«Ich habe mich verloren»
Riesen-Aufsteigerin Piller blickt auf schwierige Phase zurück

Aufsteigerin des Schweizer Ski-Winters: Sue Piller (20) aus Freiburg glänzt mit Olympia-Teilnahme und Europacup-Sieg. Doch Druck und Resultatfixierung brachten die junge Athletin an ihre Grenzen. Jetzt hat sie neue Pläne.
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Sue Piller übertraf in diesem Winter ihre Erwartungen deutlich. Dennoch machte die Freiburgerin auch harte Zeiten durch.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sue Pille (20) beeindruckte im Ski-Winter mit 73 Weltcup-Punkten
  • Nach mentalem Tief feierte sie Sieg beim Europacup-Final in Schladming
  • Ab August startet sie Spitzensport-RS in Magglingen BE, ohne Urlaub
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Sie ist eine der Aufsteigerinnen des Schweizer Ski-Winters: Sue Piller. Die 20-jährige Freiburgerin machte im Riesenslalom-Weltcup 73 Punkte – Rang 27. Dazu ihre ersten Olympischen Spiele. «Sie hat eine filigrane Fahrweise, richtig sauber. Sehr tänzerisch», analysierte Ski-Legende Bernhard Russi (77). Heute sagt sie: «Der Winter war super, ich habe meine Erwartungen übertroffen.»

Ein Aber fügt sie im Gespräch dazu. Warum? Piller offen: «Ende Januar habe ich mich verloren, nur noch die Resultate gesehen und mich zu fest unter Druck gesetzt.» Die Folge? Das Spielerische ging verloren, sie verkrampfte.

Die Ski-SM live auf Blick

In Kooperation mit Swiss-Ski überträgt Blick den letzten Höhepunkt der Skisaison live im Stream. Bei den BRACK. Schweizer Meisterschaften vom 9. bis 13. April in St. Moritz GR kämpfen unsere Topathletinnen und Topathleten wie Franjo von Allmen und viele Nachwuchshoffnungen letztmals in diesem Winter um Medaillen. Kommentiert wird der Stream von Blick-Journalisten wie Ski-Experte Mathias Germann sowie Ex-Weltcup-Fahrer Reto Schmidiger.

Swiss Ski

In Kooperation mit Swiss-Ski überträgt Blick den letzten Höhepunkt der Skisaison live im Stream. Bei den BRACK. Schweizer Meisterschaften vom 9. bis 13. April in St. Moritz GR kämpfen unsere Topathletinnen und Topathleten wie Franjo von Allmen und viele Nachwuchshoffnungen letztmals in diesem Winter um Medaillen. Kommentiert wird der Stream von Blick-Journalisten wie Ski-Experte Mathias Germann sowie Ex-Weltcup-Fahrer Reto Schmidiger.

«Ich habe nur noch auf die Ranglisten geschaut, mich nur noch durch sie definiert. Ich sah mich nicht mehr als Sue Piller, sondern als jene Person, die in Spindlermühle Sechste wurde. Und bei Olympia dabei sein würde.»

Piller merkte: So konnte sie nicht weitermachen

Sie habe sich in den Resultaten verloren, so Piller. «Ich habe gemerkt, dass es so nicht weitergeht. Ich begann, mich wieder aufs Skifahren zu fokussieren und nicht mehr an den Ergebnissen rumzustudieren.» Nach und nach zog sich Piller selbst aus dem Tief. Der krönende Abschluss: Ihr Sieg beim Europacup-Final in Schladming (Ö). «Er tat richtig gut», freut sie sich.

Zurücklehnen wird sich Piller nicht. «Ich habe noch mega Lust auf Rennen.» Die Schweizer Meisterschaft in St. Moritz GR kommt gerade recht. Ferien gibts danach nicht, sie rückt in die Spitzensport-RS in Magglingen BE ein. «Sie dauert bis August. Ich freue mich darauf.»

«Es ist ein Lernprozess»

Und was wird Piller tun, um im kommenden Winter nicht noch einmal den Fokus zu verlieren? Immerhin passiert ihr das nicht zum ersten Mal – schon im Regionalkader war ihr grosser Ehrgeiz eine Stärke, aber zuweilen halt auch eine Schwäche.

«Das wird mich wohl noch einige Male begleiten. Aber ich versuche, mir das zu merken. Dann weiss ich, was ich tun muss. Letztlich ist es ein Lernprozess.»

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