Darum gehts
- Walliser Weinkrise: Überproduktion zwingt Winzer zu Konkursen und Rodungen
- Die Qualität ist exzellent, wie Besse, Cipolla oder Cornulus zeigen
- Welches sind die acht besten Walliser Weine des Jahres? Hier ist die Liste!
Die Lager sind übervoll. Die Trauben vieler Kleinproduzenten finden keine Abnehmer. Im Wallis herrscht Alarmstufe Rot. Die grösste Kellerei der Schweiz, Provins, fährt einen Verlust von sechs Millionen Franken ein und kämpft ums nackte Überleben. Diesen Kampf verloren hat Topwinzer Andy Varonier aus Varen, der Konkurs anmelden musste. Immer mehr folgt man dem Beispiel des Bordelais, wo massenweise Rebberge gerodet wurden. Konkret: ein Viertel der Fläche in den letzten fünf, sechs Jahren. Eine Wahnsinnszahl.
Das grosse Problem ist die Romandie
Das Absatzproblem ist ein spezifisches westschweizerisches – mit dem Wallis an der Spitze, gefolgt vom Kanton Waadt und Genf. Die kleineren Weinbaukantone kennen es in weit geringerem Ausmass. Vor allem die Deutschschweizer mit Graubünden an der Spitze. Doch wer im Wallis ähnlich wie die Top-Betriebe aus der Deutschschweiz arbeitet, der kann immer noch gut leben. Denn die Schweizer Weinfreunde leisten sich Topqualität. Wie sie zum Beispiel die Domaine Gérald Besse in Martigny bietet. Sie liegt gegenüber dem berühmten Hotel Porte d’Octodure von Christian Constantin, dem charismatischen Präsidenten des FC Sion. Einfach ein paar steile Kurven in Martigny-Croix den Berg rauf – und schon ist man dort.
Die Chefin des Betriebs ist Sarah Besse. 1979 kauft Vater Gérald die erste Parzelle in Champortay, die verlassen war. Er bepflanzt diesen Hektar neu und bringt gemeinsam mit Gattin Patricia 1984 den ersten Jahrgang auf den Markt. Es folgt eine schrittweise Vergrösserung mit dem ersten Jahrgang des mythischen Ermitage im Jahr 1997 mit Trauben von Reben aus den Jahren 1945 und 1947. 2013 steigt Tochter Sarah ein, welche die Gesamtverantwortung 2016 übernimmt. 2022 wird der gesamte Betrieb bio-zertifiziert.
Die Traubenproduzenten von Besse haben zu ihrem Glück Langzeit-Verträge
Die Story im Zeitraffer zeigt: Alles ist organisch gewachsen. Auch die Kellereigebäude, bis zum heutigen Zustand, der perfekt auf die aktuell 22 Hektaren Rebland ausgerichtet ist. «16 sind in Eigenbesitz, sechs sind in Pacht, mit Langzeit-Verträgen.» Was handkehrum auch Sicherheit bietet für die Vertragswinzer. Früher rangelten sich die Kellereien um die besten Traubenproduzenten. Heute sind diese froh, Abnehmer für ihre Früchte zu finden und nicht mit Dumpingpreisen abgespeist zu werden, die ins Bodenlose gesunken sind: bis zu einem Franken pro Kilo. Sonst bleiben bloss zwei Optionen: Das Verarbeiten der Trauben zu Schnaps. Oder die Rodung.
Aussergewöhnlich: Der Betrieb exportiert mehr als der Schweizer Schnitt, der rund 1,5 Prozent beträgt: zwei bis drei Prozent. «Vor allem nach Frankreich, Savoyen, aber auch nach Deutschland, Italien und Singapur», sagt Sarah Besse. «Ich würde gerne mehr exportieren. Aber im Moment wäre es unvernünftig, Risiken einzugehen.»
Besse ist näher bei den Kunden – momentan reicht das
160'000 Flaschen produziert der Betrieb. Das ist nicht wenig. Und da gilt es die volle Konzentration auf das Walliser und helvetische Kerngeschäft zu legen. Denn Sarah Besse sieht die Krise vor allem als politische und wirtschaftliche. Und doch ist auch sie mittendrin. Was tut sie dagegen? «Man muss authentisch bleiben. Wir machen nur Qualitätswein. Respektvoll gegenüber der Umwelt und biologisch angebaut. Unsere Kunden honorieren das. Ich meinerseits verbringe mehr Zeit mit dem Verkauf, um näher bei den Kunden zu sein. Das Ausreissen von Reben ist keine Option.»
Die Domaine ist zudem Mitglied der Schweizer Renommiervereinigung Mémoire des Vins Suisses. Wenig erstaunlich mit einem der besten Marsanne Blanche respektive Ermitage des Landes.
