Darum gehts
- Donald Trump droht Iran mit Bombenangriffen auf Brücken und Kraftwerke.
- USA attackierten iranisches Kernkraftwerk, Iran wirft Völkerrechtsverstoss vor.
- Mehr als 10 Angriffe in der Strasse von Hormus innerhalb einer Woche.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Dieses alte Sprichwort scheint sich US-Präsident Donald Trump (80) in Bezug auf den anhaltenden Krieg im Iran wohl zu Herzen zu nehmen. Seit über einer Woche spitzt sich die Situation im Nahen Osten immer weiter zu.
In einem Post auf seiner Plattform Truth Social droht Trump dem Iran jetzt ein weiteres Mal scharf. «Von nun an werden die Vereinigten Staaten jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran ein Schiff in der Strasse von Hormus beschiesst, EINE BRÜCKE ODER EIN KRAFTWERK bombardieren und zerstören», schreibt der US-Präsident. Auch Ziele in oder in der Nähe der Hauptstadt Teheran wären davon nicht ausgenommen.
Eskalation in der Region
Trumps neue Drohung folgt auf viele Tage mit harten Gefechten in der Region. Vor einer Woche hatte Trump eine neue grossangelegte Militäroffensive im Iran angekündigt. «Die Angriffe zielen darauf ab, die militärischen Fähigkeiten der iranischen Streitkräfte, mit denen diese die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus angegriffen haben, weiter zu schwächen», meldete das Zentralkommando der US-Streitkräfte damals auf X.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor, laut Berichten der US-Armee, Handelsschiffe in der Strasse von Hormus attackiert. Als Vergeltung flogen die Vereinigten Staaten ihrerseits Angriffe.
Unter anderem sollen die USA das sich im Bau befindliche Kernkraftwerk Darkhovin attackiert haben. Die Atomenergieorganisation der Mullahs wirft der US-Regierung vor, mit dem Angriff auf «eines der Symbole für die Würde und die wissenschaftliche Selbstständigkeit der iranischen Nation» gegen das Völkerrecht verstossen zu haben. Die US-Regierung äusserte sich nicht zum Vorfall.