Mit System zur Spitze: Talentförderung im digitalen Umfeld
Dass mit der Mediamatikerin Tina Pletka ein aussergewöhnliches Talent heranwächst, ist ihrer Praxisberufsbildnerin Annina Speich schon früh aufgefallen: «Sie ist eine Mitdenkerin und sucht selbst Lösungen, bevor sie nachfragt.» Dieses Verhalten trägt Früchte, wie Tinas Gewinn der Goldmedaille an den SwissSkills 2025 zeigt. Hinter diesem Erfolg stehen bei UBS strukturierte Prozesse und eine Mentorenkultur im digitalen Umfeld.
Als Berufsbildnerin sehe sie sofort, wer Feedback nur konsumiere und wer es wirklich verarbeite – bei Tina sei es immer Letzteres gewesen, sagt Speich. «Sie hat ihre Schwachstellen aktiv gesucht und in unseren Performance-Reviews gezielt Themen eingebracht, bei denen sie noch unsicher war.»
Ein wesentlicher Teil dieses Erfolgs ist die Art der Begleitung. Speich setzt auf regelmässigen Austausch. «Ich frage nicht nur, wie die Arbeit läuft, sondern auch, wie es in der Schule ist und wo sie sich weiterentwickeln möchte», erklärt sie. «Von Anfang an habe ich geschaut: Was sind Tinas Stärken, ihre Interessen, wo hat sie noch Unsicherheiten? Wenn etwas nicht auf Anhieb gelang, haben wir gezielt an diesen Themen gearbeitet und ihr den Raum gegeben, sich weiterzuentwickeln. Das war das Fundament ihrer gesamten Ausbildung.»
Die Vorbereitung für die SwissSkills forderte enorme Disziplin – besonders nach einer ersten Enttäuschung: Im Frühling 2024 verpasste Tina zunächst die Qualifikation. Doch die ehrgeizige Lernende liess sich nicht entmutigen: «Da ich eher perfektionistisch bin, fiel mir diese erste Niederlage nicht leicht. Gleichzeitig hat sie mich motiviert, genauer hinzuschauen.» Im zweiten Anlauf im Folgejahr klappte es: Tina sicherte sich das Ticket für die SwissSkills 2025 und holte prompt Gold. In der entscheidenden Phase investierte sie neben den acht Stunden Meisterschaftsklasse pro Woche zusätzlich zwei Stunden in Probetrainings.
Ohne den Rückhalt ihres Teams wäre Tinas Kraftakt neben dem Job unmöglich gewesen. «Die Kolleginnen und Kollegen haben in heissen Phasen Tinas Aufgaben übernommen, ohne dass wir diskutieren mussten», sagt Speich. «Ich war sehr dankbar, dass ich dieses Privileg hatte», betont die Mediamatik-Lernende. Zudem hatte sie in der Vorbereitung immer die Möglichkeit, Themen mit ihrer Praxisberufsbildnerin zu besprechen. «Wir begleiten die Lernenden als Mentoren, nicht als Kontrolleure», unterstreicht Speich.
Dass dieses Modell über den Wettbewerb hinaus wirkt, zeigt Tinas Entscheidung, auch nach der Lehre bei UBS zu bleiben. Sie wird bald ein Studium an der Fachhochschule Graubünden starten und dieses mit einer Teilzeitstelle bei der Bank kombinieren. An die WorldSkills 2026 in Shanghai wird sie hingegen nicht reisen. Die Teilnehmenden treten an den internationalen Meisterschaften nach sogenannten Skills an. Diese entsprechen nicht immer den Schweizer Lehrberufen. Ob die Schweiz in einem der Skills vertreten sein wird, entscheidet der jeweilige Berufsverband.
«Wir investieren viel in die Entwicklung unserer Lernenden und freuen uns, wenn dieses Potenzial im Unternehmen bleibt», sagt Speich stolz. «Tina kennt UBS, sie kennt das Team, und sie ist einfach eine Topkollegin. Das ist das schönste Ergebnis, das man sich wünschen kann.»
Ihr wichtigster Rat an andere Unternehmen ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: «Wir müssen die Lernenden gut kennenlernen – über die Aufgabenliste hinaus. Wenn wir ihre Stärken kennen und wissen, was ihnen Unbehagen bereitet, können wir sie gezielt fördern. Man muss als Team Präsenz zeigen und die Nachwuchskräfte immer als vollwertige Mitglieder behandeln. Der zusätzliche Aufwand ist überschaubar, der Mehrwert jedoch enorm.»
