Saisonende für Manuel Feller
Der Olympia-Slalom von Bormio, der für ihn mit einem Ausfall endete, war das letzte Saisonrennen von Manuel Feller: Wie der österreichische Skiverband mitteilt, wird der 33-Jährige die beiden letzten Weltcup-Stationen für die Techniker im slowenischen Kranjska Gora (7./8. März) und im norwegischen Lillehammer (24./25. März) auslassen. «Nach den Olympischen Spielen haben mir Körper und Geist klar signalisiert, dass jetzt der Zeitpunkt für eine Pause gekommen ist», begründet Feller seinen Entscheid.
Der diesjährige Sieger des Slaloms von Kitzbühel kämpft seit längerem mit Rückenproblemen, zuletzt kamen ein Leistenbruch und eine Entzündung des Schambeins hinzu. An Rücken und Leiste soll er in der nächsten Zeit operiert werden.
Aufgebot für die Rennen in Kranjska Gora
Bei den Männern steht das letzte Technik-Wochenende vor dem Weltcupfinal auf dem Programm. In Kranjska Gora (Sln) finden ein Riesenslalom (Samstag) und ein Slalom (Sonntag) statt.
Für das erste Rennen bietet Swiss-Ski sieben Athleten auf, für das zweite sind es deren acht. Marco Odermatt hat im Riesenslalom die Chance, die kleine Kugel auch rechnerisch zu sichern. Er geht mit 103 Punkten Vorsprung auf Lucas Braathen an den Start – klassiert er sich vor dem Olympiasieger, ist ihm die Kugel nicht mehr zu nehmen.
Riesenslalom: Marco Odermatt, Loïc Meillard, Thomas Tumler, Luca Aerni, Sandro Zurbrügg, Lenz Hächler und Fadri Janutin.
Slalom: Loïc Meillard, Tanguy Nef, Daniel Yule, Matthias Iten, Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Sandro Simonet, Joel Lütolf.
Ming-Nufer muss Saison nach OP beenden
Das Schweizer Speed-Team reist von Soldeu in den Pyrenäen nach Val di Fassa in den Dolomiten. Zehn Athletinnen von Swiss-Ski werden für die beiden Abfahrten (Freitag und Samstag) und den Super-G (Sonntag) aufgeboten. Nicht mit dabei ist Priska Ming-Nufer. Wie Swiss-Ski mitteilt, muss sich die 34-Jährige einer Operation unterziehen und beendet die Saison vorzeitig: «Während der Abfahrt in Soldeu verspürte sie Schmerzen im rechten Knie. Die medizinischen Abklärungen nach der Rückkehr in die Schweiz in der Klinik Hirslanden Zürich ergaben einen Teilabriss des Aussenmeniskus, der operativ behoben werden muss.»
Das Aufgebot von Swiss-Ski:Corinne Suter, Malorie Blanc, Jasmine Flury, Janine Schmitt, Delia Durrer, Stefanie Grob, Jasmina Suter, Jasmin Mathis, Joana Hählen, Daria Zurlinden.
Lehto meldet sich nach Sturz im Abfahrtstraining zu Wort
Am Freitag stürzte Elian Lehto (25) beim Abfahrtstraining in Garmisch-Patenkirchen heftig. Der Finne musste mit dem Hubschrauber in den Spital geflogen werden, wo unter anderem eine kollabierte Lunge festgestellt wurde.
Nun meldet sich Lehto auf Instagram zu Wort: «Ich danke dem medizinischen Team sowohl auf der Piste als auch hier im Krankenhaus, das sich so gut um mich gekümmert hat. Es war ein heftiger Sturz, aber ich hatte Glück und habe mir den Kopf nicht allzu schwer verletzt.»
