Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt verändern sich spürbar. Während immer mehr Hochschulabsolventen und -absolventinnen Mühe bei der Stellensuche bekunden, sind qualifizierte Berufsleute mehr denn je gefragt. Umso schwerer wiegt eine aktuelle Entwicklung: Die Schweiz hinkt ihren eigenen Bildungsansprüchen hinterher. Bund und Wirtschaft fordern seit Jahren, dass 95 Prozent aller 25-Jährigen einen Sekundarstufe-II-Abschluss in der Tasche haben sollen – also entweder eine Berufslehre oder die Maturität. Wie aus dem Bildungsbericht 2026 hervorgeht, liegt die Quote aktuell jedoch bei gut 90 Prozent.
Woran das genau liegt, ist laut Prof. Dr. Stefan C. Wolter, Leiter der Forschungsstelle für Bildungsökonomie der Universität Bern, schwer zu sagen. «Schon vor 20 Jahren wurde dieses Ziel formuliert, weil ein Abschluss zwar keine Garantie für Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist, aber eine notwendige Voraussetzung», sagt der Experte für das Schweizer Bildungswesen. «Menschen ohne Berufslehre oder Maturität sind häufiger arbeitslos, geraten eher in die Sozialhilfe und haben später eine schlechtere Rente.»
Der vermeintlich sichere Weg
Noch immer gilt die akademische Laufbahn in vielen Familien als Königsweg. Ein Studium verspricht oft einen höheren Lohn und gesellschaftliches Prestige. Tatsächlich verdienen Hochschulabsolventen und -absolventinnen hierzulande über das gesamte Erwerbsleben hinweg im Durchschnitt rund 40 Prozent mehr als solche ohne Hochschulabschluss. Doch Wolter warnt davor, diesen Wert als Erfolgsgarantie zu verstehen. «Das ist ein Durchschnittswert und keine Garantie für jeden einzelnen Abschluss. Früher waren Akademiker deutlich besser vor Arbeitslosigkeit geschützt. Das verändert sich jetzt.»
Prof. Dr. Stefan C. Wolter ist Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle und Leiter der Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern. Zusätzlich lehrt er seit 2015 als Gastprofessor Bildungsökonomie an der Universität Basel. Zuvor wirkte er als Leiter des Ressorts Arbeitsmarktpolitik im Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit in Bern.
Prof. Dr. Stefan C. Wolter ist Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle und Leiter der Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern. Zusätzlich lehrt er seit 2015 als Gastprofessor Bildungsökonomie an der Universität Basel. Zuvor wirkte er als Leiter des Ressorts Arbeitsmarktpolitik im Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit in Bern.
Besonders kritisch wird es laut dem Bildungsökonomen, wenn Jugendliche gegen ihre Interessen oder Talente auf einen akademischen Weg gedrängt werden. «Der Hochrisikoweg ist heute der allgemeinbildende, nicht der berufsspezifische Weg», sagt Wolter. Viele Eltern würden das Risiko des Scheiterns unterschätzen. Wer im Gymnasium oder auf einem anderen allgemeinen Bildungsweg nicht bestehen könne, stehe am Ende womöglich ganz ohne Abschluss da. Genau dies belaste auch die nationale Statistik.
Dazu komme, dass die Entscheidung gegen das Gymnasium keineswegs eine Entscheidung gegen ein späteres Studium sei. «Wer erfolgreich eine Lehre absolviert, hat später dieselben Möglichkeiten», betont Wolter. «Die Schweizer Berufslehre ist ein vollwertiger Bildungsabschluss, der alle Wege offen lässt. Wer motiviert ist und sich weiterbilden möchte, kann über die Berufsmaturität oder Fachhochschule genauso weit kommen wie jemand mit einem Uni-Studium.»
Die Berufslehre und die Berufsvielfalt sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Damit Jugendliche im Berufsleben ihr volles Potenzial entdecken und entfalten können, engagiert sich UBS umfassend im Rahmen aller SwissSkills-Plattformen. Diese haben das Ziel, die Exzellenz der Berufsausübung in der Schweiz langfristig zu stärken.
