Der grosse Report zum Bordeaux-Jahrgang 2025
Grandioseste Schnäppchen seit Jahrzehnten!

Die Qualität? Überragend! Die Preise? Überragend. Der Jahrgang 2025 geht als einer der interessantesten seit Jahrzehnten in die Geschichte ein. Blick hat vor Ort über 300 Weine verkostet. Hier sind die besten aus allen Regionen. Und die grandiosesten Schnäppchen.
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Marielle Cazaux, Direktorin und Weinmacherin auf dem Top-Château La Conseillante: «Ich habe nach elf Jahren festgestellt: Endlich mache ich gute Weine …»
Foto: Alain Kunz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bordeaux-Jahrgang 2025 mit exzellenter Qualität und historischen Tiefpreisen
  • Weingüter setzen auf Modernität mit leichten Weinen mit 13–13,5% Alkohol und früher Trinkbarkeit
  • Besonders spannend: Die Top Ten der besten Schnäppchen dieses superben Jahrgangs
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Alain KunzWein-Kolumnist

Für einmal brauchte es weder grosse wissenschaftliche Abhandlungen über das Klima. Kaum Ausführungen über Hitze und Dürre. Über Regenperioden und Falschen-Mehltau-Druck. «Wir mussten gerade mal 1,2 Prozent der Beeren aussortieren», sagt Romain Jean-Pierre, der Technische Direktor von Château Figeac, einem der beiden Grand Cru Classé A aus Saint-Emilion, also der höchsten Einstufung in der Region. «Deshalb haben wir nur zehn Prozent des Traubenmaterials für den Petit Figeac benutzt, alles andere ging in den Grand Vin. Im Schnitt wird aus einem Viertel der Ernte Zweitwein gemacht.» Die Qualität der (wenigen) geernteten Trauben (die Menge war die tiefste seit 1991!) war rundum gut, weshalb es angebracht war, ganz viel davon in den Hauptwein zu stecken. «Wir haben in diesem Jahr den Zweitwein Petit Cheval gar nicht erst abgefüllt», sagt Pierre-Olivier «Pierrot» Clouet, Direktor von Cheval Blanc. «Alles ging in den Topwein.»

Petrus-Boss: «Den richtigen Lesezeitpunkt erwischen»

Schürfen wir dennoch ein bisschen tiefer, mit Olivier Berrouet, dem Direktor und Weinmacher des mythischen Weinguts Petrus, dessen Kellereigebäude das meistfotografierte Sujet der Region ist, weshalb es wegen auf der Strasse anhaltenden Touris immer wieder zu gefährlichen Strassenszenen kommt. «Das Einzige, was man musste, war diesen Jahrgang richtig zu lesen und zu verstehen. Vor allem, um den perfekten Lese-Zeitpunkt zu erwischen. Man konnte die Trauben zur perfekten Reife bringen», sagt Berrouet und ergänzt: «Zudem wurden die aromatische und phenolische Reife gleichzeitig erreicht.» Das bedeutet? Einerseits sind sowohl die phenolischen Verbindungen wie Tannine und Farbstoffe perfekt entwickelt. Und andererseits haben sich die Rebsorten-Aromen voll entwickelt.

«Endlich mache ich gute Weine …»

Berrouets Fazit: «Das Gefühl war ähnlich wie 2022. Und dieser gilt als Jahrhundert-Jahrgang.» Auch auf Le Pin, einem anderen ikonischen Gut, war die Zufriedenheit riesig, Besitzer Jacques Thienpont: «Das ist ein Jahrgang irgendwo zwischen 2022 und 2023. Er hat die Wucht des 22ers und die Komplexität des 23ers.»

Ein noch kürzeres Fazit zieht schmunzelnd Marielle Cazaux, Direktorin und Weinmacherin auf Château La Conseillante: «Ich habe nach elf Jahren festgestellt: Endlich mache ich gute Weine …»

Welches Fazit ist nach zig Château-Besuchen zu ziehen?

1. Die Qualität ist – wie bereits beschrieben – exzellent, obwohl das Jahr heiss war. Die Hauptgründe: Die Winzer von Bordeaux haben gelernt, mit dem «neuen» Klima umzugehen. Sie zeigen exemplarisch, wie das geht. Es gibt Gründe, weshalb es die Weinregion Nummer eins der Welt ist. Und, ebenso wichtig: Die Pflanzen haben das auch «gelernt». Bei ihnen müsste man eher von «adaptieren» sprechen.

Das war der Startschuss zur Verkostung von weit über 300 Weinen: Blick-Redaktor Alain Kunz am grossen Tasting der Union des Grands Crus de Bordeaux.
Foto: zVg

2. Die Winzer denken und handeln modern. Die Zeiten der fetten und alkoholreichen Parker-Weine sind im Bordelais so vorbei wie in kaum einer anderen Region. Natürlich passiert es vereinzelt, dass der optimale Lesezeitpunkt verpasst und der Wein opulent-alkoholisch wird. Aber das ist mittlerweile die absolute Ausnahme. Die Weine sind relativ «leicht» geworden. Meist mit Alkohol von in der Regel bloss 13 bis 13,5 Volumenprozent. Animierend, frisch und früh zugänglich. Wie gesagt: modern!

