Darum gehts
- Pinot gris wird weltweit beliebter, besonders in Südtirol und Deutschland angebaut
- Die besten Pinot gris kommen aus Baden, Südtirol und Österreich
- Deutschlands Hanspeter Ziereisen siegte mit 1500 Flaschen seines Jaspis-Weins
Kennen Sie einen weltberühmten Pinot gris? Den Petrus, Grange oder Sassicaia in Grau gewissermassen? Natürlich nicht. Weil es ihn nicht gibt. Pinot gris ist ein schwarzes Loch. Man weiss nicht mal, ob man dieser Rebsorte nun Pinot gris, Grauburgunder oder Pinot grigio sagen soll.
Das sind die Mitglieder der zehnköpfigen Jury, welche die 51 Pinot gris' verkostet haben. Bei jedem steht überdies, welcher sein höchstbewerteter Wein war (von links):
1 Tobias Hofmann (43): Director of Food & Beverage im Luzerner Gastgeber-Hotel Schweizerhof.
Favoriten: Les Frères Dutruy, Founex VD; Livio Felluga, Friaul (I); Gras im Ofen Dr. Heger, Baden (D)
2 Ivan Barbic (57): Master of Wine, Einkäufer Weinimporteur Bataillard, Präsident vieler Weinwettbewerbe wie Expovina in Zürich.
Favorit: Jaspis Ziereisen, Baden (D)
3 Eva Zwahlen (65): Redaktorin Wein bei Blick. Hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet seit 35 Jahren als Weinjournalistin.
Favoriten: Castellberg Martin Wassmer, Baden (D); Gris Lis Neris, Friaul (I)
4 Laura Paccot (33): 2023 hat die Hotelfachschul-Absolventin das Top-Familienweingut Domaine La Colombe in Féchy VD übernommen, das Mitglied der Mémoire des Vins Suisses ist.
Favorit: Jaspis Ziereisen, Baden (D)
5 Paul Liversedge (58): Schotte und zweiter von nur fünf Masters of Wine in der Schweiz. Ursprünglich Wirtschaftsprüfer, gründete 2009 seine eigene Weinhandels-Firma Real Wines.
Favorit: Les Frères Dutruy, Founex VD
6 Ursula Geiger (56): Redaktorin Wein bei Blick mit Abschluss in Weinbau und Önologie in Geisenheim (D). Die Hobby-Winzerin hat eine Agentur für Weinjournalismus und Weinconsulting.
Favorit: Les Vins Porret, Cortaillod NE
7 Erich Meier (52): Winzer des gleichnamigen Weinguts in Uetikon am See, Quereinsteiger, gelernter Schreiner. Heute einer der innovativsten und besten Winzer am See.
Favorit: Köfererhof, Neustift Südtirol (I)
8 Lidwina Weh (49): Ausgebildete Sommelière und Weinakademikerin, Gründerin und Chefin der Agentur Sommelier-Consult, Leiterin Weinschule Schüwo.
Favorit: Jaspis Ziereisen, Baden (D)
9 Alain Kunz (63): Blick-Redaktor, schreibt über Fussball und Wein. Member Mémoire des Vins Suisses, Ehrenmitglied-Ambassador Schweizer Sommelierverband.
Favorit: Wegelin, Malans GR
10 Michael Matthes (63): Leiter Produktion Newsroom Blick und Schweizer Weinsommelier. Hat einen eigenen Weinblog namens derweinblog.ch.
Favorit: Henkenberg Salwey, Baden (D)
Das sind die Mitglieder der zehnköpfigen Jury, welche die 51 Pinot gris' verkostet haben. Bei jedem steht überdies, welcher sein höchstbewerteter Wein war (von links):
1 Tobias Hofmann (43): Director of Food & Beverage im Luzerner Gastgeber-Hotel Schweizerhof.
Favoriten: Les Frères Dutruy, Founex VD; Livio Felluga, Friaul (I); Gras im Ofen Dr. Heger, Baden (D)
2 Ivan Barbic (57): Master of Wine, Einkäufer Weinimporteur Bataillard, Präsident vieler Weinwettbewerbe wie Expovina in Zürich.
Favorit: Jaspis Ziereisen, Baden (D)
3 Eva Zwahlen (65): Redaktorin Wein bei Blick. Hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet seit 35 Jahren als Weinjournalistin.