Zu diesen Plattformen gehören unter anderem die zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills in Bern, die SwissSkills City sowie die Förderung der SwissSkills-Berufsnationalmannschaft und deren Unterstützung bei der Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe, wie den WorldSkills 2026 in Shanghai, die vom 22. bis 27. September stattfinden.
Ringier Medien Schweiz ist offizieller Medienpartner von SwissSkills.
Die Berufslehre und die Berufsvielfalt sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Damit Jugendliche im Berufsleben ihr volles Potenzial entdecken und entfalten können, engagiert sich UBS umfassend im Rahmen aller SwissSkills-Plattformen. Diese haben das Ziel, die Exzellenz der Berufsausübung in der Schweiz langfristig zu stärken.
Zu diesen Plattformen gehören unter anderem die zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills in Bern, die SwissSkills City sowie die Förderung der SwissSkills-Berufsnationalmannschaft und deren Unterstützung bei der Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe, wie den WorldSkills 2026 in Shanghai, die vom 22. bis 27. September stattfinden.
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Wird KI das KV verdrängen?
Neben dem Lohnargument treibt Eltern und Jugendliche heute auch die Angst vor der Zukunft an. Besonders häufig fällt dabei der Blick auf das KV, den beliebtesten Lehrberuf der Schweiz. Viele fragen sich, ob Büroberufe im Zeitalter von künstlicher Intelligenz (KI) in Zukunft überhaupt noch gebraucht werden. «Solche Diskussionen gab es schon früher», sagt Wolter. Mitte der 90er-Jahre hätten Experten vorhergesagt, dass Computer das klassische Sekretariat verdrängen und damit auch das KV verschwinden würde. Doch das sei nicht passiert. «Das KV hat sich einfach weiterentwickelt. Dasselbe geschieht nun auch mit KI», erläutert er. «Berufe verschwinden nicht einfach, sondern verändern sich.» Gerade die Berufsbildung habe dabei einen Vorteil, weil Lernende neue Technologien direkt im Betrieb anzuwenden lernen.
Das Problem der Zukunft ist das Mittelmass
Entscheidend sei deshalb nicht die Frage, welchen Beruf jemand wählt, sondern wie gut er sich darin entwickelt. «Wer weiss, dass er in seinem Beruf zu den Besten gehören kann, muss keine Angst haben», sagt Wolter. Wer beispielsweise im KV zu den Leistungsstärksten gehöre, werde auch künftig gefragt sein – selbst wenn insgesamt weniger Stellen existieren sollten. «Die Herausforderung der Zukunft ist das Mittelmass. Schwierig wird es für diejenigen, die mit durchschnittlichen Leistungen aufwarten.» Das gelte nicht nur für Lehrabsolventen, sondern genauso für Akademiker.
Fan-Power für das SwissSkills National Team! Poste vom 10. Juni bis 7. Juli deine persönliche Botschaft auf der SwissSkills-Fanwall und gewinne mit etwas Glück eine Reise für zwei Personen an die WorldSkills Shanghai 2026. Im Preis inbegriffen sind die Flüge, alle Hotelübernachtungen sowie die Tickets für die Wettkämpfe und andere exklusive Events vor Ort. Zeig, dass dein Herz für unsere Schweizer Berufstalente schlägt!
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Vielen jungen Menschen bietet die Berufsbildung zudem einen Vorteil, der im öffentlichen Diskurs oft unterschätzt wird: den direkten Bezug zur Praxis. «In der Lehre lernt man am Morgen etwas Theoretisches und kann es am Nachmittag direkt anwenden», sagt Wolter. Viele Jugendliche würden dadurch erstmals erleben, wozu Wissen konkret nützlich ist. Wer praktisch oder sozial begabt sei, komme im stark theoretisch ausgerichteten Schulsystem oft weniger zur Geltung. Die Lehre ermögliche es, Begabungen häufiger und erfolgreicher zu testen und zu fördern.