42 junge Berufstalente repräsentieren die Schweiz und ihr Berufsbildungssystem an den WorldSkills 2026 in Shanghai. UBS engagiert sich umfassend im Rahmen aller SwissSkills-Plattformen, die das Ziel haben, die Exzellenz der Berufsausübung in der Schweiz langfristig zu stärken.
Hierzu gehört auch die Förderung der SwissSkills-Berufsnationalmannschaft. Die Mitglieder erhalten in der Vorbereitung auf internationale Meisterschaften Unterstützung, damit sie die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Ausbildungssystems im internationalen Umfeld unter Beweis stellen können.
Ringier Medien Schweiz ist offizieller Medienpartner von SwissSkills.
42 junge Berufstalente repräsentieren die Schweiz und ihr Berufsbildungssystem an den WorldSkills 2026 in Shanghai. UBS engagiert sich umfassend im Rahmen aller SwissSkills-Plattformen, die das Ziel haben, die Exzellenz der Berufsausübung in der Schweiz langfristig zu stärken.
Hierzu gehört auch die Förderung der SwissSkills-Berufsnationalmannschaft. Die Mitglieder erhalten in der Vorbereitung auf internationale Meisterschaften Unterstützung, damit sie die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Ausbildungssystems im internationalen Umfeld unter Beweis stellen können.
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Kuhn Schweiz: Wenn die Lehre zur strategischen Investition wird
Vom Büro-Setting bei der Grossbank an der Zürcher Europaallee ins thurgauische Lommis: Auch wenn die Arbeitsumgebungen unterschiedlicher kaum sein könnten, verfolgt man bei der Kuhn Schweiz AG eine Philosophie, die Parallelen zu UBS aufweist. Wenn es darum geht, junge Berufstalente voranzubringen, setzt man hier auf den gleichen Kern wie in der Finanzwelt – auf den Menschen und sein Potenzial.
Wie schafft es ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden und aktuell 12 Lernenden, junge Berufsleute an die Weltspitze zu führen? Für Martin Schär, Serviceberater und Lehrlingsverantwortlicher bei der Kuhn Schweiz AG in Lommis, gibt es kein spezielles Erfolgsrezept. Er setzt auf ein klares Credo: «Unsere Lernenden sind nicht nur Teil des Teams, sie sind aktive Mitgestalter der Zukunft unseres Unternehmens.» Die Ausbildung von Jugendlichen ist für die Baumaschinenspezialisten kein Nebenschauplatz, sondern eine Investition in die Zukunft. Über zehn Prozent der Belegschaft sind Lernende – und viele bleiben dem Betrieb treu.
Bei Sandro Amrhein war diese Motivation und Begeisterung von Anfang an da: «Die Faszination für Maschinen begann schon in meiner Kindheit», blickt der Baumaschinenmechaniker EFZ zurück, der im September an den WorldSkills 2026 in Shanghai um eine Medaille kämpfen wird. «Später habe ich am Töffli rumgeschraubt. Nach einer Schnupperlehre war klar, dass ich Baumaschinenmechaniker werden will, und ich hatte das Glück, meine Lehre in einem super Betrieb machen zu können.»
Schon bald geht das SwissSkills-Nationalteam an den WorldSkills Shanghai 2026 für die Schweiz an den Start. Überrasche unsere Berufstalente mit einer persönlichen Good-Luck-Botschaft auf der SwissSkills-Fan-Wall und teile deinen Beitrag anschliessend auf deinen Social-Media-Kanälen. Jeder Fan-Gruss gibt zusätzlichen Rückenwind!
Schon bald geht das SwissSkills-Nationalteam an den WorldSkills Shanghai 2026 für die Schweiz an den Start. Überrasche unsere Berufstalente mit einer persönlichen Good-Luck-Botschaft auf der SwissSkills-Fan-Wall und teile deinen Beitrag anschliessend auf deinen Social-Media-Kanälen. Jeder Fan-Gruss gibt zusätzlichen Rückenwind!