Favoriten: Castellberg Martin Wassmer, Baden (D); Gris Lis Neris, Friaul (I)
4 Laura Paccot (33): 2023 hat die Hotelfachschul-Absolventin das Top-Familienweingut Domaine La Colombe in Féchy VD übernommen, das Mitglied der Mémoire des Vins Suisses ist.
Favorit: Jaspis Ziereisen, Baden (D)
5 Paul Liversedge (58): Schotte und zweiter von nur fünf Masters of Wine in der Schweiz. Ursprünglich Wirtschaftsprüfer, gründete 2009 seine eigene Weinhandels-Firma Real Wines.
Favorit: Les Frères Dutruy, Founex VD
6 Ursula Geiger (56): Redaktorin Wein bei Blick mit Abschluss in Weinbau und Önologie in Geisenheim (D). Die Hobby-Winzerin hat eine Agentur für Weinjournalismus und Weinconsulting.
Favorit: Les Vins Porret, Cortaillod NE
7 Erich Meier (52): Winzer des gleichnamigen Weinguts in Uetikon am See, Quereinsteiger, gelernter Schreiner. Heute einer der innovativsten und besten Winzer am See.
Favorit: Köfererhof, Neustift Südtirol (I)
8 Lidwina Weh (49): Ausgebildete Sommelière und Weinakademikerin, Gründerin und Chefin der Agentur Sommelier-Consult, Leiterin Weinschule Schüwo.
Favorit: Jaspis Ziereisen, Baden (D)
9 Alain Kunz (63): Blick-Redaktor, schreibt über Fussball und Wein. Member Mémoire des Vins Suisses, Ehrenmitglied-Ambassador Schweizer Sommelierverband.
Favorit: Wegelin, Malans GR
10 Michael Matthes (63): Leiter Produktion Newsroom Blick und Schweizer Weinsommelier. Hat einen eigenen Weinblog namens derweinblog.ch.
Favorit: Henkenberg Salwey, Baden (D)
Im Fall dieser Rebsorte ist der Name Omen. Pinot gris – sie heisst so wegen ihrer Herkunft – ist in der Tat eine graue Maus. Aber sie wird immer wichtiger. In Deutschland ist sie die drittmeistangepflanzte weisse Rebsorte nach Riesling und Müller-Thurgau, Tendenz steigend. Die Anbaufläche hat sich innert 14 Jahren verdoppelt. Bei uns ist sie bereits die weisse Nummer fünf, hat Sauvignon blanc und Savagnin (Heida) überholt! «Einer ihrer grossen Vorteile ist», sagt Jurorin Lidwina Weh, «dass die Rebsorte auch bei einfacheren Weinen viel zulässt. Das ist gut für den Konsumenten, denn so ist das Preis-Leistungs-Verhältnis meistens top.»
Meistangebaute Rebsorte in Südtirol
Pinot gris stammt aus der Region Burgund/Champagne und spielt heute im Ursprungsland vor allem im Elsass eine Rolle. Mittlerweile liegt die grösste Anbaufläche in Italien. In Südtirol ist sie gar die neue Nummer eins! Aber auch im Friaul und in Venetien ist sie stark vertreten.
Schnäppchenjäger aufgepasst! Weil dem Pinot gris das Renommee eines Weltklasseweins abgeht, sind die Preise entsprechend tief. Die beiden teuersten im Tasting kosten 65 Franken. Danach gibts einige im Bereich 40 bis 50 Franken. Aber die Mehrheit bewegt sich irgendwo zwischen 20 und 30 Franken. Doch es gibt auch einige, die weniger als 20 Franken kosten, die hoch bewertet haben. Die klare Nummer eins unter den Preis-Leistungs-Tops mit einem Preis von 13.95 Franken ist der Pinot Grigio Riserva von Mezzacorona Castel Firmian, eine Entdeckung unseres Master of Wine Ivan Barbic. Dieser gab dem Wein denn auch starke 91 Punkte. 10'000 Hektaren stehen im Trentino unter Reben. Die berühmtesten Weingüter mit Ferrari als klare Nummer eins produzieren Schaumwein, den Trentodoc. Die meisten Weingüter sind Genossenschaften wie Mezzacorona mit ihren 1500 Mitgliedern. Eine Toplinie der 1904 gegründeten Genossenschaft ist jene vom Schloss Castel Firmian.