- Chasselas Les Bans 2024: 88/100. Sarah sagt dazu: «Wir verkaufen den Wein super. Wohl auch deshalb, weil wir nicht Fendant draufschreiben.» Das Wort hat vor allem in der Deutschschweiz immer noch eine leicht negative Konnotation. (16 Franken)
- Petite Arvine 2024: 91/100 (26 Franken)
- Heida Champortay 2024 (in Foudres, also grossen Holzfässern, aus der Schweiz von Küfer Suppiger vergoren): Tiefe, aber verhaltene Nase, Frucht zwischen Agrumen und gelb; Schmelz, Säure, knackig, feingliederig, elegant, Tiefe, Power, nie überladen, Ananas, total harmonisch, Mundfülle, lang. 94-95/100 (22 Franken)
- Riesling 2024: 91/100. Sarah sagt dazu: «Ich bin Fan von Riesling. Ich war 2012 in Österreich, auch um Deutsch zu lernen. Ich habe dann meinen Vater angerufen und ihm gesagt: Ich will auch Riesling pflanzen! Wir haben das dann sofort umgesetzt. 2015 war der erste Jahrgang auf dem Markt.» (23 Franken)
- Païen Les Serpentines 2023: 92/100 (28.50 Franken)
- Ermitage 2022 (Das ist der Wein, von dem es nur rund 2000 Flaschen gibt, mit dem der Betrieb Mitglied der Mémoire des Vins Suisses ist. Die Rebsorte ist Marsanne Blanche. Sarah: «Das ist der aktuelle Jahrgang, denn der Wein braucht Zeit.» Schöne, aber verhaltene Nase, leicht wachsig, tief, etwas erdig, wenig Frucht; Schmelz, elegant, leichtfüssig, ätherisch, Bittermandeln, schöner Fluss, rechte Fülle lang. 93/100 (29.50 Franken)
- Gamay Domaine St-Théodule Vieilles Vignes 2023: 90-91/100 (16.50 Franken)
- Humagne Rouge 2024: 91/100 (25 Franken)
- Syrah Les Serpentines 2022 93-94/100 (34 Franken)
- Cornalin Domaine St-Théodule Les Serpentines 2023: 93/100. Sarah: «Der Wein erinnert mich an Kirschstängeli …» (37 Franken)
- L’Âme de Syrah 2022 (in offenen Barriques vergoren, 100% neues Holz, wird nur in guten Jahren hergestellt, zwei Barriques pro Jahr): Tiefe, recht medizinale Nase, ein Hauch Rumtopf, enorm dicht, Espresso, komplex; Schmelz, Power, schöne Frische, rechte Tannine, ätherisch, Fülle, sehr lang! 93-94/100 (48 Franken)
(Die Weine gibts unter www.besse.ch )
- Chasselas Les Bans 2024: 88/100. Sarah sagt dazu: «Wir verkaufen den Wein super. Wohl auch deshalb, weil wir nicht Fendant draufschreiben.» Das Wort hat vor allem in der Deutschschweiz immer noch eine leicht negative Konnotation. (16 Franken)
- Petite Arvine 2024: 91/100 (26 Franken)
- Heida Champortay 2024 (in Foudres, also grossen Holzfässern, aus der Schweiz von Küfer Suppiger vergoren): Tiefe, aber verhaltene Nase, Frucht zwischen Agrumen und gelb; Schmelz, Säure, knackig, feingliederig, elegant, Tiefe, Power, nie überladen, Ananas, total harmonisch, Mundfülle, lang. 94-95/100 (22 Franken)
- Riesling 2024: 91/100. Sarah sagt dazu: «Ich bin Fan von Riesling. Ich war 2012 in Österreich, auch um Deutsch zu lernen. Ich habe dann meinen Vater angerufen und ihm gesagt: Ich will auch Riesling pflanzen! Wir haben das dann sofort umgesetzt. 2015 war der erste Jahrgang auf dem Markt.» (23 Franken)
- Païen Les Serpentines 2023: 92/100 (28.50 Franken)
- Ermitage 2022 (Das ist der Wein, von dem es nur rund 2000 Flaschen gibt, mit dem der Betrieb Mitglied der Mémoire des Vins Suisses ist. Die Rebsorte ist Marsanne Blanche. Sarah: «Das ist der aktuelle Jahrgang, denn der Wein braucht Zeit.» Schöne, aber verhaltene Nase, leicht wachsig, tief, etwas erdig, wenig Frucht; Schmelz, elegant, leichtfüssig, ätherisch, Bittermandeln, schöner Fluss, rechte Fülle lang. 93/100 (29.50 Franken)
- Gamay Domaine St-Théodule Vieilles Vignes 2023: 90-91/100 (16.50 Franken)
- Humagne Rouge 2024: 91/100 (25 Franken)
- Syrah Les Serpentines 2022 93-94/100 (34 Franken)
- Cornalin Domaine St-Théodule Les Serpentines 2023: 93/100. Sarah: «Der Wein erinnert mich an Kirschstängeli …» (37 Franken)
- L’Âme de Syrah 2022 (in offenen Barriques vergoren, 100% neues Holz, wird nur in guten Jahren hergestellt, zwei Barriques pro Jahr): Tiefe, recht medizinale Nase, ein Hauch Rumtopf, enorm dicht, Espresso, komplex; Schmelz, Power, schöne Frische, rechte Tannine, ätherisch, Fülle, sehr lang! 93-94/100 (48 Franken)
(Die Weine gibts unter www.besse.ch )
Winzer kämpfen im Wallis mittlerweile ums Überleben. Grosse und kleine. Die Keller sind voll. Die Nachfrage sinkt. Die Produktion ist zu gross. Alkohol wird verteufelt, ohne sich des Schadens für das Kulturgut Wein bewusst zu sein, weil es in den gleichen Topf wie Hochprozentiges geworfen wird. Und so versuchen die beiden grössten Weinkantone Wallis und Waadt mit einem Vorstoss aus dem Departement von Ex-Winzer und Bundesrat Guy Parmelin ihre Haut zu retten. Der Bundesrat soll verordnen soll, dass nur noch diejenigen Einfuhrkontingente für ausländischen Wein erhalten, die selbst auch Schweizer Trauben kaufen und pressen.
Der Vorstoss ist Unsinn. Vielmehr sollten die Westschweizer bei ihren strukturellen Problemen den Hebel ansetzen. Sie sind falsch aufgestellt. Im Waadtland ist es das Chasselas-Problem. Nach wir vor definiert sich der Kanton zu stark über die national stärkste autochthone Rebsorte, anstatt zu diversifizieren. Im Wallis ist es das Gegenteil. Hier treibt das Diversifizierungsproblem Blüten. Jeder Winzer hat das Gefühl, 50 Etiketten auf den Markt bringen zu müssen, weil man je jede gebietstypische Rebsorte zeigen will.
Der Vorstoss des Bundesrates ist als Schildbürgerstreich abzutun: Das bisherige Einfuhrkontingent von 170 Millionen Liter Wein zu einem vergünstigten Zoll ist bisher nie ausgeschöpft worden. Den kleinen Produzenten hilft der Vorstoss kein bisschen, weil die kein Importkontingent erhalten und ohnehin keinen Fremdwein verkaufen. Es wäre eine wettbewerbsverzerrende Hilfe für (Westschweizer) Grossbetriebe, die jenen das Leben erschwert, die Qualitätswein (auch aus dem Ausland) verkaufen.
