz glüht weiter. Auch am Freitag steigt das Thermometer vielerorts wieder weit nach oben. Spitzenreiter ist Basel mit 38 Grad. In Zürich und Aarau werden schweisstreibende 37 Grad erwartet, wie «Meteo News» berichtet. Dabei wird es erneut sonnig, über den Bergen bilden sich Quellwolken, im Süden sind vereinzelt Hitzegewitter möglich. 

Doch das ist noch nicht das Ende der Hitzewelle. Am Samstag folgt dann der Höhepunkt. Bei viel Sonnenschein werden bis zu 39 Grad erwartet. Später steigt vor allem über den Bergen das Risiko für teils kräftige Gewitter.

Gefahrenstufe 4 in weiten Teilen des Landes.

Wegen der extremen Temperaturen hat «Meteo Schweiz» für weite Teile des Landes die Gefahrenstufe 4 ausgerufen. Betroffen sind die gesamte Westschweiz bis nach Zürich sowie Teile des Wallis rund um Sitten und der Süden des Tessins. Auch kleinere Gebiete in den Kantonen St. Gallen, Graubünden und Glarus stehen unter der hohen Hitzewarnung.

Die Rekordhitze verlangt den Menschen einiges ab – und könnte zum Wochenende hin mit Gewittern zumindest lokal für eine kurze Abkühlung sorgen.

25.06.2026, 21:14 Uhr

Hitzegewitter-Front erreicht Grindelwald BE

Grosse Mengen Regenwasser fliessen in einem Leserreporter-Video bergab.

Am Donnerstagabend hat eine Hitzegewitterfront aus Süden die Schweiz erreicht. Während bislang vor allem das Wallis mit Regen überzogen wurde, sind die dunklen Wolken gegen 19.50 Uhr auch in Grindelwald BE aufgetaucht. 

Video zeigt heftige Regenfälle in Grindelwald BE
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Mehrere Zentimeter hoch:Video zeigt heftige Regenfälle in Grindelwald BE

Dort wurde es nass – und wie! Mehrere Zentimeter hoch steht das Wasser auf den Strassen, wie das Video einer Leserreporterin zeigt. Rinnsäle fliessen die Hänge herunter. Ein Leserreporter meldet dazu «besonders starke, heftige Gewitter», die von Hagel und Blitzen begleitet wurden. «Das habe ich noch nie erlebt. Unglaublich, wie das Wasser vor unserem Haus die Mauer heruntergelaufen ist», sagt sie zu Blick.

Auch andernorts in Grindelwald wurde es nass.

Die Gewitterzelle ist auch auf dem Regenradar gut zu erkennen. In der Nacht kehrt die Gewitterfront nach Norditalien zurück. Schon um 21.30 Uhr hatte sich die Lage in Grindelwald laut der Leserreporterin bereits wieder beruhigt. 

Ein Blick auf das Regenradar.
25.06.2026, 17:56 Uhr

Bis 38 Grad! Mehrere Regionen knacken Juni-Rekord

Am Donnerstag kletterten die Temperaturen in die Höhe – auf bis zu 38 Grad. In gleich mehreren Regionen wurde die Juni-Rekordmarke von 36,9 geknackt, wie aktuelle Daten von Meteo News (Stand 17.30 Uhr) zeigen.

  • Binningen BL: 38,0 Grad
  • Würenlingen AG: 37,8 Grad
  • Beznau AG: 37,5 Grad
  • Aarau: 37,2 Grad
  • Leibstadt AG: 37,1 Grad
  • Gösgen SO: 37,0 Grad

25.06.2026, 17:36 Uhr

SBB haben mit der Hitze zu kämpfen

Die SBB haben sich auf die Sommerhitze vorbereitet. Dennoch läuft nicht alles rund.

Nachdem es bei den BLS auf der Strecke zwischen der Stadt Solothurn und Moutier JU zeitweise zu Einschränkungen im Bahnverkehr gekommen ist, weil sich Gleise bei der aktuellen Hitze verformten, wollte Blick wissen, ob die SBB-sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert sieht. In Kurzform: Ja.

