Darum gehts
- Stan Wawrinka schied am Ostermontag beim Masters in Monaco aus
- Der Schweizer verrät seine Turnierplanung für seine letzte Saison
- Wawrinka hofft auf Grand-Slam-Teilnahmen, Abschied in Basel?
Stan Wawrinka scheiterte beim Masters in Monaco am Ostermontag in der ersten Runde. Der Argentinier Sebastian Baez (25, ATP 65) war zu stark für den Lausanner.
Die Pressekonferenz nach dem Match nutzte der dreifache Grand-Slam-Sieger für eine Auslegeordnung der Pläne seiner Abschiedstournee vor dem Karriereende.
Barcelona (ATP 500)
Am 13. April startet das Sandplatzturnier von Barcelona. Wie zuletzt in Monte-Carlo hat Wawrinka eine Wildcard erhalten. Er wird zum siebten Mal in der katalonischen Hauptstadt aufschlagen. 2006 und 2008 stand er im Halbfinal.
Rom (ATP 1000)
Anfang Mai macht die Tour Halt in Rom. Wawrinka plant, in der Qualifikation anzutreten. 2008 scheiterte er in der italienischen Hauptstadt im Final an Novak Djokovic (38), 2015 war im Halbfinal gegen Roger Federer (44) Endstation.
Genf (ATP 250)
Direkt im Anschluss an Rom will Wawrinka beim Turnier in Genf spielen. Auch dort spricht er von der Qualifikation, doch wer weiss: Vielleicht stattet das Heimturnier den Sieger von 2016 und 2017 ja noch mit einer Wildcard für das Hauptfeld aus.
Roland Garros (Grand Slam)
Die French Open sind im Kalender (18. Mai bis 7. Juni) dick angestrichen. Für das Hauptfeld könnte es eng werden, da für Grand Slams nur 104 fixe Startplätze (exklusive Quali und Wildcards) zur Verfügung stehen. Dieser Cut kann sich aber auch noch nach unten verschieben, da (zuvor) verletzte, aktuell schlechter klassierte Spieler durch das Protected Panking eine bessere Ranglistenposition erhalten. Als aktuelle Weltnummer 103 muss Wawrinka also zittern.
Da der Roland-Garros-Sieger von 2015 (Final gegen Djokovic) in Paris zu den absoluten Publikumslieblingen gehört, würde eine Wildcard (wie im vergangenen Jahr) für seinen letzten Auftritt niemanden überraschen. Die Quali könnte er nicht spielen, da sie in der gleichen Woche wie Genf stattfindet.
Wimbledon (Grand Slam)
Zu einer Wildcard würde Wawrinka auch beim Rasen-Grand-Slam in London Ende Juni nicht Nein sagen. Ob er bei seinem letzten Auftritt in Wimbledon die Quali überspringen darf, bleibt abzuwarten. Eine Dernière ist auf alle Fälle geplant. «Ich würde gerne auf Rasen spielen, am liebsten in Wimbledon», erklärte er in Monaco. 2014 und 2015 scheiterte er erst in den Viertelfinals an Federer respektive Richard Gasquet (39).
Gstaad (ATP 250)
Nach Wimbledon steht Gstaad auf dem Programm (13. bis 19. Juli). In den letzten drei Jahren war Stan the Man im Berner Oberland mit dabei. Sein bestes Ergebnis datiert aus dem Jahr 2005, als er im Final gegen Gaston Gaudio verlor.
Estoril (ATP 250)
Direkt im Anschluss an Gstaad erwähnt Wawrinka etwas überraschend das Turnier von Estoril. An der portugiesischen Atlantikküste spielte er nur 2012 und 2013. Bei der zweiten Teilnahme gewann er das Turnier im Final gegen David Ferrer (44).
US Open (Grand Slam)
Der potenziell letzte Grand Slam von Wawrinkas Karriere folgt Ende August in den USA. «Ich hoffe, ich kann antreten», blickte Wawrinka in Monaco voraus auf das Turnier im New Yorker Stadtteil Queens. «Vielleicht spiele ich vorher noch die Quali in Cincinnati oder ein Challenger-Turnier», fügte er hinzu. 2016 gewann er in Flushing Meadows seinen dritten und letzten Major-Titel.
Lyon (ATP 250)
Wawrinka beabsichtigt, Mitte Oktober in Lyon zu spielen. Das Turnier wurde auf dieses Jahr hin von Marseille nach Lyon verlegt – eine weitere Chance, in der Nähe der Heimat zu spielen.
Basel (ATP 500)
Ein Karriereende beim Heimturnier Ende Oktober in Basel wäre für die Schweizer Tennisfans ein Highlight. Die Wildcard dürfte dem Altmeister sicher sein. «Es besteht die Möglichkeit, dass Basel mein letztes Turnier wird», sagte Stan in Monte-Carlo. Dann kommt jedoch das grosse Aber.
Athen (ATP 250)
«Aber wir werden sehen. Es hängt von den Turnieren ab, die danach kommen. Letztes Jahr habe ich in Athen gespielt (zum ersten Mal in der Karriere, Anm. d. Red.). Es war ein unglaubliches Turnier, das mir sehr gefallen hat. Vielleicht spiele ich also dort mein letztes», meinte Wawrinka. Verlässt der Romand die grosse Tennisbühne Anfang November in Griechenland statt in Basel?