Dabei ist es unter dem Strich ganz banal: Der Markt für die bisherige Produktionsmenge ist schlicht nicht mehr da. Und es ist kaum absehbar, dass sich das wieder ändert. Also spielt das Darwinsche Gesetz: Die Stärksten überleben. Und das sind mitunter auch jene, die rechnen können, was in einigen Betrieben nicht der Fall ist. Dass man das Darwinsche Gesetz («Survival of the fittest») spielen lässt, ist übrigens eine grosse Stärke in der Wirtschaftsgeschichte der Schweiz und so ein wichtiger Faktor für unseren Wohlstand. (Alain Kunz)
Winzer kämpfen im Wallis mittlerweile ums Überleben. Grosse und kleine. Die Keller sind voll. Die Nachfrage sinkt. Die Produktion ist zu gross. Alkohol wird verteufelt, ohne sich des Schadens für das Kulturgut Wein bewusst zu sein, weil es in den gleichen Topf wie Hochprozentiges geworfen wird. Und so versuchen die beiden grössten Weinkantone Wallis und Waadt mit einem Vorstoss aus dem Departement von Ex-Winzer und Bundesrat Guy Parmelin ihre Haut zu retten. Der Bundesrat soll verordnen soll, dass nur noch diejenigen Einfuhrkontingente für ausländischen Wein erhalten, die selbst auch Schweizer Trauben kaufen und pressen.
Der Vorstoss ist Unsinn. Vielmehr sollten die Westschweizer bei ihren strukturellen Problemen den Hebel ansetzen. Sie sind falsch aufgestellt. Im Waadtland ist es das Chasselas-Problem. Nach wir vor definiert sich der Kanton zu stark über die national stärkste autochthone Rebsorte, anstatt zu diversifizieren. Im Wallis ist es das Gegenteil. Hier treibt das Diversifizierungsproblem Blüten. Jeder Winzer hat das Gefühl, 50 Etiketten auf den Markt bringen zu müssen, weil man je jede gebietstypische Rebsorte zeigen will.
Der Vorstoss des Bundesrates ist als Schildbürgerstreich abzutun: Das bisherige Einfuhrkontingent von 170 Millionen Liter Wein zu einem vergünstigten Zoll ist bisher nie ausgeschöpft worden. Den kleinen Produzenten hilft der Vorstoss kein bisschen, weil die kein Importkontingent erhalten und ohnehin keinen Fremdwein verkaufen. Es wäre eine wettbewerbsverzerrende Hilfe für (Westschweizer) Grossbetriebe, die jenen das Leben erschwert, die Qualitätswein (auch aus dem Ausland) verkaufen.
Dabei ist es unter dem Strich ganz banal: Der Markt für die bisherige Produktionsmenge ist schlicht nicht mehr da. Und es ist kaum absehbar, dass sich das wieder ändert. Also spielt das Darwinsche Gesetz: Die Stärksten überleben. Und das sind mitunter auch jene, die rechnen können, was in einigen Betrieben nicht der Fall ist. Dass man das Darwinsche Gesetz («Survival of the fittest») spielen lässt, ist übrigens eine grosse Stärke in der Wirtschaftsgeschichte der Schweiz und so ein wichtiger Faktor für unseren Wohlstand. (Alain Kunz)
Romain Cipolla macht einen der besten Cornalin des Landes
Kleinwinzer kämpfen ums Überleben. Doch da gibt es auch Beispiele wider den Trend. Kleine Betriebe, die jahrelang auf bescheidenem quantitativem Niveau produzieren und ihre Weine – so wie die meisten Betriebe in der Deutschschweiz – auch verkaufen konnten. Wie der gebürtige Freiburger Romain Cipolla, der 2014 seinen ersten Jahrgang auf den Markt brachte und es inzwischen auf eine Produktion von 15’000 bis 20’000 Flaschen gebracht hat. «Es war zu Beginn nicht einfach, auch nur eine einzige Flasche Wein zu verkaufen», sagt er ehrlich zu den Anfängen.
Die Anzahl Flaschen, die er verkauft, ist noch immer limitiert. Da muss man schwimmen, um durchzukommen. Aber wenigstens hat Cipolla seine Weine Jahr für Jahr verkaufen können. «Auch wenn es heute länger dauert, weshalb ich dem Verkauf mehr Zeit widme.» Und so kann er sagen: «Ich spüre die Krise nicht und verkaufe meine Weine unter dem Strich problemlos.» Weshalb er entschieden hat, zu expandieren. «Ich habe in Leuk ein kleines Weingut übernehmen können mit einer Rebfläche von zwei Hektaren. So komme ich neu auf vier Hektaren. Und weil ich die Produktion nach Leuk in den Pfynwald verlege, habe ich nun eine eigene Kellerei, nachdem ich zuvor alles mit einem Kollegen in Stalden geteilt habe.»
Eine Vorwärtsstrategie des Schülers von Philippe Constantin aus Salgesch, allerdings mit Augenmass und Behutsamkeit. Sein Ziel sind nun 25’000 bis 30’000 Flaschen. «Wenn ich die letzte Zahl erreiche, wäre das sensationell.» Und doch macht ihm die Expansion Sorgen: «Es gibt in Leuk viel Pinot Noir. Da werde ich versuchen, attraktive Produkte zu entwickeln und möglichst viele meiner Kunden zu halten.» An der Qualität fehlt es nicht, wie die Degustation zeigt. Mit einem der besten Cornalin des Landes. Gefolgt von einem ausserordentlich guten Diolinoir und einem Top-Syrah.