«In den vergangenen Tagen gab es einige Störungen an der Bahninfrastruktur, welche zu Verspätungen oder Ausfällen von Zügen führten. Bei grosser Hitze können sich Gleise verformen oder an Fahrleitungen Störungen auftreten», erklärt Mediensprecher Moritz Weisskopf auf Anfrage. Der Bahnverkehr sei aktuell insgesamt stabil. Aber: «Mit weiteren, vereinzelten Einschränkungen muss gerechnet werden.»

Blick erreichten in den vergangenen Tagen mehrere Beschwerden bezüglich ausgefallener Klimaanlagen in Zügen, vor allem in S-Bahnen. Weisskopf bestätigt, dass in einigen Wagen die Klimageräte ausgefallen sind. «Die Züge oder Wagen wurden ersetzt, damit die defekten Klimageräte in einer Serviceanlage ausgetauscht werden können. Wenn kein Ersatzzug zur Verfügung stand oder ein Wagen nicht ausgewechselt werden konnte, wurden die Wagen mit defektem Klimagerät geschlossen», teilt er mit. Wenn die Klimageräte wie aktuell unter Volllast laufen würden, käme es eher zu Störungen und Ausfällen. 

Vor dem Sommer hat die SBB umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um für die Sommerhitze gerüstet zu sein. Das schreibt sie in einem Dossier. 98 Prozent aller Züge sind mit Klimaanlagen ausgestattet. An Hitzetagen mit Tageshöchsttemperaturen von 30 Grad oder mehr werden die Fahrgasträume rund fünf bis zehn Grad abgekühlt. «Im Durchschnitt weisen von den rund 9100 Klimageräten, welche schweizweit bei der SBB im Einsatz sind, etwa 20 Klimageräte pro Tag eine Störung auf. Dies entspricht einer Fehlerquote von 0,24 Prozent», liest man in dem Dossier. 

25.06.2026, 15:59 Uhr

«Trash Heroes» sammeln am Open Air St. Gallen trotz Hitze Abfall

Tobias erzählt Blick, was die Trash Heroes machen und wie sie mit der Hitze umgehen.

Auch am Open Air St. Gallen brennt die Sonne vom Himmel. Rund 270 «Trash Heroes» lassen sich davon aber nicht beeindrucken. Sie sind in gelben Libli auf Abfallmission, sammeln Müll auf dem gesamten Festivalgelände ein. 

Wie das Team mit den Temperaturen umgeht, erklärt Koordinator Tobias. «Safety first sit das wichtigste», sagt er. «Unsere Teams haben nur Drei-Stunden-Schichten. Sie nehmen auch immer Getränke mit und machen Pause von 15 Minuten im Schatten», erklärt er.

Abkühlung per Sprühkanone.

Für Abkühlung sorgen auf dem Festival auch Sprühkanonen. Die Maschinen hat eine Blick-Reporterin vor Ort entdeckt.

25.06.2026, 15:40 Uhr

37-Grad-Marke auch im Aargau geknackt

Der Norden der Schweiz heizt weiter auf. Die Messstationen in Buchs/Aarau, Beznau und Würenlingen AG, allesamt im Kanton Aargau, haben laut Meteo News die Marke von 37 Grad erreicht. Diese Marke hatte die Stadt Basel bereits vor rund einer Stunde erreicht und damit einen Rekord aus 1947 gebrochen. 

Buchs/Aarau stellt laut den Wetterexperten einen Allzeitrekord auf. Der Messstart erfolgte dort im Jahr 1959. 

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25.06.2026, 15:03 Uhr

Wie ist die Lage in den Spitälern?

Das Universitätsspital Zürich behandelt derzeit notfallmässig etwas mehr Patienten.
Foto: Sven Thomann

Die Hitze macht (fast) der ganzen Schweiz zu schaffen: Die Extremtemperaturen können gesundheitliche Folgen haben. Wie ist die Lage an den Spitälern? Blick hat sich umgehört.

