Riesige Schlange wegen Moonswatch in Zürich
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Video vom August 2025:Riesige Schlange wegen Moonswatch in Zürich

Hayek stichelt gegen Trump und Rolex
Andrang auf neue Moonswatch ist riesig – trotz «Esta»-Formular

Gelingt Swatch ein neuer PR-Coup? Mit dem augenzwinkernden Formular, mit dem man sich für eine Moonswatch bewerben kann, sorgt Nick Hayek für Aufmerksamkeit. Und teilt gegen Donald Trump und Rolex aus. Blick hat sich die Fragen angeschaut.
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Um sich für diese Uhr zu bewerben, muss man einen Fragebogen mit 32 teils kniffligen, teils einfachen Fragen beantworten.
Foto: Swatch Handout

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swatch lanciert neue Moonswatch mit humorvollem Bewerbungsformular, inspiriert von US-Einreisedokument «Esta»
  • Erstes Swatch-Halbjahr schwach: Betriebsgewinn von 52 Millionen Franken, operative Marge 1,7 Prozent
  • Swatch-Aktien fallen wegen starkem Franken über 3 Prozent
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Die Uhr tickt: Noch bis um Mitternacht kann man sich für die neue goldene Moonswatch bewerben. Die Nachfrage ist riesig. Wer letzten Donnerstag versuchte, das Bewerbungsformular auszufüllen, musste mit Fehlermeldungen rechnen. Der Andrang war einfach zu gross. Die Website konnte nicht mehr mithalten, wie Swatch gegenüber Blick bestätigt.

Wie viele sich für eines der total 1969 Moonswatch-Exemplare bisher beworben haben, will der Bieler Uhrenkonzern nicht preisgeben. Es waren aber «sehr, sehr, sehr viele», so ein Swatch-Sprecher. Mittlerweile hat der Massenansturm aber offenbar etwas nachgelassen. Zumindest soweit, dass die Website wieder funktioniert. Blick hat sich die Fragen angeschaut, die jeder Moonswatch-Interessent beantworten muss.

Ähnelt dem Einreiseformular der USA

Das Formular soll an die Einreisegenehmigung in die USA erinnern, Swatch nennt es ebenfalls «Esta» – im Fall des Schweizer Uhrenherstellers steht die Abkürzung aber für «Electronic Swatch Timepiece Application» – zu Deutsch: elektronischer Swatch-Zeitmesser-Antrag.

Es ist eine feine Spitze des Konzerns von Chef Nick Hayek (71) gegen die US-Regierung von Präsident Donald Trump (80). Und in den Fragen bekommen auch die Schweizer Wirtschaftsführer, die im November Trump im Oval Office für einen Zoll-Deal besuchten, ihr Fett weg. Gleich die erste Frage nimmt etwa Rolex-Chef Jean-Frédéric Dufour aufs Korn. Sie lautet: «Hast du schon einmal einem Präsidenten eine goldene Tischuhr geschenkt?» Das protzige Geschenk im Wert von 20'000 bis 40'000 Franken überreichte der Rolex-Patron Trump beim Besuch im Weissen Haus.

Das Treffen von Wirtschaftsgrössen und US-Präsident Donald Trump im November 2025.
Foto: KEYSTONE

Der Rest des Formulars ist von einem ähnlich augenzwinkernden Stil. Manche der Fragen sind sehr einfach zu beantworten. Eine davon lautet etwa: «Bist du an Fälschungsaktivitäten beteiligt?» Da reicht ein einfaches «Nein» als wohl richtige Antwort. Andere Fragen sind kniffliger. «Wie viel Uhr war es in Swatch-Internetzeit, als die Mondlandefähre Eagle (LM-5) auf dem Mond landete?», ist so ein Beispiel.

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Bei anderen Fragen braucht es etwa Kreativität. «Was würdest du auf einer Reise zum Mond essen?» Oder: «Wen würdest du auf eine Reise zum Mond mitnehmen?» Und bei der Frage «Nenne einen Künstler, mit dem Swatch zusammenarbeiten sollte» trägt man einen kleinen Teil zur Swatch-Marketing-Recherche bei.

Erstes Halbjahr fing schlecht an

Mit der neuen Moonswatch hofft Swatch auf einen neuen PR-Coup – pünktlich auf die Geschäftszahlen fürs erste Halbjahr 2026, die das Unternehmen von CEO Hayek am Dienstag veröffentlicht hat. Der Uhrenkonzern setzte in den ersten sechs Monaten 3,12 Milliarden Franken um – 2 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Dagegen sank der Betriebsgewinn um 24 Prozent auf 52 Millionen Franken. Und auch die operative Marge ging um 0,5 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent zurück. Die Anleger zeigten sich mit den Zahlen wenig zufrieden. Die Aktien von Swatch haben bis zum Mittag um über 3 Prozent nachgegeben.

Der starke Schweizer Franken hat die Swatch-Gruppe im ersten Halbjahr stark belastet. Eine starke Schweizer Währung ist für hiesige Firmen mit grossem Auslandsgeschäft unvorteilhaft. Und wirkt sich negativ auf die Unternehmensbilanz aus – wie eben bei Swatch. Der Bieler Uhrenmacher hofft jetzt auf weiteres Wachstum – unter anderem dank der goldenen Moonswatch.

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