Mit 25 Jahren schon sein eigener Chef sein
Hinzu kommt eine Entwicklung, die den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren weiterhin stark prägen dürfte: die Pensionierung der Babyboomer. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer werden die Führungsrolle ihrer Firmen altersbedingt abgeben müssen. Dadurch entstehen Opportunitäten für qualifizierte Berufsleute. «Nie war es so einfach wie heute, in jungen Jahren ein Unternehmen zu übernehmen», sagt Wolter. Besonders die höhere Berufsbildung eröffne attraktive Karrierewege. Wer nach einer Lehre zusätzliche Qualifikationen erwerbe, könne oft schon früh Führungsverantwortung übernehmen oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. «In vielen Berufen hat man heute realistische Chancen, mit 25 Jahren sein eigener Chef zu seinw, während viele Universitätsstudenten in diesem Alter gerade erst ihren Abschluss machen», hält Wolter fest.
Für Eltern und Jugendliche hat der Bildungsökonom zum Schluss eine einfache Botschaft: Man soll den Weg wählen, auf dem man die grössten Erfolgschancen für sich selbst sieht. «Wer überzeugt ist, das Gymnasium erfolgreich zu meistern, soll diesen Weg gehen. Wer seine Stärken eher in einem Lehrberuf sieht, soll sich dafür entscheiden», sagt Wolter. Am Ende zählt nicht das Prestige eines Bildungswegs, sondern dass die Ausbildung zu den eigenen Stärken passt.
- Direkter Praxisbezug: Theorie am Morgen, Praxis am Nachmittag. Gelerntes kann sofort am selben Tag im Betrieb umgesetzt werden.
- Keine Sackgasse: Dank Berufsmaturität und Fachhochschulen stehen im Schweizer Bildungssystem auch nach der Lehre viele Türen bis hin zum Studium offen.
- Frühe Chefposten: Infolge der Pensionierungswelle der Babyboomer ist es für Berufsleute so leicht wie nie, bereits in jungen Jahren eine Firma zu übernehmen.
- Am Puls der Technik: Neue Technologien wie KI werden direkt im Betrieb erlernt und weiterentwickelt. Berufe wie das KV sterben nicht aus, sie entwickeln sich weiter.
- Talente entfalten: Wer seine praktischen und sozialen Stärken im schulischen Kontext weniger einbringen kann, findet in einer Berufslehre oft passende Möglichkeiten, diese gezielt zu entfalten.
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- Talente entfalten: Wer seine praktischen und sozialen Stärken im schulischen Kontext weniger einbringen kann, findet in einer Berufslehre oft passende Möglichkeiten, diese gezielt zu entfalten.
- Im Schnitt mehr Lohn: Hochschulabsolventen verdienen über das gesamte Erwerbsleben hinweg im Durchschnitt rund 40 Prozent mehr.
- Ansehen: Das Gymnasium und die anschliessende universitäre Laufbahn geniessen in der Gesellschaft einen hohen Status.
- Gefragte Spitzenleistung: Wer in seinem Fachgebiet zu den Besten gehört, wird auch im KI‑Zeitalter besonders gefragt bleiben und entscheidenden Mehrwert schaffen.
- Analytisches Denken: Das allgemeinbildende Fundament legt die Basis für analytisches Denken und bereitet auf anspruchsvolle, wissenschaftliche Berufsfelder vor.
- Ideal für Theoriefokussierte: Für Jugendliche mit Interesse an theoretischen Inhalten bietet die Universität einen klar strukturierten Bildungsweg.
- Im Schnitt mehr Lohn: Hochschulabsolventen verdienen über das gesamte Erwerbsleben hinweg im Durchschnitt rund 40 Prozent mehr.
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- Gefragte Spitzenleistung: Wer in seinem Fachgebiet zu den Besten gehört, wird auch im KI‑Zeitalter besonders gefragt bleiben und entscheidenden Mehrwert schaffen.
- Analytisches Denken: Das allgemeinbildende Fundament legt die Basis für analytisches Denken und bereitet auf anspruchsvolle, wissenschaftliche Berufsfelder vor.
- Ideal für Theoriefokussierte: Für Jugendliche mit Interesse an theoretischen Inhalten bietet die Universität einen klar strukturierten Bildungsweg.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
Kontakt: E-Mail an Brand Studio
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