3. Die Preise sind nach wie vor tief. Sie haben sich innerhalb von zwei Jahren halbiert. Mindestens für die grossen Gewächse. Ein Beispiel: Kostete der Mouton Rothschild 2022 noch 650 Franken, so gibts den 2025 en Primeur für 350. Die Preise sind wegen der kleinen Mengen nicht weiter gefallen, aber sie haben sich grosso modo auf dem Niveau des 24ers halten können. Wenn, dann gabs Aufschläge von maximal zehn Prozent. Übrigens: Genau aus diesem Grund erscheint diese Story erst jetzt, obwohl die Primeurs-Woche im April war. Die Preise folgen immer viel später. Im September sind alle publiziert. Diese Transparenz wollten wir bieten.

Das findest du in Teil 1 des Bordeaux-Special:

  • Die besten Weine des linken Ufers (v.a. Médoc und Pessac-Léognan)
  • Die besten Weine des rechten Ufers (v.a. Saint-Emilion und Pomerol)
  • Die besten Weissweine
  • Einige wenige exzellente Süssweine (v.a. Sauternes)
  • Die Story des Shootingstars der letzten Jahre: Les Carmes Haut Brion
  • Die Story zu einem ganz kleinen Betrieb, der die Qualität dramatisch hat steigern können: Château Lamothe-Bergeron
  • Und da sind wir bei der geilsten Story: nämlich jene über die Schnäppchen des Jahres. Diese sind so attraktiv wie seit der Zeit vor der Jahrtausendwende nicht mehr! Muss man deshalb die Weine schon jetzt bezahlen, also en Primeur, um sie zwei Jahre später zu erhalten? Ganz ehrlich: nein! Weil die Lager derart voll sind, müssen zuerst die letzten Jahrgänge verkauft werden. Vom 25er wird es deshalb trotz kleiner Mengen genug geben. Viel Spass!

Und in den nächsten Tagen gibts dann Teil 2 und die Story, wie der Wechsel des Weinmachers von Ornellaia zu Château Lascombes bereits Früchte getragen hat. Und wie die Weine des Schweizer Lalique-Mehrheitsaktionärs und Weingutsammlers Silvio Denz heuer abgeschnitten haben. Inklusive eines limitierten Weins von über hundertjährigen Rebstöcken. Viel Spass!

Guillaume Pouthier hat das Château Les Carmes Haut-Brion in Rekordzeit ganz an die Spitze im Bordelais und damit der Welt gebracht.
Foto: Alain Kunz

Les Carmes Haut-Brion: Genie Pouthier krallt sich die 100 Punkte

Wenn ein Château als Stadtgut bezeichnet werden kann, dann Les Carmes Haut-Brion. Die Kellerei ist die einzige, die eine städtische Anschrift hat. Allerdings: Als die Mönche des Ordens der Karmeliter (Les Carmes) 1584 auf den 4,5 Hektaren der kleinen Kiesanhöhe begannen, Reben anzupflanzen, wussten sie bereits, was sie taten. Klar, da ist die Nähe zum mythischen Château Haut-Brion. Da können die Böden nur top sein. Was aber echt erstaunlich ist: Neuere Bodenuntersuchungen haben aufgezeigt, dass kaum Optimierungsbedarf besteht!

Die neue, von Star-Architekt Philippe Starck designte Kellerei sieht aus wie ein Schiffsrumpf, der, auf dem Kopf stehend, durch die Gegend zu pflügen scheint. Natürlich ist er fest verankert. Andere indes pflügen in der Tat durch die Böden: Die Pferde, welche den Job haben, die besonders von Verdichtung gefährdeten schweren, tonreichen Böden aufzulockern. Dass nach biodynamischen Grundsätzen gearbeitet wird, versteht sich da von selbst.

Der von Stardesigner Philippe Starck entworfene neue Keller des Châteaux Les Carmes Haut-Brion wirkt wie ein auf dem Kopf stehendes Schiff, das sich durch die Gegend pflügt.
Foto: Alain Kunz

Der Mastermind hinter dem Ganzen ist Guillaume Pouthier, der vielleicht besessenste, akribischste, perfektionistischste Weinmacher der Region. Der unterstützt wird vom besten Berater Frankreichs, Stéphane Derenoncourt. Pouthier wechselte vom Direktorensessel beim legendären Rhônegut Chapoutier 2012 ins Bordelais, als eine Immobilienfirma Les Carmes kaufte. Seither hat er das Château an die Weltspitze geführt. Vielleicht auch, weil er als einer der wenigen im Bordelais mit einem rechten Anteil an Ganztraubenpressung arbeitet, wie im Burgund. In den letzten Jahren wurde der Hauptwein mehrfach von verschiedenen Kritikern mit 100 Punkten bedacht. Auch der Jahrgang 2025 kratzt bei uns an der magischen Perfektionsgrenze.

Und doch hatte Pouthier ein klitzekleines Problem detektiert, wie könnte es anders sein: «Der Jahrgang verfügt über wenig Alkohol. Und das ist eine grosse Challenge, denn man muss um den wichtigsten Geschmacksträger herumarbeiten. Das ist nun mal der Alkohol. Ohne diesen würden wir schlicht Wasser machen. Ohne Alkohol geht einem Wein die Aromatik ab. In diesem Jahrgang mussten wir deshalb aufzeigen, dass man auch mit tiefen Alkoholwerten Textur und Reichtum in den Wein kriegen kann.»

