Darum gehts
- Heftige Waldbrände in Südfrankreich zerstören grosse Fläche Land
- 500 bis 600 Menschen aus Dörfern nahe Narbonne evakuiert
- Mehrere Campingplätze in Fréjus wurden vorsorglich geräumt
Feuer, unermüdlich kämpfende Einsatzkräfte und weite Landstriche, die den Flammen zum Opfer fallen: Im Süden Frankreichs wüten derzeit heftige Waldbrände. Wie gross die zerstörte Fläche ist, ist noch unklar. Laut Berichten könnten es weit über 1000 Hektar sein.
Doch auch in der Schweiz ist die Lage angespannt. Heftige Regenfälle in der Nacht auf Mittwoch sorgten für Wetterchaos. Doch der langersehnte Regen reichte gegen die Trockenheit bei weitem nicht aus. An den meisten Orten gilt weiterhin Gefahrenstufe vier.
In Teilen des Kantons Wallis herrscht Waldbrandgefahr der Stufe 5 (grosse Gefahr). Der Bund warnt vor Feuern, die sich rasch auf grosse Flächen und Baumkronen ausbreiten können. In den vergangenen Wochen kam es vielerorts zu Waldbränden. Im Zuge der aktuellen Hitzewelle traten zudem in vielen Kantonen Flurbrände auf. Von diesen Bränden, die beispielsweise auf offenem Feld ausbrechen, geht ein Risiko aus. Denn: Sie können sich schnell auf grössere Flächen ausbreiten.
Kanton St. Gallen: Feuer im Wald verboten
Der Kanton St. Gallen spricht deswegen ab Freitag für das ganze Kantonsgebiet ein Feuerverbot aus. Ziel ist es, Natur und Bevölkerung wirksam zu schützen, heisst es in einem Communiqué vom Donnerstagmorgen.
In Frankreich mussten aus mehreren Dörfern insgesamt 500 bis 600 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Auch in Fréjus waren Evakuierungen notwendig: Mehrere Campingplätze wurden dort vorsorglich geräumt.
Nahe Marseille wüten ebenfalls Waldbrände. Die grosse Trockenheit und der Wind in den Gebirgsregionen fachen die Flammen immer wieder an. Das Département Hérault gilt zusammen mit fünf weiteren Départements an der Mittelmeerküste laut dem französischen Wetterdienst als «sehr stark» brandgefährdet.