Angeblich durch Seeminen in Strasse von Hormus zerstört
Iran meldet Explosion zweier Öltanker in der Strasse von Hormus

Zwei Öltanker sind laut Irans Revolutionsgarden in der Strasse von Hormus explodiert. Die Schiffe sollen eine verminte Route befahren haben. Eine unabhängige Bestätigung gibt es bislang nicht. Derweil bauen die USA ihre militärische Schlagkraft um Iran weiter aus.
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Screenshot eines von Irans Revolutionsgarden veröffentlichten Videos: Er soll den Abschuss einer Rakete auf US-Ziele in der Region zeigen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Laut Iran explodierten am Freitag zwei Öltanker in der Strasse von Hormus
  • Seit 7 Nächten ununterbrochene US-Luftangriffe, Stromnetz im Iran beschädigt
  • USA entsenden Dutzende Tankflugzeuge in die Region

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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Zwei Öltanker sind nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) am Freitag in der Strasse von Hormus in Brand geraten und explodiert. Die IRGC erklärte, die Schiffe hätten eine verminte Route befahren. 

Noch ist unklar, ob es sich bei den Angaben um Kriegspropaganda handelt. Für die Explosion von zwei Tankern gibt es zunächst keine unabhängige Bestätigung – auch nicht für die Behauptung der Revolutionsgarden, die beiden Schiffe seien zuvor durch amerikanische Stellen gezielt auf diesen Kurs gelenkt worden.

Die Revolutionsgarden erklärten zudem, vier Schiffe an der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus gehindert zu haben. Die Aktion sei mit Raketen und Drohnen erfolgt. Unabhängig bestätigt sind die Angaben nicht. Auch eine Stellungnahme des US-Zentralkommandos zu den iranischen Behauptungen liegt bislang nicht vor.

Verletzte US-Soldaten?

Die Meldungen fallen in eine Phase weiterer militärischer Eskalation zwischen den USA und Iran. Nach Angaben der US-Regierung wurden die Luftangriffe auf iranische Ziele in den vergangenen Tagen ausgeweitet. In der Nacht auf Samstag wurden die siebte Nacht in Folge Militärschläge gegen den Iran ausgeführt.

Dabei wurden auch Brücken und Eisenbahnlinien zerstört und das südliche Stromnetz beschädigt. Iran rief die Bevölkerung zum Stromsparen auf – und reagierte seinerseits mit Angriffen auf US-Verbündete in der Golfregion. Nach Mitternacht heulten auch Alarmsirenen der Luftabwehr in Saudi-Arabien.

Wie Al Jazeera zudem meldet, seien diese Woche mehrere US-Soldaten bei iranischen Angriffen auf zwei US-Militärbasen in Jordanien verletzt worden.

Hormus «hochgefährlich»

Parallel dazu bleibt die Lage in der Strasse von Hormus äusserst angespannt. Die Revolutionsgarden beanspruchen weiterhin die Kontrolle über Teile der Schifffahrt und hatten bereits in den vergangenen Tagen erklärt, die Passage für bestimmte Schiffe geschlossen zu haben. Mehrere Zwischenfälle mit Handelsschiffen wurden von verschiedenen Seiten gemeldet.

In der Nacht auf Samstag erklärten die Revolutionswächter: «Wir bestätigen mit Nachdruck, dass die Strasse von Hormus aufgrund der Aggressionen des US-Militärs hochgefährlich und vollständig gesperrt ist.»

USA verlegen Tankflugzeuge in die Region

Unterdessen verstärken die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten. Nach Medienberichten verlegt das US-Militär Dutzende Tankflugzeuge in die Region, um die Luftbetankung von Kampfjets sicherzustellen.

Die Maschinen sollen unter anderem mögliche weitere Einsätze der US-Luftwaffe sowie Israels im Falle einer Ausweitung des Konflikts mit Iran unterstützen. Offiziell hat das Pentagon die genaue Aufgabe der Flugzeuge bislang nicht bestätigt.

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