Darum gehts
- Burrata als Highlight: Perfekte Ergänzung zu Pasta
- Kantabrische Sardellen und Burrata sorgen für cremige, süss-salzige Geschmackskontraste
- Gamberi rossi di Mazara: Exklusive Crevetten im Highlight-Gericht aus Milano
Ich fragte kürzlich meine Redaktionskollegin, wie ihre Ferien waren. Sie meinte: «Megaschön! Ich musste an dich denken.» Ist das nicht schön, wenn Menschen in den Ferien an Menschen denken, die nicht in den Ferien sind? Ich wollte natürlich wissen, warum. «Ich hatte die beste Pasta ever!» – «Oh, erzähl!»
«Also das waren eigentlich ganz simple Linguine mit … Wie nennt man diese cremige Mozzarella?» – «Stracciatella.» – «Nein, wie Mozzarella, aber wahnsinnig cremig.» – «Okay, dann war es Burrata. Sieht aus wie Mozzarella, hat aber einen cremigen Kern. Ohne die Mozzarellahülle drumherum nennt man diese Spezialität aus Apulien Stracciatella. Das ist im Prinzip Käsebruch, der nicht zu einer Mozzarella geformt ist und mit Rahm verfeinert wird. Gibts mittlerweile auch bei uns zu kaufen. Schmeckt himmlisch!»
Ich weiss genau, was sie meint. Genauso ging es mir auch, als ich zum ersten Mal Pasta mit Burrata probierte. Wer die cremige Käsespezialität nur von Pizza oder Caprese kennt, verpasst eine der besten Kombinationen der italienischen Küche.
Das Schöne daran: Sie wird nicht mitgekocht, sondern nur auf die heisse Pasta gesetzt. Die Wärme lässt sie sanft schmelzen, und sie verbindet sich wunderbar mit der Sauce. Dann braucht es gar nicht viel.
Hier meine drei Vorschläge:
Numero uno: Ganz simpel
Pasta nach Wahl kochen, tropfnass in eine Pfanne mit etwas Butter und Olivenöl geben, mit einem Schluck Pastawasser durchschwenken und in tiefe Teller schöpfen. Eine Burrata aufschneiden, direkt auf die Pasta zupfen, leicht salzen und einen Faden Olivenöl extra vergine darüberträufeln. Dazu gehackte, gesalzene Pistazien oder – noch besser – fein gehackte kantabrische Sardellen. Deren salzige Würze bildet einen grossartigen Kontrast zur milden, leicht süsslichen Cremigkeit der Burrata.
Numero due: Mit Gemüse
Die sommerliche Variante: Pasta nach Wahl mit geschmorten Kirschtomaten oder in Olivenöl mit Knoblauch gebratenen Zucchinischeiben oder Auberginenstiften mischen und mit Burrata oder ein paar Löffeln Stracciatella krönen. Etwas Basilikum, bisschen Zitronenabrieb, Salz, Pfeffer und gutes Olivenöl extra vergine – mehr braucht es nicht.
Numero tre: Mit Crevetten-Tatar
Das ist die Pasta, die ich zum ersten Mal in Mailand im Pastamadre hatte und die mich bis heute nicht loslässt. Handgemachte Spaghetti alla chitarra mit einem Sugo aus gelben Tomaten. Auf dem hübsch gewickelten Spaghettinestchen lag ein wolkenweiches Duvet aus Stracciatella. Und als Krönung ein Tatar der besten, exklusivsten (und leider auch sehr teuren) Gamberi rossi di Mazara. Diese Crevetten kommen aus Sizilien und sind besonders süss und zart.
Ein Gericht voller Kontraste und Emotionen: warm und kalt, cremig und frisch, süss und salzig.
So einfach – und so unglaublich gut!