Die besten Weine aus Pessac-Léognan
  • Haut-Bailly: Ausgewogen, minime Blutorange, Tiefe, Frucht zwischen rot und schwarz, Power, Erdtouch; Schmelz, austariert, saftig-samtene Tannine, die sehr lang sind, Power, ätherisch, alles im Lot, nun viel Frucht, total süffig geht in den hintersten Winkel und ist supersuperlang! 98–100/100 (Gerstl, Baur au Lac, Martel, Gazzar. 76 Franken)
  • Les Carmes Haut-Brion: 97–100/100 (siehe Story)
  • Smith Haut Lafitte: Wunderschöne, frische, zart-blumige Nase, Frucht zwischen Johannisbeere und Brombeere, Power, schon jetzt ätherisch-medizinal; Schmelz, rechte Tannine, die ein bisschen hart sind, feinkörnig, aber harsch bis zum Ende, müssen weicher werden, Power, Dichte, knackige Säure, Grip, Mundfülle, superlang. 97–99/100 (Gazzar. Gerstl. 79 Franken)
  • La Mission Haut-Brion: 98/100
  • Haut-Brion: 98/100
  • La Louvière: 94–95/100
Absolut ungestörte Verkostung eines potenziellen 100-Punkte-Weins auf Château Haut-Bailly.
zVg
  • Haut-Bailly: Ausgewogen, minime Blutorange, Tiefe, Frucht zwischen rot und schwarz, Power, Erdtouch; Schmelz, austariert, saftig-samtene Tannine, die sehr lang sind, Power, ätherisch, alles im Lot, nun viel Frucht, total süffig geht in den hintersten Winkel und ist supersuperlang! 98–100/100 (Gerstl, Baur au Lac, Martel, Gazzar. 76 Franken)
  • Les Carmes Haut-Brion: 97–100/100 (siehe Story)
  • Smith Haut Lafitte: Wunderschöne, frische, zart-blumige Nase, Frucht zwischen Johannisbeere und Brombeere, Power, schon jetzt ätherisch-medizinal; Schmelz, rechte Tannine, die ein bisschen hart sind, feinkörnig, aber harsch bis zum Ende, müssen weicher werden, Power, Dichte, knackige Säure, Grip, Mundfülle, superlang. 97–99/100 (Gazzar. Gerstl. 79 Franken)
  • La Mission Haut-Brion: 98/100
  • Haut-Brion: 98/100
  • La Louvière: 94–95/100

Pouthier bezeichnet die Frucht seiner Arbeit am Jahrgang 2025 als ultraparadoxal. «Obwohl der Wein sehr kompakt ist, bleibt er raffiniert. Wie eine Frau in einem leichten Sommerkleid, in deren Innern sich etwas enorm Tiefes versteckt.» Bereits bei der Primeursverkostung im April sei das Holz gut eingebunden gewesen. «Das haben wir noch nie gesehen. Und so können wir die Menschen mit diesem Wein überraschen.» Übrigens: Es gibt Schlösser, da ist die monumentale Bordeauxkrise kaum spürbar. Die 50'000 Fläschchen des Grand Vins von Les Carmes verkaufen sich jedenfalls von selbst. «Was da abgeht, ist der nackte Wahnsinn», sagt Pouthier. «Bei den Primeurs 2022 hatten wir 1000 Gäste, dieses Jahr 1500 …» Na ja, wenn man einen Wein, der auf dem Level der Premiers Grands Crus Classés ist, der aber bei der noch heute gültigen Klassifizierung von 1855 als einziges Gut des linken Ufers leer ausgegangen war, für weniger als 90 Franken anbietet, darf man sich nicht wundern …

Die Weine von Les Carmes Haut-Brion
  • C des Carmes Haut-Brion: Tiefe, dunkle, mächtige Nase, Würze, ein wenig dunkle Schokolade, enorme Power; Schmelz, Tiefgang, total dicht, hat Grip, spannende Säure, total samtene, präsente Tannine, die nie auch nur ansatzweise adstringierend werden, viel Spannung, Mundfülle, superlang. 95–96/100 (Gibts in der Schweiz noch nicht. Wird ca. 30 Franken kosten)
  • Les Carmes Haut-Brion: (Unfassbar dichte Farbe, hat keinen helleren Rand, schwarzrot bis zum Ende – Wahnsinn!): Unglaublich tiefe Nase, durchdringt alles, auch viel Espresso und Würze, tiefe, dunkle Frucht, unfassbare Spannung; total samtener Fluss, Leichtigkeit, Power, Präsenz, fantastisch smart-pudrige Tannine, die sich durchziehen, aber nie auch nur ansatzweise grün werden oder adstringieren oder stören, ätherisch, Mundfülle total, sensationell lang. 97–100/100 (Gazzar. Gerstl. 89 Franken)
Zwei Weine – und basta: der Zweitwein C des Carmes Haut-Brion und der Hauptwein, der von Parker auch schon mit 100 Punkten bedacht wurde.
Alain Kunz
  • C des Carmes Haut-Brion: Tiefe, dunkle, mächtige Nase, Würze, ein wenig dunkle Schokolade, enorme Power; Schmelz, Tiefgang, total dicht, hat Grip, spannende Säure, total samtene, präsente Tannine, die nie auch nur ansatzweise adstringierend werden, viel Spannung, Mundfülle, superlang. 95–96/100 (Gibts in der Schweiz noch nicht. Wird ca. 30 Franken kosten)
  • Les Carmes Haut-Brion: (Unfassbar dichte Farbe, hat keinen helleren Rand, schwarzrot bis zum Ende – Wahnsinn!): Unglaublich tiefe Nase, durchdringt alles, auch viel Espresso und Würze, tiefe, dunkle Frucht, unfassbare Spannung; total samtener Fluss, Leichtigkeit, Power, Präsenz, fantastisch smart-pudrige Tannine, die sich durchziehen, aber nie auch nur ansatzweise grün werden oder adstringieren oder stören, ätherisch, Mundfülle total, sensationell lang. 97–100/100 (Gazzar. Gerstl. 89 Franken)