- Fendant Herbsttag 2025: 92/100 (15 Franken. Ausverkauft)
- Johannisberg Tyetzere 2025: 92-93/100 (19 Franken)
- Lafnetscha Zettin 2025: (75% Amphoren, 25% Barriques): 91/100 (30 Franken)
- Heida Toli (Foto. Rebberg auf 850 m Höhe in Raron, 30% Barrique): 92/100 (25 Franken)
- Sauvignon blanc Blattacker 2025 (St. German): 92/100 (25 Franken)
- Garanoir Rosé 2025 (aus Visperterminen, aber weiter unten …): 88/100 (14 Franken)
- Pinot Noir Steinschlag 2024 (Rebberge auf 850 Metern in Raron): 90/100 (22 Franken)
- Pinot Noir Vieilles Vignes 2024 (50-jährige Reben aus St. German, 40% Ganztrauben, 22 Monate Barrique, dazu ein halbes Jahr Stahltank): 93/100 (28 Franken)
- Diolinoir Schwarzhals 2024: Frische, würzige Nase, Landweinstilistik, kleine rote Beeren (anstatt mächtige schwarze …); Schmelz, Dichte, ausgewogen, Würze, Mundfülle, leicht ätherisch, supertrinkig, lang. Top! 94/100 (25 Franken. Ausverkauft)
- Carminoir 2024 (alte 300-Liter-Barrique): 89/100 (28 Franken. Ausverkauft)
- Syrah En-là 2024: 91/100 (27 Franken)
- Syrah Cuvée Mairy-Corinne 2023 (zwei Jahre in 300-Liter-Barrique, 30-jährige Reben): verhaltene, tiefe, würzige Nase, dunkel, kräuterig; Schmelz, easy, Frische, knackig, hoch elegant, leichtfüssig, wunderbarer Fluss, feinkörnige Tannine, recht lang. 94/100 (35 Franken)
- Cornalin Landroter 2024: Würzige, dunkelfruchtige Nase, Power, Dichte; Schmelz, saftig. seidige Tannine, wunderbarer Fluss, ätherisch, dennoch knackige Säure, sehr lang. Grossartig. 95/100 (28 Franken. Ausverkauft)
(Die Weine gibts unter www.weingut-cipolla.ch)
- Fendant Herbsttag 2025: 92/100 (15 Franken. Ausverkauft)
- Johannisberg Tyetzere 2025: 92-93/100 (19 Franken)
- Lafnetscha Zettin 2025: (75% Amphoren, 25% Barriques): 91/100 (30 Franken)
- Heida Toli (Foto. Rebberg auf 850 m Höhe in Raron, 30% Barrique): 92/100 (25 Franken)
- Sauvignon blanc Blattacker 2025 (St. German): 92/100 (25 Franken)
- Garanoir Rosé 2025 (aus Visperterminen, aber weiter unten …): 88/100 (14 Franken)
- Pinot Noir Steinschlag 2024 (Rebberge auf 850 Metern in Raron): 90/100 (22 Franken)
- Pinot Noir Vieilles Vignes 2024 (50-jährige Reben aus St. German, 40% Ganztrauben, 22 Monate Barrique, dazu ein halbes Jahr Stahltank): 93/100 (28 Franken)
- Diolinoir Schwarzhals 2024: Frische, würzige Nase, Landweinstilistik, kleine rote Beeren (anstatt mächtige schwarze …); Schmelz, Dichte, ausgewogen, Würze, Mundfülle, leicht ätherisch, supertrinkig, lang. Top! 94/100 (25 Franken. Ausverkauft)
- Carminoir 2024 (alte 300-Liter-Barrique): 89/100 (28 Franken. Ausverkauft)
- Syrah En-là 2024: 91/100 (27 Franken)
- Syrah Cuvée Mairy-Corinne 2023 (zwei Jahre in 300-Liter-Barrique, 30-jährige Reben): verhaltene, tiefe, würzige Nase, dunkel, kräuterig; Schmelz, easy, Frische, knackig, hoch elegant, leichtfüssig, wunderbarer Fluss, feinkörnige Tannine, recht lang. 94/100 (35 Franken)
- Cornalin Landroter 2024: Würzige, dunkelfruchtige Nase, Power, Dichte; Schmelz, saftig. seidige Tannine, wunderbarer Fluss, ätherisch, dennoch knackige Säure, sehr lang. Grossartig. 95/100 (28 Franken. Ausverkauft)
(Die Weine gibts unter www.weingut-cipolla.ch)
Domaine Cornulus: 40 Jahre exquisite Einzellagenweine
Das 40-Jahr-Jubiläum ist der perfekte Zeitpunkt, wieder einmal die aktuellen Früchte des Schaffens von Stéphane Reynard und Dany Varone sowie ihrer Jungmannschaften zu propagieren. Das Weingut selbst wurde bei uns bereits mehrmals vorgestellt. Hier im Sommer 2025 und hier im Dezember 2021. Also gibts an dieser Stelle auch keinen langen Text zu den Cousins aus dem Bergbaustollen oberhalb Sitten mit den unzähligen Clos (Parzellen), Linien und Weinen, sondern aus Anlass des 40-Jahr-Jubiläums der Domäne einfach die neuen Jahrgänge von ein paar Exponaten. Darunter der Johannisberg aus dem Herzen der Steillage Clos des Corbassières, einer der besten Silvaner des Landes!
- Clos de Mangold Vieilles Vignes 2025 (Chasselas): 91-92/100 (18.90 Franken)
- Fendant Uvrier Ville de Sion 2025: 90/100 (17.50 Franken)
- Clos des Corbassières Vieilles Vignes 2023 (Chasselas): 89/100 (18.50 Franken)
- Petite Arvine Octoglaive 2024: 89/100 (23.50 Franken)
- Petite Arvine Clos de Mangold 2024: 92/100 (29 Franken)
- Petite Arvine Coeur du Clos des Corbassières 2024: 91-92/100 (35 Franken)
- Completer Octoglaive 2024: 93/100 (29 Franken. Ausverkauft)
- Empreinte calcaire Blanc (Petite Arvine, Humagne) 2024: 90/100
- Johannisberg Coeur du Clos des Corbassières 2024: schöne Glyzerinnase, frisch, mineralisch, Power; Schmelz, knackig, dicht, rechte Säure, ätherisch, elegant, superlang. 94/100 (25 Franken)
- Hermitage Coeur du Clos des Corbassières 2024: 92/100 (38 Franken. Ausverkauft)
- Gamay Vieilles Vignes Clos des Corbassières 2024: 89-90/100 (23.50 Franken)
- Humagne Rouge Antica 2024: 90/100 (38 Franken)
- Cornalin Monzuettes 2024: 89/100 (33 Franken)
- Cornalin Antica 2023: Würziges, tiefes Bouquet, dunkle Früchte, zart Espresso; Schmelz, nun auch Rotfrucht, Power, harmonisch, ätherisch, smoothe Tannine, Mundfülle, sehr lang. Total stimmig! 95/100 (ausverkauft)