Hier die Top 5:1 Pinot grigio Riserva Trentino 2024, Mezzacorona Castel Firmian, Trentino, Italien. 90,63 Punkte, 13.95 Franken. wyhusbelp.ch
2 Pinot grigio Penon 2024, Kellerei Kurtatsch, Südtirol, Italien. 90,63 Punkte, 17.50 Franken. vonsalis-wein.ch
3 Pinot gris de Dardagny 2025, Domaine Les Hutins, Dardagny GE. 90,5 Punkte, 17.50 Franken. domaineleshutins.ch
4 Mongris Pinot grigio Collio 2025, Marco Felluga, Friaul, Italien. 90,14 Punkte. 17.50 Franken. casadelvino.ch
5 Pinot gris Expression de Terroir 2024, Les Frères Dutruy, Founex VD. 92 Punkte, 19.50 Franken. lesfreresdutruy.ch
Schnäppchenjäger aufgepasst! Weil dem Pinot gris das Renommee eines Weltklasseweins abgeht, sind die Preise entsprechend tief. Die beiden teuersten im Tasting kosten 65 Franken. Danach gibts einige im Bereich 40 bis 50 Franken. Aber die Mehrheit bewegt sich irgendwo zwischen 20 und 30 Franken. Doch es gibt auch einige, die weniger als 20 Franken kosten, die hoch bewertet haben. Die klare Nummer eins unter den Preis-Leistungs-Tops mit einem Preis von 13.95 Franken ist der Pinot Grigio Riserva von Mezzacorona Castel Firmian, eine Entdeckung unseres Master of Wine Ivan Barbic. Dieser gab dem Wein denn auch starke 91 Punkte. 10'000 Hektaren stehen im Trentino unter Reben. Die berühmtesten Weingüter mit Ferrari als klare Nummer eins produzieren Schaumwein, den Trentodoc. Die meisten Weingüter sind Genossenschaften wie Mezzacorona mit ihren 1500 Mitgliedern. Eine Toplinie der 1904 gegründeten Genossenschaft ist jene vom Schloss Castel Firmian.
Hier die Top 5:1 Pinot grigio Riserva Trentino 2024, Mezzacorona Castel Firmian, Trentino, Italien. 90,63 Punkte, 13.95 Franken. wyhusbelp.ch
2 Pinot grigio Penon 2024, Kellerei Kurtatsch, Südtirol, Italien. 90,63 Punkte, 17.50 Franken. vonsalis-wein.ch
3 Pinot gris de Dardagny 2025, Domaine Les Hutins, Dardagny GE. 90,5 Punkte, 17.50 Franken. domaineleshutins.ch
4 Mongris Pinot grigio Collio 2025, Marco Felluga, Friaul, Italien. 90,14 Punkte. 17.50 Franken. casadelvino.ch
5 Pinot gris Expression de Terroir 2024, Les Frères Dutruy, Founex VD. 92 Punkte, 19.50 Franken. lesfreresdutruy.ch
Es ist nicht das erste Mal, dass Pinot gris in Mode ist. Allerdings ging die erste Welle einher mit üppigen Parker-Säften, die Ende des letzten Jahrhunderts enorm gefragt waren. Pinot gris wurde als Wein mit viel Fülle, Molligkeit und wenig Grip, Rückgrat und Säure ausgebaut.
Im Drei-Seen-Land ein Knüller, im Wallis ein Flop
Das hat sich geändert. Heute glänzen die besten Pinot gris mit animierender Säure, mit Spannung, Struktur und höchster Trinkigkeit. Was geblieben ist: Sie tun niemandem «weh», wie es Sauvignon blanc tun kann. Keine Komponente überwiegt. Pinot gris ist neutral. Wie die Schweiz. Weshalb sie wunderbar hierher passt. Aber nicht überall. Im Wallis ist die Tendenz negativ. «Bei uns läuft der Wein nicht», sagt Topwinzer Maurice Zufferey. «Ich werde die Reben wohl ausreissen.» Im Drei-Seen-Land hingegen pflanzen sie an, wo es gerade freie Flächen hat. Sophie Porret vom gleichnamigen Weingut: «Pinot gris ist ein Passepartout! Die Jungen mögen ihn, aber auch die Damen auf der Terrasse. Bei uns ist es der Wein, der am schnellsten ausverkauft ist. Wir werden mehr davon anpflanzen.» Das wird Louis-Philippe Burgat vom Domaine de Chambleau nicht tun. «Ich mag lieber Weine mit mehr Charakter. Dennoch verkaufen wir ihn sehr schnell. Auch weil es ein Super-Gastro-Wein ist, der zu allen Gerichten geht, auch zu asiatischen.»
