Die Gefahr im Wald steigt
Bund warnt wegen anhaltender Trockenheit in der gesamten Schweiz – was jetzt wo gilt

Die Hitzewelle dauert an und trocknet die Wälder in der Schweiz aus. Das Bundesamt für Umwelt warnt in mehreren Kantonen aktuell vor Waldbrandgefahr. Wo das Risiko am höchsten ist und was du im Wald beachten musst.
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In der ganzen Schweiz herrscht aktuell Waldbrandgefahr. Besonders betroffen sind der Kanton Wallis sowie Teile des Bündnerlands.
Foto: Screenshot / BAFU

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hitzewelle erhöht Waldbrandgefahr in der Schweiz massiv, Wallis besonders betroffen
  • Gefahrenstufe fünf: Ein Funke reicht für Brände in Wallis
  • Bafu: Schweizweite Waldbrandgefahr, höchste Vorsicht bei Feuer nötig
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Die Schweiz trocknet rasant aus! Wegen der aktuellen Hitzewelle steigt die Waldbrandgefahr im ganzen Land massiv an. Laut dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) sind unachtsame Menschen häufig schuld an den gefährlichen Feuern. 

Im Kanton Bern wütet in Unterseen am Dienstagnachmittag ein Waldbrand, wie die Kantonspolizei bestätigt. Die Feuerwehr ist mit einem Löschhelikopter im Einsatz. Die Hintergründe sind noch unklar.

Am härtesten trifft die Waldbrandgefahr aktuell das Wallis. Von Riddes bis zum Vispertal herrscht derzeit die höchste Gefahrenstufe fünf. Hier führt schon ein einziger Funke mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Brand. Im südlichen Teil des Wallis – von St. Maurice VS bis Saas VS – sowie im Aletschgebiet gilt Gefahrenstufe vier. 

In Teilen des Wallis herrscht bereits absolutes Feuerverbot

Wie der Kanton Wallis in einer Medienmitteilung vom Dienstag bekannt gibt, ist derzeit jegliches Feuer in Wald und Waldesnähe in den Gefahrengebieten verboten. Auch in Siedlungen dürfen Feuer nur in festen Feuerstellen entzündet werden. 

In den Waadtländer Alpen besteht derzeit mit der Gefahrenstufe zwei noch eine mässige Gefahr. So auch in den Innerschweizer Kantonen Schwyz und Zug sowie im Kanton Schaffhausen. Wie das Bafu betont, müssen Feuer auch bei mässiger Gefahr immer mit der nötigen Vorsicht entfacht werden.

In Graubünden, dem flächenmässig grössten Kanton der Schweiz, gibt es deutliche Unterschiede bei der Risikobewertung: Am höchsten ist die Waldbrandgefahr in den Regionen der unteren Surselva, dem Rheintal und Prättigau, wo die Gefahrenstufe vier ausgerufen wurde. Das Oberengadin hat derzeit noch Gefahrenstufe zwei. 

In der ganzen Schweiz drohen Waldbrände

In allen anderen Kantonen hat das Bafu die Gefahrenstufe drei ausgerufen. Aktuell gilt also in der ganzen Schweiz Waldbrandgefahr. 

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Die folgenden Verhaltensempfehlungen solltest du unabhängig von deinem Standort beherzigen: Informiere dich immer über die lokale Gefahrensituation, bevor du im Freien ein Feuer machst. Feuerverbote von Kanton oder Gemeinde müssen zwingend eingehalten werden. Auch bei einer niedrigeren Gefahrenstufe können bereits bedingte oder absolute Feuerverbote im Wald und in Waldesnähe ausgerufen werden. 

Die grösste Vorsicht ist notwendig

Wirf niemals Zigarettenkippen oder Streichhölzer auf den Boden. Beim Grillieren im Wald solltest du vorzugsweise feste Grillstellen nutzen. Wer das nicht möchte, muss die lokalen Vorschriften strengstens im Auge behalten – gilt ein bedingtes Feuerverbot, sind freie Feuerstellen tabu. 

Lasse dein Feuer zudem niemals aus den Augen. Falls Funken auf den Boden überspringen, musst du sofort eingreifen können. Die Grillstelle darf erst verlassen werden, wenn das Feuer vollständig gelöscht wurde. 

Auch Feuerwerke stellen eine erhebliche Gefahr für Brände dar. Diese dürfen daher nur an Orten mit ausdrücklicher Bewilligung der Standortgemeinde abgefeuert werden. 

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