(Die Weine gibts unter www.cornulus.ch)
- Clos de Mangold Vieilles Vignes 2025 (Chasselas): 91-92/100 (18.90 Franken)
- Fendant Uvrier Ville de Sion 2025: 90/100 (17.50 Franken)
- Clos des Corbassières Vieilles Vignes 2023 (Chasselas): 89/100 (18.50 Franken)
- Petite Arvine Octoglaive 2024: 89/100 (23.50 Franken)
- Petite Arvine Clos de Mangold 2024: 92/100 (29 Franken)
- Petite Arvine Coeur du Clos des Corbassières 2024: 91-92/100 (35 Franken)
- Completer Octoglaive 2024: 93/100 (29 Franken. Ausverkauft)
- Empreinte calcaire Blanc (Petite Arvine, Humagne) 2024: 90/100
- Johannisberg Coeur du Clos des Corbassières 2024: schöne Glyzerinnase, frisch, mineralisch, Power; Schmelz, knackig, dicht, rechte Säure, ätherisch, elegant, superlang. 94/100 (25 Franken)
- Hermitage Coeur du Clos des Corbassières 2024: 92/100 (38 Franken. Ausverkauft)
- Gamay Vieilles Vignes Clos des Corbassières 2024: 89-90/100 (23.50 Franken)
- Humagne Rouge Antica 2024: 90/100 (38 Franken)
- Cornalin Monzuettes 2024: 89/100 (33 Franken)
- Cornalin Antica 2023: Würziges, tiefes Bouquet, dunkle Früchte, zart Espresso; Schmelz, nun auch Rotfrucht, Power, harmonisch, ätherisch, smoothe Tannine, Mundfülle, sehr lang. Total stimmig! 95/100 (ausverkauft)
(Die Weine gibts unter www.cornulus.ch)
Die acht besten Walliser Weine des letzten Jahres
Diese Liste hat nicht den Anspruch, alle besten Walliser Weine des Jahres aufzulisten. Ganz einfach, weil wir nicht jedes Jahr alle Weine verkosten können. Eingang gefunden haben diejenigen, welche im letzten Jahr, also von Sommer 2025 bis 2026, die höchsten Bewertungen erhalten haben. Drei stehen mit 97/100 Punkten an der Spitze: Zauberin Marie-Thérese Chappaz, Zampano Diego Mathier und das Syrah-Genie Madeleine Mercier. Gelistet sind zwei Petites Arvines, zwei Syrahs zwei rote Assemblagen und je ein Pinot Noir und ein Süsswein. Viel Spass beim Entdecken!
- Petite Arvine Grain par Grain 2023 Caves Marie-Thérèse Chappaz (Süssswein): Sensationell frische, florale Nase, ein Korb voller Blumen, Honig, auch geröstete Mandeln, Brioche, Gebäck, Gelbfrucht, Ananas, Banane; Power, Dichte, total süffig, stoffig, dezente Säure, dennoch stimmt das Spiel, superlang. Wow! 97/100 (ausverkauft. www.chappaz.ch)
- Syrah Madeleine & Denis Mercier 2023: Wunderbar frische, beschwingte Nase, dezent Kräuter, auch Würze, animierend; Schmelz, alles im Lot, sehr klar und sauber, Tiefe, ätherisch, total trinkig, nicht vegetabil, ein Minihauch Greentouch, ätherisch, Mundfülle total, sensationell lang! Wow! 97/100 (2023 ist ausverkauft. Jahrgang 2024: 53 Franken. www.denismercier.ch)
- Pinot Noir L’Ambassadeur de Diego Mathier 2023: Wunderschön austarierte, natürlich wirkende Nase, ein Hauch Blutorangen, rote Beeren, Kräuter, enorme Frische; Power, Schmelz, explosiv, feinkörnige Tannine, alles im Lot, stimmig in sich, Mundfülle, nie zu viel Fruchtfülle, alles hochpräzis, superlang. Wow! 97/100 (45 Franken. www.mathier.com)
- Petite Arvine Clos de Tourbillon Provins 2024: Wunderschöne, sehr mandarinige Nase, Tiefe, Frische, wie Wäsche im Frühlingswind, mineralisch; Schmelz, knackig, Top-Säure, sehr elegant, leichtfüssig, easy Fluss, betörend zart, fast zerbrechlich, superlang! 96/100 (34 Franken. Ausverkauft. www.provins.ch)
- Domaine des Grands Murs Assemblage Rouge Maison Gilliard 2019: Ausladende, ausgewogene, tiefe Nase, stimmig, würzig, dezente Espressonoten, aber auch viel Frucht; Schmelz, Tiefe, harmonisch, saftige Tannine, ätherisch, Power, konzentriert, auch schöne Säure, Mundfülle, superlang! 96/100 (89 Franken. www.gilliard.ch)
- Petite Arvine Les Perches Domaine Caroline Frey 2024: Sehr schöne, fruchtige Nase, Tiefe, Agrumen, auch Orangenzeste, etwas Mandarine, Pfirsich; Mineralität; Schmelz, Power, Dichte, dennoch vertikal bleibend, ätherisch, enorme Frische, leichtfüssig, sehr lang. 95-96/100 (45 Franken. www.vinothek-brancaia.ch)
- Syrah L’Enfer de la Patience Histoire d’Enfer 2021: Wunderschöne Feuerstein-Nase, leicht reduktiv, sehr mineralisch, würzig, dunkle Früchte, Brombeeren, Schmelz, Tiefe, ausgewogen leichte Schoggi, viel Tannin, etwas grün, aber grosses Potenzial, superlang. 95-96/100 (ca. 60 Franken. www.terravigna.ch. www.smithandsmith.ch. www.moevenpick-wein.ch. www.martel.ch)
- Coeur de Domaine Rouge Famille Rouvinez 2022: Top-Nase, Frucht zwischen rot und schwarz, Kräuterwürze, Tiefe; Schmelz, Power, samtene Textur, saftig-weiche Tannine, da stimmt alles, ätherisch, Erdtouch, superlang. 95-96/100 (48 Franken. www.rouvinez.com)
- Petite Arvine Grain par Grain 2023 Caves Marie-Thérèse Chappaz (Süssswein): Sensationell frische, florale Nase, ein Korb voller Blumen, Honig, auch geröstete Mandeln, Brioche, Gebäck, Gelbfrucht, Ananas, Banane; Power, Dichte, total süffig, stoffig, dezente Säure, dennoch stimmt das Spiel, superlang. Wow! 97/100 (ausverkauft. www.chappaz.ch)