Das Universitätsspital Basel ergreift derzeit gebäudeseitig und medizinisch besondere Massnahmen. «Die Kühlsysteme laufen bei einer Hitzewelle mit voller Leistung, zusätzlich wird früh morgens gelüftet und die Rollläden bleiben tagsüber geschlossen. Medizinisch halten wir ausreichend gekühlte Infusionen zur Rehydrierung bereit und setzen bei Bedarf Eis, Ventilatoren und Klimaanlagen ein», erklärt Mediensprecherin Caroline Johnson auf Anfrage. Einen Anstieg bei den Patientenzahlen, der allein auf die Hitze zurückzuführen wäre, verzeichne man bisher nicht. 

Anders sieht es am Universitätsspital Zürich (USZ) aus. Die Notfallstation behandelt derzeit etwa zehn Prozent mehr Patientinnen und Patienten. Das schreibt Mediensprecher Moritz Suter auf Anfrage. «Trotz der saisonal erhöhten Belastung verfügt das USZ über ausreichende personelle und infrastrukturelle Kapazitäten, um die Versorgung jederzeit sicherzustellen. Die Notfallstation ist entsprechend vorbereitet und passt die Ressourcen bei Bedarf flexibel an die aktuelle Auslastung an.», betont er. 

Auch das Freiburger Kantonsspital spürt die Auswirkungen der Hitzewelle, wie die «Freiburger Nachrichten» am Mittwoch berichteten. Demnach sei eine Zunahme von hitzebedingten Notfällen registriert worden. «Wir haben etwa 15 bis 20 Prozent mehr Konsultationen auf dem Notfall», sagt Patricia Stengel, die leitende Ärztin auf der Notfallstation zur Zeitung. «Man sieht auf jeden Fall, dass alles, was mit der Hitze zu tun hat – Dehydrierung, Überhitzung des Körpers – zugenommen hat.»

Die Spitäler der Inselgruppe im Kanton Bern behandeln derzeit vereinzelt Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Beschwerden, wie Mediensprecher Didier Plaschy auf Anfrage mitteilt. Im Vordergrund stünden Kreislaufprobleme, Schwindel, Schwäche und Dehydrierung, vereinzelt auch Symptome einer Hitzeerschöpfung oder eines Hitzeschlags. «Die Betroffenen können in der Regel rasch stabilisiert und behandelt werden», ergänzt der Kommunikationsmanager. 

Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie allgemein geschwächte Menschen, auch Säuglinge und Kleinkinder reagierten empfindlich auf hohe Temperaturen. «Bei Symptomen wie Schwindel, Verwirrtheit oder Kreislaufproblemen sollte frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden», mahnt er. 

Das Inselspital in Bern hat noch keine besonderen Massnahmen ergriffen.
Foto: KEYSTONE

Besondere ausserordentliche Massnahmen wurden im Inselspital bisher nicht ergriffen. «Unsere neueren Gebäude sind vollständig klimatisiert und bieten sehr gute klimatische Bedingungen, sodass die Hitze die Arbeit und den Aufenthalt von Patientinnen und Patienten dort kaum beeinflusst», teilt Plaschy mit. «In älteren Gebäuden begegnen wir baulichen Einschränkungen mit konkreten Massnahmen wie Beschattung, Nachtkühlung, bewusstem Lüften, dem Aussperren der Hitze während der Tageshöchsttemperaturen und dem gezielten Einsatz portabler Ventilatoren.» Zusätzliche Klimaanlagen seien derzeit nicht vorgesehen.

25.06.2026, 14:35 Uhr

Basel meldet neuen Junirekord

Wie Meteo News auf X schreibt, wurde gegen 14.30 Uhr in Basel der nationale Junirekord aus dem Jahr 1947 gebrochen. Dieser betrug bisher 36,9 Grad, nun sind es 37 Grad. 

Damit nicht genug: Am Abend soll es noch heisser werden. Und: Der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle steht uns erst am Wochenende bevor.

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25.06.2026, 12:24 Uhr

Tropische Nächte und mögliche Gewitter im Anmarsch

Tag 9 der Hitzewelle – und noch ist das Temperaturmaximum nicht erreicht. Doch bereits heute werden vielerorts 34 bis 37 Grad erwartet – und damit könnte der bisherige Schweizer Junirekord von 36,9 Grad aus dem Jahr 1947 fallen, wie Michael Eichmann von ​«Meteo News»​ berichtet. 