Lamothe-Bergeron: Traumanwesen mit Wein zum Minipreis

Wenn man davon spricht, dass es Top-Bordeaux auch günstig gibt, dann meint man meistens Weine um die 25 bis 30 Franken. Logo, in Anbetracht dessen, dass für die Premier Grands Crus Classés bis vor zwei Jahren noch rund 600 Franken geheuscht wurden. Tempi passati. Nun gibt selbst die Kategorie «unter 20 Franken» gewaltig viel her. Wenn man lange genug sucht, wird man fündig. Zum Beispiel im Haut-Médoc auf Château du Retout. Den Jahrhundert-Jahrgang 2022 gabs en Primeur für 14.50 Franken, der Wein erhielt 93/100 Punkte. Für den Jahrgang 2025 gabs gar 94/100 Punkte! Bei Weinhändler Gerstl bezahlt man läppische 13.50 Franken!

Lamothe-Bergeron: (noch) ziemlich unbekannt, aber was für ein akkurat renoviertes Traumschloss!
Foto: Alain Kunz

Dies als kleine Einführung, denn die Rede soll hier vom Nachbarn von Du Retout sein, dem Traumschloss namens Lamothe-Bergeron. Nur war dieses Gut bislang ziemlich Mittelmass. Mit dem Jahrgang 2025 ist das anders geworden – und zwar sowas von radikal! Was hat sich denn geändert auf dem verwunschenen Schlösschen in Cussac-Fort-Médoc im Niemandsland des Haut-Médoc? Direktor Charles Lemoine erklärt: «Für den Jahrgang 2025 haben wir erstmals die sogenannte trioptische Methode bei den Cabernet-Sauvignon- und Petit-Verdot-Beeren angewandt. Das hat alles geändert!» Denn genügende Angestellte für eine manuelle Triage hat das kleine Château nicht, das aus demselben Grund maschinell lesen muss. Doch mit der trioptischen Methode, bei der ein Computer die Beeren auf dem Förderband mit perfekten Beeren abgleicht und diejenigen, die diesem Idealbild nicht entsprechen, mit einem Luftstoss vom Band schiesst, kann man garantieren, dass nur perfekte Früchte in die Presse gelangen.

Zudem wurden die qualitativ schlechteren Rebstöcke ausgerissen: 25 der einst 65 Hektaren. Das hat die Qualität auch gesteigert. Die Zahl der produzierten Flaschen sank von 250'000 auf 200'000. Was neu angepflanzt wird, ist teils offen. «Sechs Hektaren bepflanzen wir mit weissen Sorten», sagt Charles. «Für den Rest schauen wir, was der Markt macht.»

Die besten Weine des linken Ufers 2025: Médoc
  • Lafite Rothschild (Pauillac): Verhaltene, enorm tiefe Nase, ein Hauch medizinal, Rot- und Schwarzfrucht; nun unfassbar elegant, zart, wunderbare pudrige, schmelzige, kaum wahrnehmbare Tannine, leicht wie eine Feder, eleganter geht im Bordelais nicht, ist fast ein Pinot Noir, ätherisch, füllt alles aus, alles stimmig, unfassbar lang. 99–100/100 (Gerstl. Arvi. 391 Franken)
  • Pontet Canet (Pauillac): Tiefe, Dichte, tendenziell dunkle Frucht wie Zwetschgen, Kirschen, viel Würze, etwas Espresso, hochkomplex; Schmelz, Power, enormer Tiefgang, intensiv, ätherisch, recht mächtig, hat Kraft und Grip, breitet sich über alles aus, enorme Fülle – und wo bleiben die Tannine? Die sind so butterweich, die spürt man kaum! Und zwar bis zum Schluss. Magisch! Dazu ist die Finesse enorm, leichtfüssig, und das Finish ist sensationell lang! 99–100/100 (Gerstl. Arvi. Mövenpick. Ca. 75 Franken)
  • Montrose (Saint-Estèphe): Fantastische, tiefe Nase, Power, Eleganz, Kräuterwürze, Espresso, dunkle Frucht; Schmelz, Tiefgang, Druck, total smooth, auch die Tannine: zart, samten, feinkörnig, expressiv, gegen Ende Mundfülle total, königlich elegant, alles im Lot, wahnsinnig präzis, saftig, macht unglaubliche Trinkfreude und ist gewaltig lang! 99–100/100 (Gerstl. Arvi, Schubi. Casa del Vino. Ca. 122 Franken)
  • Margaux (Margaux): 98–99/100
  • Mouton Rothschild (Pauillac): 98/100
  • Pichon-Longueville Comtesse de Lalande (Pauillac): 97–98/100
  • Latour (Pauillac): 97–98/100

Die meisten hier gelisteten Weine kosten ein Gewehr. Die grosse Ausnahme ist folgender Wein, der nicht unter den Schnäppchen gelistet ist, weil dort die Obergrenze 27 Franken ist. Der hier kostet 40 Franken. Die wendet man dann doch gerne auf für einen Wein, der höher bewertet ist als zum Beispiel Latour:

  • Cantenac Brown (Margaux): Wunderschöne, beerenbetonte Nase, Himbeeren schimmern durch, aber auch Kräuterwürze, feine Kaffeenote; Schmelz, wunderbar rund, samtene Tannine, Dichte, aber nie wuchtig, die Tannine kreuzen nochmals auf, ätherisch, alles im Lot, superlanges Finish. Schlicht grossartig!!! 98/100 (ca. 40 Franken)
Maéva Senechau, Marketingverantwortliche für Château Montrose, darf stolz sein auf den Hauptwein, der das Potenzial für 100 Punkte hat.
Alain Kunz
  • Lafite Rothschild (Pauillac): Verhaltene, enorm tiefe Nase, ein Hauch medizinal, Rot- und Schwarzfrucht; nun unfassbar elegant, zart, wunderbare pudrige, schmelzige, kaum wahrnehmbare Tannine, leicht wie eine Feder, eleganter geht im Bordelais nicht, ist fast ein Pinot Noir, ätherisch, füllt alles aus, alles stimmig, unfassbar lang. 99–100/100 (Gerstl. Arvi. 391 Franken)
  • Pontet Canet (Pauillac): Tiefe, Dichte, tendenziell dunkle Frucht wie Zwetschgen, Kirschen, viel Würze, etwas Espresso, hochkomplex; Schmelz, Power, enormer Tiefgang, intensiv, ätherisch, recht mächtig, hat Kraft und Grip, breitet sich über alles aus, enorme Fülle – und wo bleiben die Tannine? Die sind so butterweich, die spürt man kaum! Und zwar bis zum Schluss. Magisch! Dazu ist die Finesse enorm, leichtfüssig, und das Finish ist sensationell lang! 99–100/100 (Gerstl. Arvi. Mövenpick. Ca. 75 Franken)
  • Montrose (Saint-Estèphe): Fantastische, tiefe Nase, Power, Eleganz, Kräuterwürze, Espresso, dunkle Frucht; Schmelz, Tiefgang, Druck, total smooth, auch die Tannine: zart, samten, feinkörnig, expressiv, gegen Ende Mundfülle total, königlich elegant, alles im Lot, wahnsinnig präzis, saftig, macht unglaubliche Trinkfreude und ist gewaltig lang! 99–100/100 (Gerstl. Arvi, Schubi. Casa del Vino. Ca. 122 Franken)
  • Margaux (Margaux): 98–99/100
  • Mouton Rothschild (Pauillac): 98/100
  • Pichon-Longueville Comtesse de Lalande (Pauillac): 97–98/100
  • Latour (Pauillac): 97–98/100

Die meisten hier gelisteten Weine kosten ein Gewehr. Die grosse Ausnahme ist folgender Wein, der nicht unter den Schnäppchen gelistet ist, weil dort die Obergrenze 27 Franken ist. Der hier kostet 40 Franken. Die wendet man dann doch gerne auf für einen Wein, der höher bewertet ist als zum Beispiel Latour:

  • Cantenac Brown (Margaux): Wunderschöne, beerenbetonte Nase, Himbeeren schimmern durch, aber auch Kräuterwürze, feine Kaffeenote; Schmelz, wunderbar rund, samtene Tannine, Dichte, aber nie wuchtig, die Tannine kreuzen nochmals auf, ätherisch, alles im Lot, superlanges Finish. Schlicht grossartig!!! 98/100 (ca. 40 Franken)

Aktive Marktförderung betreiben der Direktor und die Besitzer – seit 2019 ist das eine grosse französische Sozialversicherung – mit Schlossbesichtigungen der total renovierten ehemaligen Burg aus dem 14. Jahrhundert, von der es allerdings bloss noch eine Planskizze gibt. Gesichert ist aber, dass bereits damals Wein gekeltert wurde. Die Führungen sind immersiv. Die Besucher wandeln zwischen Licht und Ton, zwischen Projektionen und sensorischen Atmosphären durch den Weinkeller. Kein Wunder hat Lamothe-Bergeron schon mehrere Öno-Tourismus-Preise eingeheimst.

Im für Bordeauxweine lukrativen Schweizer Markt ist Lamothe-Bergeron aktuell nicht vertreten. «Wir waren einst bei Swiss gelistet, was toll war», sagt Charles. «Und auch Coop verkaufte unsere Weine dank unseres Négociants. Das lief super.» Dennoch ist der Jahrgang 2018 nach wie vor bei Coop erhältlich. Allerdings hat dieser qualitativ rein gar nichts mit dem grandiosen 25er zu tun … Wie auch immer: Wenn ein Schweizer Händler Interesse haben sollte – es lohnt sich. Den Hauptwein wird man für 15, 16 Franken anbieten können. Der Primeurs-Preis in Frankreich beträgt 13.50 Euro. Der pure Wahnsinn!