- Syrah Madeleine & Denis Mercier 2023: Wunderbar frische, beschwingte Nase, dezent Kräuter, auch Würze, animierend; Schmelz, alles im Lot, sehr klar und sauber, Tiefe, ätherisch, total trinkig, nicht vegetabil, ein Minihauch Greentouch, ätherisch, Mundfülle total, sensationell lang! Wow! 97/100 (2023 ist ausverkauft. Jahrgang 2024: 53 Franken. www.denismercier.ch)
- Pinot Noir L’Ambassadeur de Diego Mathier 2023: Wunderschön austarierte, natürlich wirkende Nase, ein Hauch Blutorangen, rote Beeren, Kräuter, enorme Frische; Power, Schmelz, explosiv, feinkörnige Tannine, alles im Lot, stimmig in sich, Mundfülle, nie zu viel Fruchtfülle, alles hochpräzis, superlang. Wow! 97/100 (45 Franken. www.mathier.com)
- Petite Arvine Clos de Tourbillon Provins 2024: Wunderschöne, sehr mandarinige Nase, Tiefe, Frische, wie Wäsche im Frühlingswind, mineralisch; Schmelz, knackig, Top-Säure, sehr elegant, leichtfüssig, easy Fluss, betörend zart, fast zerbrechlich, superlang! 96/100 (34 Franken. Ausverkauft. www.provins.ch)
- Domaine des Grands Murs Assemblage Rouge Maison Gilliard 2019: Ausladende, ausgewogene, tiefe Nase, stimmig, würzig, dezente Espressonoten, aber auch viel Frucht; Schmelz, Tiefe, harmonisch, saftige Tannine, ätherisch, Power, konzentriert, auch schöne Säure, Mundfülle, superlang! 96/100 (89 Franken. www.gilliard.ch)
- Petite Arvine Les Perches Domaine Caroline Frey 2024: Sehr schöne, fruchtige Nase, Tiefe, Agrumen, auch Orangenzeste, etwas Mandarine, Pfirsich; Mineralität; Schmelz, Power, Dichte, dennoch vertikal bleibend, ätherisch, enorme Frische, leichtfüssig, sehr lang. 95-96/100 (45 Franken. www.vinothek-brancaia.ch)
- Syrah L’Enfer de la Patience Histoire d’Enfer 2021: Wunderschöne Feuerstein-Nase, leicht reduktiv, sehr mineralisch, würzig, dunkle Früchte, Brombeeren, Schmelz, Tiefe, ausgewogen leichte Schoggi, viel Tannin, etwas grün, aber grosses Potenzial, superlang. 95-96/100 (ca. 60 Franken. www.terravigna.ch. www.smithandsmith.ch. www.moevenpick-wein.ch. www.martel.ch)
- Coeur de Domaine Rouge Famille Rouvinez 2022: Top-Nase, Frucht zwischen rot und schwarz, Kräuterwürze, Tiefe; Schmelz, Power, samtene Textur, saftig-weiche Tannine, da stimmt alles, ätherisch, Erdtouch, superlang. 95-96/100 (48 Franken. www.rouvinez.com)
Die Top-Weinevents der nächsten Wochen
Ende August gehts los mit zahllosen Weinevents landauf, landab. Wir helfen, die Übersicht zu behalten, und präsentieren die wichtigsten Events, für die es sich lohnt, quer durch das Land zu reisen.
Zum fünften Mal steigt am Ende des Monats August das zweitätige Swiss Wine Tasting im Kunsthaus Zürich. Es ist die grosse Werkschau der Schweizer Winzerinnen und Winzer. Höhepunkt ist der Montag, 31. August mit dem Grand Tasting, wenn 140 von ihnen ihre hohe flüssige Kunst demonstrieren. Doch es gibt weitere Highlights. Bereits am Sonntag steigt das Vintage Tasting. Zum einen stellen zwei Dutzend Preisträgerinnen und Preisträger der Vintage Awards 2022 bis 2026 in einer Retrospektive persönlich zwei ihrer besten Weine der letzten zehn Jahre in drei verschiedenen Reifephasen vor. Ein absolutes Best of the Best. Mit dabei: Die Grande Dame des Schweizer Weins, Marie-Thérèse Chappaz, die als einzige bislang mit 100 Parker-Punkten bedacht wurde. Dazu gibts eine einzigartige Masterclass: Parker-Reviewer Stephan Reinhardt wird im Gespräch sein mit Genfs Weinikone Jean-Pierre Pellegrin von der Domaine Grand'Cour in Peissy. Das Thema: Eine Vertikaldegustation ausgewählter Jahrgänge von Pellegrins Assemblage aus Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon zurück bis ins Jahr 2006. Der vielleicht beste Bordeaux-Blend der Schweiz, der auch ein Wein der Mémoire des Vins Suisses ist. Doch auch am Montag steigen Zusatzevents. Alle detaillierten Infos findest du unter swiss-wine-tasting.ch.
Zum fünften Mal steigt am Ende des Monats August das zweitätige Swiss Wine Tasting im Kunsthaus Zürich. Es ist die grosse Werkschau der Schweizer Winzerinnen und Winzer. Höhepunkt ist der Montag, 31. August mit dem Grand Tasting, wenn 140 von ihnen ihre hohe flüssige Kunst demonstrieren. Doch es gibt weitere Highlights. Bereits am Sonntag steigt das Vintage Tasting. Zum einen stellen zwei Dutzend Preisträgerinnen und Preisträger der Vintage Awards 2022 bis 2026 in einer Retrospektive persönlich zwei ihrer besten Weine der letzten zehn Jahre in drei verschiedenen Reifephasen vor. Ein absolutes Best of the Best. Mit dabei: Die Grande Dame des Schweizer Weins, Marie-Thérèse Chappaz, die als einzige bislang mit 100 Parker-Punkten bedacht wurde. Dazu gibts eine einzigartige Masterclass: Parker-Reviewer Stephan Reinhardt wird im Gespräch sein mit Genfs Weinikone Jean-Pierre Pellegrin von der Domaine Grand'Cour in Peissy. Das Thema: Eine Vertikaldegustation ausgewählter Jahrgänge von Pellegrins Assemblage aus Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon zurück bis ins Jahr 2006. Der vielleicht beste Bordeaux-Blend der Schweiz, der auch ein Wein der Mémoire des Vins Suisses ist. Doch auch am Montag steigen Zusatzevents. Alle detaillierten Infos findest du unter swiss-wine-tasting.ch.