Noch grösser sind die Chancen jedoch am Freitag und besonders am Samstag. Dann steigen die Temperaturen verbreitet auf 35 bis 38 Grad. In der Nordwestschweiz sind lokal sogar Werte nahe 39 Grad möglich. Meteorologen rechnen damit, dass der Junirekord spätestens an einem dieser beiden Tage gebrochen wird. An einzelnen Messstationen könnten sogar Allzeitrekorde purzeln.

Besonders belastend sind derzeit auch die Nächte. Im Tessin wurde eine teilweise bewölkte und ausgesprochen tropische Nacht registriert. In Lugano und Locarno sank die Temperatur nur knapp unter die Marke von 25 Grad. Gleichzeitig lag die Luftfeuchtigkeit stellenweise bei rund 90 Prozent. Daraus resultierten Taupunkte von 20 bis 22 Grad – Werte, die weit über der Schwülegrenze von 16 Grad liegen. Entsprechend drückend fühlte sich die Nacht an.

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Trotz der extremen Temperaturen bleibt das Wetter zunächst meist sonnig. Über den Bergen bilden sich jedoch vermehrt Gewitter. Für das Wallis hat ​«Meteo Schweiz»​ inzwischen eine Gefahrenstufe ausgerufen – allerdings mit niedriger Wahrscheinlichkeit. «Erhebliche Gefahr möglich», heisst es auf der Webseite des Wetterdienstes. Am Samstag steigt die Gewitterneigung dann auch auf der Alpennordseite etwas an. Lokal können kräftige Niederschläge und Sturmböen auftreten.

Die grosse Hitze dürfte aber nicht mehr lange anhalten. Ab Sonntag nimmt die Gewitteraktivität deutlich zu, und in der Nacht auf Montag sowie am Montag selbst drohen teils kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial. Danach gehen die Temperaturen spürbar zurück. Mit Werten um 25 Grad bleibt es zwar sommerlich, die historische Hitzewelle findet aber ihr Ende.

25.06.2026, 10:57 Uhr

St. Galler Nestweiher: Feuerwehr birgt erneut Hunderte tote Fische

Die Fischtragödie im Nestweiher geht weiter: Angehörige der Milizfeuerwehr St. Gallen mussten am Mittwochabend erneut zu einem Einsatz ausrücken. Rund 14 Feuerwehrleute bargen mit einem kleinen Boot weitere tote Fische aus dem Weiher. Bereits am Montag waren rund 600 verendete Fische aus dem Gewässer entfernt worden. Beim erneuten Einsatz kamen nochmals etwa 400 tote Tiere hinzu. Die geborgenen Fische werden zur fachgerechten Entsorgung der TMF Extraktionswerk AG in Bazenheid übergeben.

Nestweiher wird für 600 Fische zur Todesfalle
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Wegen Hitze verendet?600 tote Fische in St. Galler Nestweiher

Grund für das Fischsterben ist ein festgestellter Sauerstoffmangel im Nestweiher. Um die Bedingungen für die verbliebenen Fische zu verbessern, wurde der Weiher beregnet. Dadurch soll zusätzlicher Sauerstoff ins Wasser gelangen – ähnlich wie durch natürlichen Regen. Ob die Massnahmen bereits Wirkung zeigen, ist derzeit noch unklar. Das Wasserschutzlabor der Entsorgung St. Gallen führt weiterhin regelmässige Messungen durch. Die zuständigen Stellen stehen laut Angaben in engem Austausch und prüfen laufend weitere Schritte.

Die Lage bleibt angespannt: Die Messwerte seien teilweise weiterhin kritisch, weshalb in den kommenden Tagen ein weiteres Fischsterben nicht ausgeschlossen werden könne. Besonders betroffen sind sogenannte Rotaugen. Ob der Fischbestand später durch einen Neubesatz wieder aufgebaut werden muss, ist noch offen. Zunächst wollen die Verantwortlichen beobachten, wie sich die verbliebenen Fische entwickeln und ob sich das natürliche Gleichgewicht im Weiher von selbst erholen kann.

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