Pinot-grigio-Guru Zemmer: «Wir leben, lieben und erzählen von dieser Rebsorte»
In Südtirol ist Peter Zemmer der Pinot-gris-Guru. Er ist der Einzige, der dort eine Pinot-gris-Riserva keltert, den Giatl, der im Tasting auf Platz drei landete. «Ich halte es für ein Armutszeugnis, dass viele Winzerkollegen in Südtirol dieser Rebsorte nicht mehr Aufmerksamkeit widmen. So kann sie nicht ihre ganze Qualität ausspielen», sagt Zemmer. «Wir hingegen wollen Pinot grigio mit Lagerpotenzial machen. Für Genussmenschen. Über drei Generationen hinweg war das unsere wichtigste Rebsorte. Wir leben, lieben und erzählen von Pinot grigio!»
Nicht nur das Hotel an sich, sondern auch die Bar des Schweizerhofs, in welchem das grosse Pinot-gris-Tasting von Blick stattgefunden hat, sprengt den Rahmen des Extraordinären. Snobismus? Ne, ist da ein Fremdwort. Etepetete? Keine Spur. Der geneigte Luzerner betritt das Haus durch den Haupteingang, geht an den Reichen und Schönen in der Lobby vorbei direttissimo in die traditionsreiche Bar. Und bestellt sich wahlweise ein Bierchen (die Stange kostet 6.50 Franken), ein Wasser oder sonstwas Alkoholfreies, ein Glas Wein (offen als Empfehlung sind gerade in Weiss die Cuvée Quintett des Luzerners Weinguts Kastanienbaum und in Rot der Le Sacre St. Georges St-Emilion von Janoueix) oder auch eine Flasche von der faszinierenden Schweizerhof-Weinkarte. Wieso nicht einen der vielen Cocktails zwischen Tradition oder der Fantasie der Barkeeper entsprungen, mit und ohne. Zu geniessen direkt am Tresen, in einer Sitzecke oder momentan draussen auf der Terrasse. Apropos Wein: Montags gibts zwischen 17 und 20 Uhr Champagner à gogo! Für 58 Franken Bollinger à discrétion. Nicht schlecht …
Und logischerweise gibts da auch was zu Essen. Die Barklassiker Clubsandwich oder Cesar Salat bis zu Rindstatar oder Croque Monsieur. Das Special heisst Thirsty Thursday. Da gibts zwischen 17 und 19 Uhr zum Getränk Apéro-Häppchen. Wie in Italien: Aperitivo!
Und wenn der Abend später wird, kann auch mal die Post dort ganz schön abgehen. Und das nicht nur im Rahmen eines Events, sondern auch an einem gemeinen Wochentag. Unter dem Strich: es gibt da dieses wunderbare Fremdwort, das den Nagel auf den Kopf besser trifft als jeder deutsche Ausdruck, um die Schweizerhof-Bar zu beschreiben: unprätentiös! Ohne Allüren, nicht aufgesetzt, nicht künstlich wichtig machend. Schweizerhof-Style eben. (A.Ku.)