Die Weine von Lamothe-Bergeron
  • Château Lamothe-Bergeron Haut-Médoc 2025: Tolle, leicht laktische Nase, sehr tief, dunkle Frucht, Würze, ein Hauch Kaffee; Schmelz, Frische, knackige Säure, feinkörnige, sehr präsente Tannine, schöner Fluss, stringent, vertikal, leicht ätherisch, viel Zwetschgen, verteilt sich schön im Gaumen, Toplänge. 94-95/100
  • Jahrgang 2024: 93/100
  • Jahrgang 2022: 93-94/100
  • Jahrgang 2020: 88/100
  • Auch der Weisswein namens Cuvée Maxence, dessen Trauben von erst 2022 gepflanzten Rebbergen mit 90 Prozent Sauvignon Blanc stammen, die zu zwei Dritteln in Barriques und zu einem Drittel in Amphoren reifen, ist fantastisch: Sehr schöne, klare Nase, Glyzerin, Agrumen, auch Gelbfrucht, wirkt recht kräftig, hat null Sauvignon-Negativbehaftung; Kraft, geht vorwärts, schöne Säure, etwas viel Holz, minim medizinal, ätherisch, wunderbares Finale. 94/100 (ab Château 18 Euro).
Charles Lemoine, Direktor des Weinguts Lamothe-Bergeron, entkorkt die Musterflaschen des faszinierend guten Jahrgangs 2025.
Alain Kunz
  • Château Lamothe-Bergeron Haut-Médoc 2025: Tolle, leicht laktische Nase, sehr tief, dunkle Frucht, Würze, ein Hauch Kaffee; Schmelz, Frische, knackige Säure, feinkörnige, sehr präsente Tannine, schöner Fluss, stringent, vertikal, leicht ätherisch, viel Zwetschgen, verteilt sich schön im Gaumen, Toplänge. 94-95/100
  • Jahrgang 2024: 93/100
  • Jahrgang 2022: 93-94/100
  • Jahrgang 2020: 88/100
  • Auch der Weisswein namens Cuvée Maxence, dessen Trauben von erst 2022 gepflanzten Rebbergen mit 90 Prozent Sauvignon Blanc stammen, die zu zwei Dritteln in Barriques und zu einem Drittel in Amphoren reifen, ist fantastisch: Sehr schöne, klare Nase, Glyzerin, Agrumen, auch Gelbfrucht, wirkt recht kräftig, hat null Sauvignon-Negativbehaftung; Kraft, geht vorwärts, schöne Säure, etwas viel Holz, minim medizinal, ätherisch, wunderbares Finale. 94/100 (ab Château 18 Euro).

Hier sind sie, die geilen Schnäppchen-Top-Ten!

Et voilà! Neun Weine aus über 300. Die Anforderung? Potenzial für 95/100 Punkte. Der Beste notiert mit dem Gewaltscore von 97/100. Und keiner kostet mehr als 27 Franken. Letztes Kriterium: Die Weine müssen in der Schweiz erhältlich sein. PS: Den mit 17.50 Franken tiefsten Preis hat ein Wein, der von der Familie Vauthier gemacht wird. Das sind die, die den mythischen Ausone komponieren, und dies seit 1690! Château Fonbel – gewissermassen ein kleiner Ausone …