In Thun feiert Weibel Weine sein 50-jähriges Bestehen. 1976 war das Jahr, in dem sich Italien-Fan Kaspar Weibel, gerade mal 23-jährig, aufmachte, im Stiefel neue Weine zu entdecken. Er stiess dabei auf einen gewissen Angelo Gaja, der eben erst das Weingut von seinem Vater Giovanni übernommen hatte. «Da klingelte doch dieser verrückte Langhaarige an meine Türe und sagte, er würde gerne meine Weine probieren. Einfach so. Zum Schluss packte er seinen kleinen Autobianchi derart voll, dass das Auto fast bis auf den Asphalt herunterhing», schildert Angelo die erste Begegnung mit Weibel. Giovanni wirft seinem Sohn vor, verrückt zu sein, weil er die Weine dem Langhaarigen auf Rechnung überlassen hat. So beginnt die Beziehung, die bald Früchte trägt. Seit nun 50 Jahren. Doch Adrian Weibel, seit 2015 Geschäftsführer, hat auch andere Topwinzer im Portfolio wie Elena Walch, Castello di Rampolla, Col d’Orcia, Deltetto, Elio Grasso, Elio Perrone, Fontodi, Oddero oder Mascarello. Deren Weine wird man am 23. August verkosten können, einige sind persönlich anwesend. Ein DJ sorgt für die Musik. Vier Top-Masterclasses setzen dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf. Der Anlass steigt am Sonntag, 23. August von 11 bis 21 Uhr. Details: www.weibelweine.ch
In Thun feiert Weibel Weine sein 50-jähriges Bestehen. 1976 war das Jahr, in dem sich Italien-Fan Kaspar Weibel, gerade mal 23-jährig, aufmachte, im Stiefel neue Weine zu entdecken. Er stiess dabei auf einen gewissen Angelo Gaja, der eben erst das Weingut von seinem Vater Giovanni übernommen hatte. «Da klingelte doch dieser verrückte Langhaarige an meine Türe und sagte, er würde gerne meine Weine probieren. Einfach so. Zum Schluss packte er seinen kleinen Autobianchi derart voll, dass das Auto fast bis auf den Asphalt herunterhing», schildert Angelo die erste Begegnung mit Weibel. Giovanni wirft seinem Sohn vor, verrückt zu sein, weil er die Weine dem Langhaarigen auf Rechnung überlassen hat. So beginnt die Beziehung, die bald Früchte trägt. Seit nun 50 Jahren. Doch Adrian Weibel, seit 2015 Geschäftsführer, hat auch andere Topwinzer im Portfolio wie Elena Walch, Castello di Rampolla, Col d’Orcia, Deltetto, Elio Grasso, Elio Perrone, Fontodi, Oddero oder Mascarello. Deren Weine wird man am 23. August verkosten können, einige sind persönlich anwesend. Ein DJ sorgt für die Musik. Vier Top-Masterclasses setzen dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf. Der Anlass steigt am Sonntag, 23. August von 11 bis 21 Uhr. Details: www.weibelweine.ch
Vor dreissig Jahren hat sich der Zürcher Andy Zimmermann in Südafrika verliebt, ist ans Kap gezogen und hat festgestellt: Oops, die dortigen Weine kennt man in der Schweiz nicht wirklich – und sie sind richtig gut! Also gründete er Kapweine und begann zu importieren. Die dreissig Jahre gingen nicht linear vorbei. Zeitweise brauchte es einen Verkauf von Teilen des Unternehmens. Doch Zimmermann hat durchgehalten – mittlerweile gehört er mit seiner Cape Wine Selection seit Jahren zu den 100 grössten Weinhändlern. 2025 lag er auf Platz 65 (plus zehn Plätze) mit einem Umsatzplus von 21 Prozent. Diese 30 Jahre wollen an den South African Days gefeiert werden, die am 28. und 29. August bei Kapweine in Wädenswil steigen. Über 150 Weine sind offen, rund zehn Winzer persönlich vor Ort. Es gibt authentischen südafrikanischen Braai (Barbecue), Live-Musik und am Samstag das Public Viewing des Rugby-Spiels der südafrikanischen Springboks gegen die neuseeländischen All Blacks. Das ist, wie wenn im Fussball Frankreich auf Spanien oder Argentinien trifft. Alle Details: www.kapweine.ch.
Vor dreissig Jahren hat sich der Zürcher Andy Zimmermann in Südafrika verliebt, ist ans Kap gezogen und hat festgestellt: Oops, die dortigen Weine kennt man in der Schweiz nicht wirklich – und sie sind richtig gut! Also gründete er Kapweine und begann zu importieren. Die dreissig Jahre gingen nicht linear vorbei. Zeitweise brauchte es einen Verkauf von Teilen des Unternehmens. Doch Zimmermann hat durchgehalten – mittlerweile gehört er mit seiner Cape Wine Selection seit Jahren zu den 100 grössten Weinhändlern. 2025 lag er auf Platz 65 (plus zehn Plätze) mit einem Umsatzplus von 21 Prozent. Diese 30 Jahre wollen an den South African Days gefeiert werden, die am 28. und 29. August bei Kapweine in Wädenswil steigen. Über 150 Weine sind offen, rund zehn Winzer persönlich vor Ort. Es gibt authentischen südafrikanischen Braai (Barbecue), Live-Musik und am Samstag das Public Viewing des Rugby-Spiels der südafrikanischen Springboks gegen die neuseeländischen All Blacks. Das ist, wie wenn im Fussball Frankreich auf Spanien oder Argentinien trifft. Alle Details: www.kapweine.ch.
Das kultige Openair-Festival unter dem Himmel von Zürich geht in seine sechste Ausgabe, die zweite im Restaurant Chiffon. Da wird Schweizer Wein gefeiert. Und dies tatsächlich im wahrsten Sinn des Wortes. Da gibts keine Etikette, sondern nur Lebensfreude pur am Kulturgut Wein. Winzerinnen und Weinfreaks begegnen sich hier auf Augenhöhe. Ungezwungen, unprätentiös. Die Weinmacher kommen aus allen helvetischen Weinregionen in die grösste Schweizer Stadt. Diesmal sind unter anderen mit dabei: Fa’Wino, Jet, Rebhalde sowie die Topstars Möhr-Niggli und Weingut Riehen. Total 16 Betriebe. Das Festival steigt am Donnerstag, 27. und Freitag, 28. August von 16 bis 22 Uhr. Alle weiteren Details findest du unter www.planscher.ch.