Nicht nur das Hotel an sich, sondern auch die Bar des Schweizerhofs, in welchem das grosse Pinot-gris-Tasting von Blick stattgefunden hat, sprengt den Rahmen des Extraordinären. Snobismus? Ne, ist da ein Fremdwort. Etepetete? Keine Spur. Der geneigte Luzerner betritt das Haus durch den Haupteingang, geht an den Reichen und Schönen in der Lobby vorbei direttissimo in die traditionsreiche Bar. Und bestellt sich wahlweise ein Bierchen (die Stange kostet 6.50 Franken), ein Wasser oder sonstwas Alkoholfreies, ein Glas Wein (offen als Empfehlung sind gerade in Weiss die Cuvée Quintett des Luzerners Weinguts Kastanienbaum und in Rot der Le Sacre St. Georges St-Emilion von Janoueix) oder auch eine Flasche von der faszinierenden Schweizerhof-Weinkarte. Wieso nicht einen der vielen Cocktails zwischen Tradition oder der Fantasie der Barkeeper entsprungen, mit und ohne. Zu geniessen direkt am Tresen, in einer Sitzecke oder momentan draussen auf der Terrasse. Apropos Wein: Montags gibts zwischen 17 und 20 Uhr Champagner à gogo! Für 58 Franken Bollinger à discrétion. Nicht schlecht …
Und logischerweise gibts da auch was zu Essen. Die Barklassiker Clubsandwich oder Cesar Salat bis zu Rindstatar oder Croque Monsieur. Das Special heisst Thirsty Thursday. Da gibts zwischen 17 und 19 Uhr zum Getränk Apéro-Häppchen. Wie in Italien: Aperitivo!
Und wenn der Abend später wird, kann auch mal die Post dort ganz schön abgehen. Und das nicht nur im Rahmen eines Events, sondern auch an einem gemeinen Wochentag. Unter dem Strich: es gibt da dieses wunderbare Fremdwort, das den Nagel auf den Kopf besser trifft als jeder deutsche Ausdruck, um die Schweizerhof-Bar zu beschreiben: unprätentiös! Ohne Allüren, nicht aufgesetzt, nicht künstlich wichtig machend. Schweizerhof-Style eben. (A.Ku.)
Welcher ist der beste Pinot gris?
Zum Tasting. Die Fragen, die die zehnköpfige Blick-Jury mit den beiden Masters of Wine Ivan Barbic und Paul Liversedge beantwortet haben wollte: Woher kommen die besten Pinot gris – Deutschland, Italien oder Frankreich? Und wie schlagen sich die Schweizer, die die Hälfte der 51 unter die Lupe genommenen Weine ausmachten? Verkostet wurde – wie üblich blind – im Salon 11 des Luzerner Fünf-Sterne-Hotels Schweizerhof, mittlerweile zum lieb gewonnenen Blick-Tasting-Zentrum geworden. Für das Ranking wurden die höchste und tiefste Note gestrichen.
Das Ergebnis: Man spricht Deutsch! Vor allem Hochdeutsch. Und dies auf den ersten sechs Rängen! Vier Mal Deutschland, genauer Baden, je ein Mal Südtirol und Österreich. Auf Platz sieben folgt der beste Schweizer mit den Gebrüdern Dutruy vom Genfersee, gefolgt vom Weingut Jauslin aus Muttenz BL, das ja quasi auch Deutschland ist. Liversedge war ganz allgemein höchst angetan vom Niveau der Eidgenossen. Erst auf Platz zehn findet man den besten Friulaner, noch hinter Lo Triolet aus dem Aostatal.
Spannend wie grosse Burgunder, meint Jurymitglied Lidwina Weh
«Die Besten waren so spannend wie grosse Burgunder», adelt sie Weh. Doch eigentlich war die gesamte Jury begeistert und positiv überrascht ob der Qualität dieses Line-ups. Denn einen guten Pinot gris hinzukriegen, ist nicht einfach. «Es ist jedes Jahr eine Herausforderung. Im Rebberg wie im Keller», schildert der Zürcher Topwinzer Erich Meier.
