Darum gehts
- Für die Mission Olympiagold hat Lindsey Vonn Aksel Lund Svindal als Trainer geholt
- Mit ihrer schweren Verletzung geht Svindal davon aus, dass die Zusammenarbeit vorbei ist
- Mehrere Teams umwerben den Norweger, er weiss noch nicht, ob er weiter als Trainer arbeitet
Letzten Sommer hat Lindsey Vonn (41) einen Coup gelandet. Für ihr Ziel Olympiagold hat sie Aksel Lund Svindal (43) als Trainer in ihr Team geholt. Die Speed-Queen und der Super-Elch verbindet nicht nur ihr gemeinsamer Ausrüster Head, sondern unter anderem auch, dass sie in der Saison 2008/09 jeweils den Gesamtweltcup gewonnen haben.
Die Zusammenarbeit hat schnell Früchte getragen – gleich ihr erstes Rennen in der jüngst zu Ende gegangenen Saison hat Vonn gewonnen. Danach verpasste sie in sieben weiteren Rennen nur einmal als Vierte das Podest. Doch dann kam Crans-Montana VS. Vonn riss sich das Kreuzband, ging dennoch bei Olympia an den Start. Auch dort stürzte sie und zog sich einen komplizierten Unterschenkelbruch zu.
Ihre Saison endete abrupt. Und damit auch die Zusammenarbeit mit Svindal? «Das wars wohl», meint der zweifache Olympiasieger gegenüber der norwegischen Zeitung «Verdens Gang» darauf angesprochen. «Leider braucht sie im Moment mehr Physiotherapeuten und Ärzte als Skitrainer.» Auch ist noch gar nicht klar, ob Vonn überhaupt einen weiteren Comeback-Versuch wagt.
Kontakt scheinen die beiden nach wie vor zu haben. «Ich glaube, es geht ihr jetzt gut», meint Svindal über Vonns Zustand. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass man bei der Entlassung aus dem Spital niedergeschlagen ist. «Aber jetzt scheint es, als wäre sie wieder voll dabei – und das ist schön zu sehen.»
Trainer-Zukunft erscheint ihm abwegig
Bleibt die Frage, wie es bei Svindal weiter geht. Wird er woanders Speed-Trainer? An Interessenten mangelt es offenbar nicht. Der norwegische Verband hat mit ihm Kontakt aufgenommen. «Auch mehrere ausländische Teams haben sich gemeldet und gefragt, ob ein Job anderswo interessant wäre.»
Noch hat sich Svindal nicht entschieden. Aber er meint, es erscheine ihm etwas abwegig «noch einen Winter lang unterwegs zu sein». Der Grund: seine Familie. Er und seine Verlobte Amalie Iuel (31) haben einen zweieinhalbjährigen Sohn. Schon die Zeit mit Vonn habe gezeigt, dass der Trainerjob sich nicht so einfach mit dem Familienleben vereinbaren lässt. Denn eigentlich habe er schon letzten Winter nicht als Trainer arbeiten wollen – auch wenn es rückblickend «viel Spass gemacht habe».