Japan-Fans aufgepasst
Beliebtes Reiseland erhöht Visa-Gebühren – ums Fünffache!

Japan erlebt einen Reiseboom. Deshalb reagiert das asiatische Land – und schraubt an den Visa-Gebühren für Touristen. Die Einreise kostet ab Juli neu fünfmal so viel. Trotzdem erwartet die japanische Regierung keinen Rückgang der Touristenströme.
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Der Besuch am Kirschblütenfest wird jetzt teurer: Japan erhöht die Preise für Touristenvisa.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Japan erhöht ab 1. Juli Visa-Gebühren erstmals seit 50 Jahren
  • Einmal-Einreise kostet neu 15'000 Yen (75 Franken), vorher 3000 Yen
  • 2025 reisten 42,7 Millionen Touristen nach Japan, Rekordzahl
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Japan-Reisende müssen bald tiefer ins Portemonnaie greifen: Die japanische Regierung erhöht die Visa-Gebühren für alle Ausländer – und zwar gleich ums Fünffache. Die erste Gebührenerhöhung seit fast 50 Jahren begründet Aussenminister Toshimitsu Motegi (70) mit der Inflation und dem schwankenden Wechselkurs, wie die BBC berichtet.

Der Yen ist schon seit 2021 im Sinkflug. Für Touristen kommt der schwache Yen gerade richtig, denn Japan ist so günstig wie fast nie zuvor. Das ostasiatische Land hat unter anderem deswegen in den letzten Jahren einen riesigen Touristen-Boom erlebt: 2025 verzeichnete das Land 42,7 Millionen Touristen.

Jetzt schraubt das Land an den Visa-Gebühren: Die Einmal-Einreise kostet ab 1. Juli 15'000 Yen – rund 75 Franken. Aktuell zahlt man für ein Japan-Visum umgerechnet 15 Franken. Wer mehrmals einreisen will, muss neu eine Visa-Gebühr von 150 Franken zahlen – statt wie bis jetzt 30 Franken. Es handle sich dabei nicht um eine Massnahme gegen den Massentourismus, betonte Aussenminister Motegi: «Wir gehen nicht davon aus, dass dies unmittelbare Auswirkungen auf den Tourismus haben wird.»

Massentourismus: Gute Seiten, schlechte Seiten

Wirtschaftlich profitiert Japan stark von den vielen Touristen. Diese bringen aber auch gewisse Probleme mit sich: Japan-Reisende bringen oft ein gut gefülltes Portemonnaie mit – und treiben damit die Preise für Attraktionen und in den Restaurants in die Höhe. Die Lösung, die Japaner dafür gefunden haben? Ein Zwei-Preis-System, bei dem einheimische Gäste weniger bezahlen als Ausländer.

Dass Touristen zum Problem werden können, kann auch die Stadt Fujiyoshida in der Präfektur Yamanashi bezeugen. Sie musste dieses Jahr ihr Kirschblütenfest — in Japan auch Hanami genannt — absagen, nachdem Touristen in den Vorjahren die Umgebung zugemüllt hatten oder einfach bei Anwohnern ins Haus hineinspaziert waren, um dort die Toilette zu benutzen.

Visaregeln im ständigen Wandel

Japan ist nicht das einzige Ferienland, das in letzter Zeit Änderungen beim Visum vorgenommen hat. So schafft Thailand nach zwei Jahren die visafreie Einreise von 60 Tagen wieder ab. Künftig dürfen Touristen nur noch 30 Tage ohne Visum im Land verweilen. Die Behörden begründen die Entscheidung damit, dass Ausländer die längere Aufenthaltsdauer für kriminelle Geschäfte genutzt haben.

Die USA kämpfen dagegen mit massiv rückläufigen Touristenzahlen. Dabei könnten die Vereinigten Staaten die Einnahmen aus dem Tourismus gut gebrauchen, türmt sich doch der Schuldenberg in der Staatskasse immer weiter auf. Die Lösung von US-Präsident Donald Trump (80): Die USA führen ein Express-Visum ein – für 750 Dollar, zusätzlich zu den normalen Visagebühren von 185 Dollar. Wer die Zusatzgebühr bezahlt, erhält innert zehn Tagen einen Termin bei einer US-Vertretung. Eine vierköpfige Familie muss dafür aber gut 3000 Franken hinblättern.

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