Den grössten Teil der Wucht habe seinen Brustkorb getroffen, weshalb es zur kollabierten Lunge kam. Die Intensivstation, auf der er zunächst behandelt wurde, habe Lehto mittlerweile verlassen können, allerdings müsse er noch «etwas länger in Deutschland bleiben». Dort soll der Rest seines Körpers genauer untersucht werden, sobald seine Lunge fertig behandelt wurde.
Lenz Hächler übernimmt Gesamtführung im Europacup
Schweizer Erfolgsmeldung aus dem Europacup: Lenz Hächler fährt in der Abfahrt im norwegischen Oppdal auf Rang 10. Die so gewonnenen 26 Punkte reichen dem 22-jährigen Zentralschweizer, um in der Europacup-Gesamtwertung an die Spitze vorzustossen – mit sechs Punkten Vorsprung auf den norwegischen Technik-Spezialisten Hans Grahl-Madsen.
Im Rennen vom Freitag selbst ist Hächler mit seiner Leistung allerdings nur der viertbeste Schweizer: Philipp Kälin holt sich mit Rang 3 einen Podestplatz, auch Loïc Chable (5.) und Gaël Zulauf (8.) klassieren sich in den Top 10.
Franzoni stellt nächste Trainingsbestzeit auf
Nachdem die Speedfahrer an Olympia auf der Stelvio unterwegs gewesen sind, geht es in Garmisch Partenkirchen gleich mit dem nächsten Abfahrtsklassiker weiter. Am Donnerstag steht dabei das erste Training auf dem Programm. Einmal mehr ist Italo-Speedentdeckung Giovanni Franzoni dabei der Schnellste. Rund zwei Zehntel holt er auf Martin Cater und Felix Monsen auf den Plätzen 2 und 3 heraus.
Die Schweizer Speed-Asse halten sich noch zurück. Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen verliert über drei Sekunden auf die Bestzeit, wird am Ende nur 41. Marco Odermatt ist zwar rund 1,7 Sekunden schneller als sein Landsmann, das reicht aber auch nur für Rang 16. Bester Schweizer ist Alexis Monney auf Platz 9. Ansonsten reiht sich nur noch Stefan Rogentin als 17. unter den besten 30 ein.
Ränge der weiteren Schweizer: 32. Niels Hintermann , 34. Justin Murisier, 36. Alessio Miggiano, 39. Arnaud Boisset, 45. Lars Rösti, 49. Livio Hiltbrand.
Corinne Suter fährt im Training auf Rang 2
Corinne Suter holt sich im zweiten Abfahrtstraining für das Weltcup-Wochenende im andorranischen Soldeu ein gutes Gefühl: Die Schwyzerin ist im Ziel die zweitschnellste aller Athletinnen. Die Bestzeit setzt Nina Ortlieb aus Österreich, die die Strecke noch einmal knapp acht Zehntelsekunden schneller absolviert als Suter.
Von den übrigen Schweizerinnen schafft es einzig Delia Durrer als 28. noch unter die ersten 30, Priska Ming-Nufer (31.) und Malorie Blanc (32.) rangieren sich knapp ausserhalb. Weltcup-Debütantin Jasmin Mathis wird 37., noch vor Janine Schmitt (42.), Jasmina Suter (46.) und Daria Zurlinden (50.). Joana Hählen hat das Training ausgelassen.
Ernst gilt es in den Pyrenäen dann am Freitag um 11 Uhr, wenn die Abfahrt auf dem Programm steht. Am Samstag und Sonntag folgen dann noch zwei Super-Gs.
Olympionikin führt Schweizer Aufgebot an Junioren-WM an
Nach den Olympischen Spielen ist vor der Ski-Junioren-Weltmeisterschaft. Zugegeben, das ist kein Gedanke, den sich jeder macht. Für Riesenslalom-Spezialistin Sue Piller trifft er aber zu. Sie ist der bekannteste Name im Aufgebot von Swiss-Ski, das insgesamt neun Frauen und sieben Männer umfasst. Neben Piller sind mit Dania Allenbach und Shaienne Zehnder auch andere Namen dabei, die bereits Weltcupluft geschnuppert haben. Die Juniorenweltmeisterschaften werden vom 5. bis 15. März im norwegischen Narvik durchgeführt.