In den letzten Jahren immer unter den absoluten Top-Preis-Leistungsweinen zu finden: Château Sociando-Mallet aus dem Haut-Médoc (Flasche links).
Foto: Alain Kunz
  1. Château Sociando-Mallet (Haut-Médoc): Der beste Preis-Leistungswein der letzten drei Jahre ist heuer ganz vorne: Frische, ausladende, stimmige Nase, rechte Frucht, auch etwas Holz und Mokka, und alles auf Understatement; Schmelz, Power, Dichte, Tiefe, hat Grip, wunderschöne, knackige, saftige Tannine, ätherisch, füllt alles aus, superlang. Geil! 97/100 (Gerstl. Baur au Lac. Martel. Ca. 27 Franken)
  2. Château Mangot (Saint-Émilion): Grosses Kino, was die Todeschini Brothers mittlerweile in die Flasche zaubern! Komplexe, ausgewogene Nase, Dichte, Kirschen, recht verhalten; Schmelz, feingliedrig, hochelegant, samtene Tannine, lang, alles total im Lot, ätherisch, minime Adstringenz, feines, sehr langes Finale. 95-96/100. (Schubi. Gazzar. Coop. Ca. 25 Franken)
  3. Château Faugères: Der beste Faugères aller Zeiten? Eine Vertikale hat die Antwort gegeben: Ja! 95/100 (Zweifel. 26 Franken)
  4. Château de Fonbel (Saint-Émilion): Eines der sechs Güter des legendären Château Ausone, gemacht von der Besitzerfamilie Vauthier! Was für ein Wein für diesen Preis!!! 95/100 (Primeurs.ch. 17.50 Franken)
  5. Château Tour Saint Christophe (Saint-Émilion): Auf diesem Niveau war dieser Wein noch nie. Wir ziehen den Hut! 95/100 (Arvi, Gerstl, Casa del Vino. Ca. 27 Franken)
  6. De la Dauphine (Fronsac): Die Sensation aus der oft verkannten Appellation Fronsac. 94-95/100. (Schüwo. 23.80 Franken)
  7. La Louvière (Pessac-Léognan): Gut ist der Wein aus dem städtischen Graves-Gebiet eigentlich immer. Aber auf diesem Level war er selten! 94-95/100 (Millesima.ch. 27 Franken)
  8. Poujeaux (Moulis-en-Médoc): Nach der Rückkehr auf diese Liste im letzten Jahr ist der Preis-Leistungs-Klassiker erneut mit von der Partie. 94-95/100 (Gerstl, Baur au Lac. Ca. 21 Franken)
  9. Château Meyney (St-Estèphe): Auch das eigentlich ein Klassiker mit dem Label «viel Wein für wenig Geld». Die letzten drei Jahre wars nicht besonders viel Wein. Heuer? Ja! 94-95/100 (Gazzar, Mövenpick, Gerstl. 25 Franken)
  10. Belgrave (Haut-Médoc): Top 5ème Grand Cru Classé! 94-95/100 (Schubi. 23 Franken)
Karl Todeschini (Bild) hat Château Mangot gemeinsam mit seinem Bruder Yann in neue Sphären gehievt.
Foto: Alain Kunz
Die besten Weine des rechten Ufers 2025
  • Vieux Château Certan (Pomerol): Ausladende, tiefe Nase, Würze, Kräuter, dunkle Frucht, alles sehr verhalten, aber hochkomplex; Schmelz, alles im Lot, ausgewogen, minim laktisch, nun auch ein Hauch Rotfrucht, unglaublich smarte Tannine, saftig, plüschig, unglaublich tief, nimmt alles ein, macht total Spass, elegant bis zum Geht-nicht-mehr, ätherisch, unendlich lang, nahe der Perfektion. 99…100/100 (Casa del vino. 157 Franken)
  • Ausone (Saint-Émilion): Tiefe, frische, elegante Nase, minim laktisch, floral, leicht herbal, Frucht zwischen rot und schwarz; flauschig, saftig nun höchste Eleganzstufe, samtene Tannine, feingliedrig, ätherisch, Mundfülle, Spannung, macht total Spass, süffig, neverending Finish. 98–100/100 (Gerstl. Arvi. 419 Franken)
  • Cheval Blanc (Saint-Émilion. 12,7 Volumenprozent Alkohol, fast schon ein Leichtwein …): Verhaltene, tiefe Nase, Power, dunkle Frucht, leichte Würze, Kakao; Schmelz, leichtfüssig, hochelegant, viel Tannin, alles sehr reif, samten und feinkörnig, totale Balance zwischen Dichte und Finesse, ist fast zerbrechlich, ein Bordeaux für alle Bordeaux-Hater, ätherisch, füllt alles aus, sensationell lang. Wow! 98–100/100 (Gazzar. Arvi. 389 Franken)
  • Le Pin: 98–99/100
  • La Conseillante (Pomerol): 98–99/100
  • Canon (Saint-Emilion): 98–99/100
  • Lafleur (Pomerol): 98/100
  • Hosanna (Pomerol): 98/100
  • L’Eglise Clinet (Pomerol): 98/100
  • La Gaffelière (Saint-Émilion): 98/100
  • Pavie (Saint-Émilion): 97–98/100
  • Petrus (Pomerol): 97–98/100
  • Lafleur-Gazin (Pomerol): 97–98/100
  • Valandraud (Saint-Émilion): 97–98/100
  • Château-Figeac Saint-Émilion): 96–98/100
Einer von drei Kandidaten für die Maximalnote von 100 Punkten: Vieux Château Certan. Die beiden anderen sind Ausone und Cheval Blanc.
Alain Kunz
  • Vieux Château Certan (Pomerol): Ausladende, tiefe Nase, Würze, Kräuter, dunkle Frucht, alles sehr verhalten, aber hochkomplex; Schmelz, alles im Lot, ausgewogen, minim laktisch, nun auch ein Hauch Rotfrucht, unglaublich smarte Tannine, saftig, plüschig, unglaublich tief, nimmt alles ein, macht total Spass, elegant bis zum Geht-nicht-mehr, ätherisch, unendlich lang, nahe der Perfektion. 99…100/100 (Casa del vino. 157 Franken)
  • Ausone (Saint-Émilion): Tiefe, frische, elegante Nase, minim laktisch, floral, leicht herbal, Frucht zwischen rot und schwarz; flauschig, saftig nun höchste Eleganzstufe, samtene Tannine, feingliedrig, ätherisch, Mundfülle, Spannung, macht total Spass, süffig, neverending Finish. 98–100/100 (Gerstl. Arvi. 419 Franken)