11 Alsace Pinot gris 2024, Sophie Schaal, Elsass, Frankreich. 91,43 Punkte, 21.50 Franken. weinhaus.ch
12 Pinot gris Malans 2024, Schifferli Wein, Malans GR. 91,38 Punkte, 32 Franken. schifferliwein.ch
12 Pinot gris 2025, Weingut Erich Meier, Uetikon ZH (Foto). 91,38 Punkte, 28 Franken. erichmeier.ch
14 Pinot gris 2024, La Maison Carrée, Auvernier NE. 91,21 Punkte, 27 Franken. lamaisoncarree.ch
15 Pinot gris Prem1er 2023, Domaine 508, Le Landeron NE. 90,88 Punkte, 38 Franken. domaine508.ch
15 Malanser Grauburgunder 2024, Weingut Wegelin, Malans GR. 90,88 Punkte, 27 Franken. weingutwegelin.ch
17 Pinot grigio Penon 2024, Kellerei Kurtatsch, Südtirol, Italien. 90,63 Punkte, 17.50 Franken. vonsalis-wein.ch
17 Pinot grigio Riserva Trentino 2024, Mezzacorona Castel Firmian, Trentino, Italien. 90,63 Punkte, 13.95 Franken. wyhusbelp.ch
17 Moenchberg Pinot gris Grand Cru Alsace 2020, Marc Kreydenweiss, Elsass, Frankreich. 90,63 Punkte, 59 Franken. terravigna.ch
17 Classic Pinot gris 2024, Famille Hugel, Elsass, Frankreich. 90,63 Punkte, 21.80 Franken. moevenpick-wein.ch
17 Grauburgunder Ried Saziani Grosse STK Ried 2023, Weingut Neumeister, Vulkanland Steiermark, Österreich. 90,63 Punkte, 47 Franken. martel.ch
22 Pinot gris de Dardagny 2025, Domaine Les Hutins, Dardagny GE. 90,5 Punkte, 17.50 Franken. domaineleshutins.ch
22 Cépage Pinot gris 2024, Le Petit Château, Môtier Vully FR. 90.5 Punkte, 24 Franken. lepetitchateau.ch
24 Pinot grigio Stieler 2025, Kellerei Bozen Südtirol, Italien. 90,38 Punkte, 22 Franken. vinothek-brancaia.ch
24 Stadtwein Chillesteig Höngg Pinot gris 2025, Rebgut der Stadt Zürich – Zweifel 1898, Höngg ZH. 90,38 Punkte, 19.50 Franken. zweifel1898.ch
26 Grauburgunder Ried Steinbach 2024, Weingut Lackner Tinnacher, Gamlitz, Südsteiermark. 90,19 Punkte, €37.30. tinnacher.at
27 Pinot gris 2024, Weingut Kastanienbaum, Kastanienbaum LU. 90,14 Punkte, 26 Franken. weingut-kastanienbaum.ch
29 Pinot grigio 2025, Weingut zum Rosenberg, Altdorf UR. 90,13 Punkte, 38 Franken. gerstl.ch
29 Oberrotweil Grauburgunder Henkenberg GG 2022, Salwey, Kaiserstuhl Baden, Deutschland. 90,13 Punkte, 45 Franken. terravigna.ch
29 Pinot grigio Selection 15 2025, Weingut Castelfeder, Neumarkt Südtirol, Italien. 90,13 Punkte, 19.50 Franken. vonsalis-wein.ch
29 Pinot gris 2025, Weingut Fromm, Malans GR. 90,13 Punkte, 33.50 Franken. weingut-fromm.ch
29 Pinot gris Clos Jebsal 2023, Zind Humbrecht, Elsass, Frankreich. 90,13 Punkte, 43.90 statt 49 Franken. realwines.ch
29 Pinot grigio Unterebner 2023, Kellerei Tramin, Südtirol, Italien. 90,13 Punkte, 24 Franken. cultivino.ch
11 Alsace Pinot gris 2024, Sophie Schaal, Elsass, Frankreich. 91,43 Punkte, 21.50 Franken. weinhaus.ch
12 Pinot gris Malans 2024, Schifferli Wein, Malans GR. 91,38 Punkte, 32 Franken. schifferliwein.ch
12 Pinot gris 2025, Weingut Erich Meier, Uetikon ZH (Foto). 91,38 Punkte, 28 Franken. erichmeier.ch
14 Pinot gris 2024, La Maison Carrée, Auvernier NE. 91,21 Punkte, 27 Franken. lamaisoncarree.ch
15 Pinot gris Prem1er 2023, Domaine 508, Le Landeron NE. 90,88 Punkte, 38 Franken. domaine508.ch
15 Malanser Grauburgunder 2024, Weingut Wegelin, Malans GR. 90,88 Punkte, 27 Franken. weingutwegelin.ch