Frauen:
- Dania Allenbach
- Sina Fausch
- Anna Flatscher
- Juliette Fournier
- Elyssa Kuster
- Sue Piller
- Céline Reichenbach
- Elena Stucki
- Shaienne Zehnder
Männer:
- Robert Clarke
- Giuliano Fux
- Aymeric Hannart
- Sandro Manser
- Jack Spencer
- Luis Stucky
- Aurelio Wyrsch
Erfolgreiche Schweizer Ski-Asse im Europacup
Vanessa Kasper in Oppdal und Lenz Hächler in Norefjell gewinnen je einen Europacup-Riesenslalom.
Die 29-jährige St. Moritzerin Vanessa Kasper, amtierende Schweizer Meisterin im Riesenslalom, schafft es in Norwegen zum siebten Mal im Europacup aufs Podest, zum dritten Mal gewinnt sie ein Rennen. Den letzten Sieg hatte sie am 11. Januar 2025 in Puy Saint Vincent errungen.
Der Innerschweizer Lenz Hächler hat im neuen Jahr schon die Europacup-Super-Gs von Verbier und Bjelasnica/Sarajevo gewonnen. Im Riesenslalom siegt er erstmals seit dem Rennen im norwegischen Aal am 13. März 2025. Hächler verweist Landsmann Fadri Janutin, den Sieger des Vortags, um sechs Hundertstel auf Platz 2. Sandro Zurbrügg, der nach dem ersten Lauf geführt hat, scheidet im zweiten Lauf aus.
Zehn Athleten reisen nach Garmisch
Während die Frauen in Andorra wieder ins Weltcup-Geschehen eingreifen (siehe Eintrag unten), absolvieren die Männer in Garmisch-Partenkirchen (De) am Samstag eine Abfahrt und am Sonntag einen Super-G. Das Schweizer Team umfasst zehn Athleten. Franjo von Allmen (24), der frischgebackene Olympiasieger in beiden Disziplinen, führt die Gruppe gemeinsam mit dem dreifachen Mediallengewinner Marco Odermatt (28), der in beiden Weltcup-Wertungen vorne liegt, an. Wer in welchem Rennen dann auch wirklich am Start steht, wird kurz vor dem Rennen mitgeteilt, wie Swiss-Ski schreibt.
Die Schweizer Athleten: Arnaud Boisset, Livio Hiltbrand, Niels Hintermann, Alessio Miggiano, Alexis Monney, Justin Murisier, Marco Odermatt, Lars Rösti, Stefan Rogentin, Franjo von Allmen.
Erstes Ski-Aufgebot nach Olympia
Kaum sind die Olympischen Winterspiele vorbei, stehen für die Ski-Stars bereits wieder Weltcuprennen auf dem Programm. Die Frauen absolvieren in Soldeu (Andorra) am Freitag eine Abfahrt, am Samstag und Sonntag je einen Super-G. Das Schweizer Team wird mit zehn Athletinnen in die Pyrenäen reisen. Unter ihnen sind auch Daria Zurlinden (21), die im Weltcup bisher erst den Super-G in St. Moritz Mitte Dezember bestritten hat und dort 45. wurde, Jasmin Mathis (21), die noch keinen Einsatz auf höchster Stufe hatte. Sie ist allerdings amtierende Junioren-Weltmeisterin im Super-G und gewann Silber in der Abfahrt. Wer in den Rennen starten wird, wird jeweils am Vortag entschieden.
Das Schweizer Aufgebot: Malorie Blanc, Delia Durrer, Stefanie Grob, Joana Hählen, Jasmin Mathis, Priska Ming-Nufer, Janine Schmitt, Corinne Suter, Jasmina Suter, Daria Zurlinden.