Dass der Weg an die Spitze selten linear verläuft, zeigte sich jedoch im zweiten Lehrjahr. Damals gab es Phasen, in denen andere Prioritäten in den Vordergrund rückten. Martin Schär erinnert sich: «Unsere Aufgabe war dann, in klärenden Gesprächen den Fokus neu zu justieren.» Das fruchtete, Sandro steigerte sich enorm und empfahl sich durch seinen grossen Einsatz. Schliesslich wurde er aufgrund seiner hervorragenden Leistungen angefragt, ob er an den SwissSkills 2025 teilnehmen will.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei Kuhn in der konsequent gelebten Praxisnähe. Statt künstlicher Laborbedingungen setzt das Unternehmen auf den realen Arbeitsalltag: Im vierten Lehrjahr sind die Lernenden selbstständig mit dem Servicefahrzeug unterwegs, lösen Kundenprobleme vor Ort und reparieren Maschinen eigenverantwortlich. «Wer einen Fehler macht und ihn selbst korrigiert, vergisst ihn nie mehr», ist Schär überzeugt. Diese Kultur der Fehlertoleranz ist entscheidend.
Sandro Amrhein bestätigt: «Am liebsten bin ich draussen bei den Kunden, wo ich auf mich selbst gestellt bin. In der Werkstatt hast du immer noch Kollegen, die du fragen kannst. Auf der Baustelle musst du selber eine Lösung finden. So lernt man am meisten dazu, das bringt dich auch beruflich weiter.»
Der Einsatz für solche Talente ist immens: Allein für das Training des vorherigen Kandidaten fielen im Betrieb rund 38 Arbeitstage an, hinzu kamen unzählige Wochenenden. Um in Shanghai unter extremem Druck die Bestleistung abzurufen, überlässt Kuhn Schweiz mit Unterstützung von SwissSkills nichts dem Zufall. Für die letzten Prozentpunkte Leistung erhält Sandro professionelles Mentalcoaching durch die St. Gallerin Heidy Walser, die sonst Stärken und Potenziale bei Spitzensportlern oder CEOs fördert.
Sandro Amrhein hat seine Lehre bereits abgeschlossen und nimmt nun die Weiterbildung zum Diagnosetechniker in Angriff. Das Abenteuer an den WorldSkills 2026 Shanghai ist für den jungen Baumaschinenmechaniker der Höhepunkt einer Ausbildung, die auf Vertrauen und harter Arbeit basiert.
Ob in der Thurgauer Baumaschinenwerkstatt oder im Zürcher Backoffice einer Bank: Die Formel für Schweizer Weltklassetalente ist identisch. Sie basiert auf drei Säulen:
- Frühzeitige Identifikation: Berufstalente werden durch Praxiseinblicke gefordert, nicht nur durch Theorie.
- Offene Fehler- und Lernkultur: Ein Umfeld, das den Mut zum Ausprobieren belohnt, anstatt Fehler zu sanktionieren.
- Mentoring-Kultur: Vorgesetzte fungieren als Mentoren, die Rückhalt geben und aktiv auch in die persönliche Entwicklung der Talente investieren.
Die Förderung endet bei Kuhn Schweiz und UBS nicht mit der Lehrabschlussprüfung, sondern bildet den Grundstein für eine langfristige Bindung – ein Modell, von dem beide Seiten profitieren. Unternehmen gewinnen hoch qualifizierte Fachkräfte, die den Betrieb in- und auswendig kennen, und die Lernenden erhalten das Fundament für eine erfolgreiche Berufskarriere.
Ob in der Thurgauer Baumaschinenwerkstatt oder im Zürcher Backoffice einer Bank: Die Formel für Schweizer Weltklassetalente ist identisch. Sie basiert auf drei Säulen:
- Frühzeitige Identifikation: Berufstalente werden durch Praxiseinblicke gefordert, nicht nur durch Theorie.
- Offene Fehler- und Lernkultur: Ein Umfeld, das den Mut zum Ausprobieren belohnt, anstatt Fehler zu sanktionieren.
- Mentoring-Kultur: Vorgesetzte fungieren als Mentoren, die Rückhalt geben und aktiv auch in die persönliche Entwicklung der Talente investieren.
Die Förderung endet bei Kuhn Schweiz und UBS nicht mit der Lehrabschlussprüfung, sondern bildet den Grundstein für eine langfristige Bindung – ein Modell, von dem beide Seiten profitieren. Unternehmen gewinnen hoch qualifizierte Fachkräfte, die den Betrieb in- und auswendig kennen, und die Lernenden erhalten das Fundament für eine erfolgreiche Berufskarriere.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
Kontakt: E-Mail an Brand Studio
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