17 Pinot grigio Penon 2024, Kellerei Kurtatsch, Südtirol, Italien. 90,63 Punkte, 17.50 Franken. vonsalis-wein.ch
17 Pinot grigio Riserva Trentino 2024, Mezzacorona Castel Firmian, Trentino, Italien. 90,63 Punkte, 13.95 Franken. wyhusbelp.ch
17 Moenchberg Pinot gris Grand Cru Alsace 2020, Marc Kreydenweiss, Elsass, Frankreich. 90,63 Punkte, 59 Franken. terravigna.ch
17 Classic Pinot gris 2024, Famille Hugel, Elsass, Frankreich. 90,63 Punkte, 21.80 Franken. moevenpick-wein.ch
17 Grauburgunder Ried Saziani Grosse STK Ried 2023, Weingut Neumeister, Vulkanland Steiermark, Österreich. 90,63 Punkte, 47 Franken. martel.ch
22 Pinot gris de Dardagny 2025, Domaine Les Hutins, Dardagny GE. 90,5 Punkte, 17.50 Franken. domaineleshutins.ch
22 Cépage Pinot gris 2024, Le Petit Château, Môtier Vully FR. 90.5 Punkte, 24 Franken. lepetitchateau.ch
24 Pinot grigio Stieler 2025, Kellerei Bozen Südtirol, Italien. 90,38 Punkte, 22 Franken. vinothek-brancaia.ch
24 Stadtwein Chillesteig Höngg Pinot gris 2025, Rebgut der Stadt Zürich – Zweifel 1898, Höngg ZH. 90,38 Punkte, 19.50 Franken. zweifel1898.ch
26 Grauburgunder Ried Steinbach 2024, Weingut Lackner Tinnacher, Gamlitz, Südsteiermark. 90,19 Punkte, €37.30. tinnacher.at
27 Pinot gris 2024, Weingut Kastanienbaum, Kastanienbaum LU. 90,14 Punkte, 26 Franken. weingut-kastanienbaum.ch
29 Pinot grigio 2025, Weingut zum Rosenberg, Altdorf UR. 90,13 Punkte, 38 Franken. gerstl.ch
29 Oberrotweil Grauburgunder Henkenberg GG 2022, Salwey, Kaiserstuhl Baden, Deutschland. 90,13 Punkte, 45 Franken. terravigna.ch
29 Pinot grigio Selection 15 2025, Weingut Castelfeder, Neumarkt Südtirol, Italien. 90,13 Punkte, 19.50 Franken. vonsalis-wein.ch
29 Pinot gris 2025, Weingut Fromm, Malans GR. 90,13 Punkte, 33.50 Franken. weingut-fromm.ch
29 Pinot gris Clos Jebsal 2023, Zind Humbrecht, Elsass, Frankreich. 90,13 Punkte, 43.90 statt 49 Franken. realwines.ch
29 Pinot grigio Unterebner 2023, Kellerei Tramin, Südtirol, Italien. 90,13 Punkte, 24 Franken. cultivino.ch
«Früher, als Ruländer, waren die Weine grauenvoll!»
Der Sieger ist Hanspeter Ziereisen, dessen Weingut im Markgräflerland nur gerade vier Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt liegt. Der Quereinsteiger, der auch am Weingut Riehen beteiligt und dort Konsulent ist, gilt als brillanter Kopf, der selbst «unseren» Chasselas (der in Deutschland Gutedel heisst) zum Scheinen bringt, wie es in der Schweiz nur ganz wenige fertigbringen. Und den Pinot gris sowieso! «Ist auch irgendwie logisch», sagt der Winzer. «Denn Grauburgunder hat bei uns eine riesige Tradition. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren 80 Prozent unserer Rebfläche damit bestockt.» Heute sind es noch beachtliche 25 Prozent. «Allerdings waren die Weine grauenvoll! Süss mit viel Speck. Sie hiessen Ruländer. Das Image war damit zunichte.»
Tempi passati. Als Grauburgunder hat der Wein eine Renaissance erlebt. «Unsere Pflanzen für den Jaspis stammen mehrheitlich aus dem Jahr 1958», fährt Ziereisen fort. «So hat man fast eine Garantie, dass der Wein Jahr für Jahr gross wird.» Gerade mal 1500 Flaschen jährlich macht Ziereisen vom Jaspis. Dessen Farbe bezeichnet er als fantastisch. «Wie die Farbe eines Goldvrenelis.»