Darum gehts
- Hitzewelle in der Schweiz: Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet
- Basler Juni-Rekord von 36,9 Grad (1947) könnte gebrochen werden
- Ab Montag Abkühlung auf 25 bis 27 Grad, aber schwüles Wetter bleibt
Schwitzen, schwitzen und nochmals schwitzen: Die Schweiz gart derzeit unter einer regelrechten Hitzeglocke. Seit Tagen jagt ein Hitzetag den nächsten, die Temperaturen erreichen verbreitet 35 Grad. Ganz Zentraleuropa ist betroffen. In Frankreich wurden lokal bis zu 45 Grad gemessen – die Stadt Bordeaux war am Montag eine der heissesten Städte der Welt.
Viele Menschen hoffen mittlerweile auf Regen, tiefere Temperaturen und vor allem auf erholsame Nächte. Wie lange bleibt die Monster-Hitze also noch bei uns? Michael Eichmann, Meteorologe bei Meteo News, hat eine klare Antwort auf diese Frage.
Hitzewelle endet – davor dürften Rekorde purzeln
«Die Hitzewelle endet am Montag. Aktuell sieht es so aus, als würde sich in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Wetterumschwung einstellen.» Aber: «Die heissesten Tage stehen uns noch bevor.» Am Freitag und Samstag dürften an einigen Orten die Juni-Rekorde geknackt werden. Lokal seien Temperaturen bis 38 Grad möglich. Im Raum Basel/Baselland dürfte der Allzeit-Junirekord (36,9 Grad, gemessen 1947) übertroffen werden.
Anschliessend zieht das Hochdruckgebiet weiter Richtung Osten und dürfte die Hitze nach Osteuropa verlagern. «Hierzulande steigt die Luftfeuchtigkeit an. Dadurch wird es gewittrig», erklärt Eichmann. Die Temperaturen dürften am Montag auf weiterhin sommerliche 25 bis 27 Grad absinken.
«Es kann als unangenehm empfunden werden»
Aber die Sache hat einen Haken: Angenehmer wird es durch die tieferen Werte nicht. «Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit wird es sehr schwül», erklärt Eichmann. «Dies kann als unangenehm empfunden werden, denn der Körper gerät schneller ins Schwitzen.»
Für den menschlichen Körper zählt nicht nur die tatsächliche Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. Ist die Luft sehr feucht, kann Schweiss schlechter verdunsten. Dadurch funktioniert die körpereigene Kühlung weniger gut – und 26 Grad können sich beispielsweise ähnlich belastend anfühlen wie 32 Grad bei trockener Luft.
So geht es weiter
Der Monatswechsel fällt wettertechnisch eher instabil aus. «Wir erwarten in den ersten Juli-Tagen verbreitet Regenschauer und Gewitter.» Laut aktuellen Modellen treten diese vor allem entlang der Berge sowie in der Zentral- und Ostschweiz auf.
Wie es danach weitergeht, könne man laut Eichmann noch nicht genau sagen. «Es sieht aber eher so aus, als würde sich wieder stabileres Wetter einpendeln.»