  • Cheval Blanc (Saint-Émilion. 12,7 Volumenprozent Alkohol, fast schon ein Leichtwein …): Verhaltene, tiefe Nase, Power, dunkle Frucht, leichte Würze, Kakao; Schmelz, leichtfüssig, hochelegant, viel Tannin, alles sehr reif, samten und feinkörnig, totale Balance zwischen Dichte und Finesse, ist fast zerbrechlich, ein Bordeaux für alle Bordeaux-Hater, ätherisch, füllt alles aus, sensationell lang. Wow! 98–100/100 (Gazzar. Arvi. 389 Franken)
  • Le Pin: 98–99/100
  • La Conseillante (Pomerol): 98–99/100
  • Canon (Saint-Emilion): 98–99/100
  • Lafleur (Pomerol): 98/100
  • Hosanna (Pomerol): 98/100
  • L’Eglise Clinet (Pomerol): 98/100
  • La Gaffelière (Saint-Émilion): 98/100
  • Pavie (Saint-Émilion): 97–98/100
  • Petrus (Pomerol): 97–98/100
  • Lafleur-Gazin (Pomerol): 97–98/100
  • Valandraud (Saint-Émilion): 97–98/100
  • Château-Figeac Saint-Émilion): 96–98/100
Die besten Weissweine 2025
  • Smith Haut Lafitte Blanc (Pessac-Léognan): Verhaltene Nase, ein Hauch Butter, dicht, tendenziell Gelbfrucht, zart Agrumen; Schmelz, Power, Tiefe, leicht erdig, knackige Säure, die hoch präzis ist, auch Mandarine, dicht, sehr floral, auch dezent exotisch, sensationell lang – was für ein Weisser! 99–100/100 (Gerstl. Arvi. 135 Franken)
  • La Mission Haut-Brion Blanc (Pessac-Léognan): Feinziselierte Nase, ein Hauch Agrumen, mineralisch, alles auf Understatement, enormer Tiefgang; Schmelz, dezente, hochpräzise Säure, Tiefe, alles im Lot, nun viel Agrumen, auch ein bisschen Gras und nasses Gestein, viel Finesse, ätherisch, superlang. 99/100 (Arvi. 556 Franken)
  • Haut Brion Blanc (Pessac-Léognan): 98/100
  • Cos d’Estournel Blanc: 97–98/100
  • Margaux Blanc (Margaux): 96/100
  • Blanc de Duhart-Milon (Pauillac): 96/100
  • Les Champs Libres (von Château Lafleur, 100% Sauvignon Blanc, ist ein Vin de France !): 96/100
  • Le Petit Smith Haut Lafitte Blanc (Pessac-Léognan): 95-96/100
  • Larrivet Haut Brion (Pessac-Léognan): 95–96/100
  • Latour-Martillac (Pessac-Léognan): 95–96/100
  • Carbonnieux (Pessac-Léognan): 95/100
  • Valandraud Blanc (Saint-Émilion): 95/100
Florence Cathiard, charismatische Besitzerin von Château Smith Haut Lafitte, hat Anfang Jahr ihren Gatten Daniel verloren, stürzt sich aber wieder voller Energie ins Arbeitsleben. Der weisse Smith ist für uns der beste weisse Bordeaux. Er ist derart gut, dass im Bordelais auch mal ein Weisswein 100 Punkte kriegen sollte, was noch nie passiert ist!
Alain Kunz
  • Smith Haut Lafitte Blanc (Pessac-Léognan): Verhaltene Nase, ein Hauch Butter, dicht, tendenziell Gelbfrucht, zart Agrumen; Schmelz, Power, Tiefe, leicht erdig, knackige Säure, die hoch präzis ist, auch Mandarine, dicht, sehr floral, auch dezent exotisch, sensationell lang – was für ein Weisser! 99–100/100 (Gerstl. Arvi. 135 Franken)
  • La Mission Haut-Brion Blanc (Pessac-Léognan): Feinziselierte Nase, ein Hauch Agrumen, mineralisch, alles auf Understatement, enormer Tiefgang; Schmelz, dezente, hochpräzise Säure, Tiefe, alles im Lot, nun viel Agrumen, auch ein bisschen Gras und nasses Gestein, viel Finesse, ätherisch, superlang. 99/100 (Arvi. 556 Franken)
  • Haut Brion Blanc (Pessac-Léognan): 98/100
  • Cos d’Estournel Blanc: 97–98/100
  • Margaux Blanc (Margaux): 96/100
  • Blanc de Duhart-Milon (Pauillac): 96/100
  • Les Champs Libres (von Château Lafleur, 100% Sauvignon Blanc, ist ein Vin de France !): 96/100
  • Le Petit Smith Haut Lafitte Blanc (Pessac-Léognan): 95-96/100
  • Larrivet Haut Brion (Pessac-Léognan): 95–96/100
  • Latour-Martillac (Pessac-Léognan): 95–96/100
  • Carbonnieux (Pessac-Léognan): 95/100
  • Valandraud Blanc (Saint-Émilion): 95/100
Einige süsse Sauternes-Ideen
  • Rayne-Vigneau: Sensationell tiefe Honignase, Karamell, reife Aprikosen, Zuckermelone, Brioche; stimmig, trotz der dezenten Säure, alles im Lot, nicht zu süss, Power, Weihnachtsgebäck, sehr lang. 97/100 (Schubiweine. 42 Franken)
  • Lafaurie Peyraguey: Wunderschöne, tiefe Nase, Honig, Power, Honig, Mandeln, ätherisch, Zitronen-Gazosa, herbal; Schmelz, dezente Säure, easy, leichtfüssig, elegant, Marzipan, nie überladen, ätherisch, stimmig in sich, sogar süffig, elegant, filigran ätherisch, superlang! 95–97/100 (Zweifel. Gerstl. ca. 66 Franken)
  • Suduiraut : 96/100
  • Coutet: 95/100
  • Doisy Daëne: 94/100
Einer der Top-Sauternes des Jahres 2025: Château Lafaurie-Peyraguey des Schweizers Silvio Denz. Hier eine Flasche des unfassbaren Jahrgangs 1922!
Alain Kunz
  • Rayne-Vigneau: Sensationell tiefe Honignase, Karamell, reife Aprikosen, Zuckermelone, Brioche; stimmig, trotz der dezenten Säure, alles im Lot, nicht zu süss, Power, Weihnachtsgebäck, sehr lang. 97/100 (Schubiweine. 42 Franken)
  • Lafaurie Peyraguey: Wunderschöne, tiefe Nase, Honig, Power, Honig, Mandeln, ätherisch, Zitronen-Gazosa, herbal; Schmelz, dezente Säure, easy, leichtfüssig, elegant, Marzipan, nie überladen, ätherisch, stimmig in sich, sogar süffig, elegant, filigran ätherisch, superlang! 95–97/100 (Zweifel. Gerstl. ca. 66 Franken)
  • Suduiraut : 96/100
  • Coutet: 95/100
  • Doisy Daëne: 94/100
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