Das kultige Openair-Festival unter dem Himmel von Zürich geht in seine sechste Ausgabe, die zweite im Restaurant Chiffon. Da wird Schweizer Wein gefeiert. Und dies tatsächlich im wahrsten Sinn des Wortes. Da gibts keine Etikette, sondern nur Lebensfreude pur am Kulturgut Wein. Winzerinnen und Weinfreaks begegnen sich hier auf Augenhöhe. Ungezwungen, unprätentiös. Die Weinmacher kommen aus allen helvetischen Weinregionen in die grösste Schweizer Stadt. Diesmal sind unter anderen mit dabei: Fa’Wino, Jet, Rebhalde sowie die Topstars Möhr-Niggli und Weingut Riehen. Total 16 Betriebe. Das Festival steigt am Donnerstag, 27. und Freitag, 28. August von 16 bis 22 Uhr. Alle weiteren Details findest du unter www.planscher.ch.
Da denkt einer richtig gross! Gianni Vergani fährt seit ein paar Jahren eine beeindruckende Vorwärtsstrategie. Der Höhepunkt? Der Anlass «Sound of Wine», der am 19. September erstmals im Zürcher Hallenstadion steigt und den Vergani-Weinen die ganz grosse Kulisse bietet. «Eine neue Ära beginnt», schreibt der Weinhändler dazu. Inspiriert von Milan by Night gibt es nicht nur Wein im Beisein vieler Produzenten wie Ruffino, Collazzi, Ca’del Bosco, Mura Mura, Piaggia, Planeta zu verkosten und zu trinken, sondern auch Liveacts und DJ. Und die haben es in sich! So performt zum Beispiel Valentino Vivace, Tessiner-Zürcher Italodisco-Star. Oder zwei DJs. Italianità pur. Lebensfreude pur. Von 17 bis 22 Uhr. Wie man zu Tickets kommt etc. unter www.vergani.ch.
Da denkt einer richtig gross! Gianni Vergani fährt seit ein paar Jahren eine beeindruckende Vorwärtsstrategie. Der Höhepunkt? Der Anlass «Sound of Wine», der am 19. September erstmals im Zürcher Hallenstadion steigt und den Vergani-Weinen die ganz grosse Kulisse bietet. «Eine neue Ära beginnt», schreibt der Weinhändler dazu. Inspiriert von Milan by Night gibt es nicht nur Wein im Beisein vieler Produzenten wie Ruffino, Collazzi, Ca’del Bosco, Mura Mura, Piaggia, Planeta zu verkosten und zu trinken, sondern auch Liveacts und DJ. Und die haben es in sich! So performt zum Beispiel Valentino Vivace, Tessiner-Zürcher Italodisco-Star. Oder zwei DJs. Italianità pur. Lebensfreude pur. Von 17 bis 22 Uhr. Wie man zu Tickets kommt etc. unter www.vergani.ch.
Ein Newby unter den Weinanlässen. Er steigt in Salgesch, dem Schweizer Weindorf schlechthin, in dem mehr als jeder zweite Mensch im Weinbusiness zu Hause ist und die Winzerinnen und Winzer so futterneidisch sind wie sonst nirgends. Salgesch, das ist Klein-Dallas. Initiant der Weinwanderung ist Diego Mathier, dem der grösste Betrieb im Dorf gehört. Die Idee war gewesen, viele Salgescher Betriebe mit ins Boot zu nehmen. Doch die Absagen türmten sich. So blieben am Ende die Weine des grossen Zampanos Diego Mathier, der Topkellerei Albert Mathier &Fil sowie von Josef Glenz & Töchter, Edmund Constantin-Stoffel, Cave Mathier & Bodenmann, Caves Montani und dem Weingut Constantin. Immerhin. Total gibt es auf den acht Kilometern 16 Stände bis zum Festplatz. Das Ticket kostet 50 Franken. Die Weine sind kostenpflichtig. Das Ganze steigt am 12. September mit Start um acht Uhr. Der letzte Start ist um 12.30 Uhr. Alle Infos findest du unter www.weinwanderung-salgesch.ch.
PS. Eine Woche zuvor steigt der Weinherbst mit der Genusswanderung Salgesch mit einem ähnlichen Konzept. Nur kostet das Ticket dort 89 Franken. Dafür ist alles inbegriffen. Welche Winzer da ausschenken, ist nicht klar. Sicher mit dabei: Mathiers grosser Rivale, die Gregor Kuonen AG. Typisch Salgesch: Zwei machen dasselbe, anstatt sich auf ein gemeinsames Datum und Konzept zu verständigen …
Ein Newby unter den Weinanlässen. Er steigt in Salgesch, dem Schweizer Weindorf schlechthin, in dem mehr als jeder zweite Mensch im Weinbusiness zu Hause ist und die Winzerinnen und Winzer so futterneidisch sind wie sonst nirgends. Salgesch, das ist Klein-Dallas. Initiant der Weinwanderung ist Diego Mathier, dem der grösste Betrieb im Dorf gehört. Die Idee war gewesen, viele Salgescher Betriebe mit ins Boot zu nehmen. Doch die Absagen türmten sich. So blieben am Ende die Weine des grossen Zampanos Diego Mathier, der Topkellerei Albert Mathier &Fil sowie von Josef Glenz & Töchter, Edmund Constantin-Stoffel, Cave Mathier & Bodenmann, Caves Montani und dem Weingut Constantin. Immerhin. Total gibt es auf den acht Kilometern 16 Stände bis zum Festplatz. Das Ticket kostet 50 Franken. Die Weine sind kostenpflichtig. Das Ganze steigt am 12. September mit Start um acht Uhr. Der letzte Start ist um 12.30 Uhr. Alle Infos findest du unter www.weinwanderung-salgesch.ch.
PS. Eine Woche zuvor steigt der Weinherbst mit der Genusswanderung Salgesch mit einem ähnlichen Konzept. Nur kostet das Ticket dort 89 Franken. Dafür ist alles inbegriffen. Welche Winzer da ausschenken, ist nicht klar. Sicher mit dabei: Mathiers grosser Rivale, die Gregor Kuonen AG. Typisch Salgesch: Zwei machen dasselbe, anstatt sich auf ein gemeinsames Datum und Konzept zu verständigen …