Verschärfte Grenzkontrollen
Thailand hat dieses Jahr schon 30'000 Ausländern die Einreise verweigert

Thailand greift hart durch: Seit Anfang 2026 wurden fast 30’000 Ausländer bei der Einreise zurückgewiesen. Das Königreich will damit Visumsmissbrauch und Kriminalität bekämpfen.
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Thailand dreht den Hahn zu: Dieses Jahr wurden an der Grenze bereits 30'000 Ausländer abgewiesen.
Foto: Screenshot Bangkok Post

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thailand verschärft Einreisekontrollen, schaffte schon 60-Tage-Visumfreiheit ab
  • 29'490 Ausländern wurde 2026 die Einreise verweigert, 14'161 verhaftet
  • 169'506 Personen auf schwarzer Liste, Fokus auf Visumsmissbrauch und Kriminalität
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Gewöhnlich sind Länder froh um jeden zusätzlichen Touristen. Nicht so Thailand, ein Tourismusmagnet, der jetzt die Schrauben bei Einreisen massiv anzieht. Eben schaffte das Königreich die 60-Tage-Visumfreiheit ab. Für effizientere Grenzkontrollen wurde letztes Jahr eine digitale Einreisekarte eingeführt – und seit Jahresbeginn haben Grenzbeamte 30'000 Ausländern die Einreise verweigert.

Neu will Thailand nicht länger mehr Gäste um jeden Preis. Wie die thailändische Einwanderungsbehörde auf Facebook bekanntgab, richtet sich das harte Vorgehen gegen Visumsmissbrauch, illegale Arbeit, Callcenter-Banden und internationale Kriminalität. Wer verdächtig wirkt, soll gar nicht erst einzureisen versuchen.

«Von Januar bis Mai 2026 wurde insgesamt 29'490 ausländischen Staatsangehörigen die Einreise verweigert», so die Behörde. Zudem seien 14'161 Ausländer wegen Verstössen gegen das Einwanderungsgesetz und damit zusammenhängender Vergehen verhaftet worden.

Frühwarnsystem

Das Herzstück, das Gäste ins Visier nimmt, ist ein computergestütztes Frühwarnsystem: Das «Advanced Passenger Processing System» (APPS) gleicht Passagierdaten bereits vor dem Abflug mit nationalen und internationalen Fahndungsdatenbanken ab. Derzeit umfasst allein die thailändische Schwarze Liste 169'506 Einträge – darunter frühere Straftäter in Thailand und Personen mit Interpol-Haftbefehlen.

Wer auf der Liste steht, kommt gar nicht erst ins Flugzeug – oder wird an der Landgrenze umgehend abgewiesen.

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Besonders im Fokus stehen laut Behörden auch Reisende ohne genügend Geldmittel, Personen ohne Rückflugticket oder Reiseplan und sogenannte «Visa Runner», die Thailand mit Kurz-Ausreisen als Daueraufenthaltsort nutzen wollen.

Blick-Leser reagiert auf Verschärfung

Die Behörde nennt keine Zahlen zu einzelnen abgewiesenen Nationalitäten. Wie aus sozialen Medien und Online-Foren zu erfahren ist, scheinen hauptsächlich russische und israelische Staatsbürger betroffen.

Die verschärften Regeln machen Reisende nervös. Generell berichten Touristen seit Monaten über strengere Kontrollen und längere Warteschlangen. Blick-Leser Alex S. (40) bestätigt die Verschärfung von Grenzkontrollen. Er sei letztes Jahr drei Mal visumfrei nach Thailand eingereist, und beim dritten Mal im Oktober strikter befragt worden. Das habe ihn veranlasst, ein reguläres Visum für längere Aufenthalte einzuholen. Seither verlaufe die Einreise wieder reibungslos.

Hinweise auf abgewiesene Schweizer gibt es derzeit keine. Offiziell betont Bangkok auch: Normale Gäste sind weiterhin willkommen. Die neuen Massnahmen richten sich gegen Personen, die das System missbrauchen. Als gäbe es nicht schon genug einheimische Kriminalität, führten die quasi offenen Grenzen zunehmend zu Problemen mit ausländischen Kriminellen im Land.

Wurde dir in Thailand unlängst die Einreise erschwert oder wurdest du zurückgewiesen? Dann melde dich bei uns – per Whatsapp auf die Nummer 079 813 8041 oder via Mail an redaktion@blick.ch. Hier findest du zudem ein Web-Formular. 

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